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Test: Perimeter: Emperor's Testament
Gut zwei Jahre nach der Veröffentlichung folgt jetzt das Standalone Add-On zu einem der außergewöhnlichsten Strategiespiele.
| Vor ca. zwei Jahren brachte Codemasters ein Strategiespiel auf den Markt, das einige neue Ideen ins Genre brachte. Selbst erfahrene Spieler sahen sich vor einem völlig neuen Spielprinzip. Taktik und Strategie wurden nicht mehr durch Armeen definiert, sondern durch stückweise Gebietseroberung mittels Energie- bzw. Schutzschildgeneratoren. Jetzt bekommt die Strategengemeinde Nachschub. Das StandAlone AddOn Perimeter: Emperors Testament - diesmal von Frogster veröffentlicht - setzt die Geschichte um die sonderbare Zukunft der Menschheit fort und bietet dabei 25 neue Missionen in einer neuen Kampagne und ein paar neue Karten für den Mehrspieler. Wie!? Was!? Warum!?So wie das Hauptspiel beginnt auch das AddOn ziemlich „strange“. Als Neuling muss man dreimal hinhören und nach dem Intro sollte man erstmal mit jemanden darüber sprechen. Ansonsten versteht man die Welt von Perimeter nur sehr schwer auf den ersten Blick. Eine kleine Zusammenfassung der Grundidee und der Geschehnisse des Hauptspiels hätten da sehr gut getan. Zum Glück findet man noch ein paar Informationshäppchen im Handbuch, das sich nur als .pdf auf der CD befindet. Die Story der 25 Missionen umfassenden Kampagne dreht sich vollständig um das Imperium, eine der drei Fraktionen mit denen man schon im Hauptspiel zu tun hatte. Die Exodus und Harkback spielen in dieser Erweiterung nur eine passive Rolle im Einzelspieler.Der Imperator sucht nach einem Weg, selbst neue Welten zu erforschen und das mächtigste Wesen der Sponge-Welten zu werden. Mit Hilfe des mechanischen Erleuchteten, einer Kopie der Schöpferwesen, will er sein Ziel erreichen. Der Spieler ist dabei einer seiner getreuen Helfer, ein De-Legat, ein Kommandeur eines Vice-Frames. Leider wird die Story nicht mit ansprechenden Zwischensequenzen aufgewertet oder näher erläutert, so dass man ziemlich im Regen steht. Die Missionsvielfalt ist auch stark begrenzt. Meist dreht es sich um das Zerstören des Feindes, das Überstehen eines Scourge-Angriffes oder das Erobern eines feindlichen Gebäudes. Die Scourge sind eine Alienrasse, die viele Planeten bzw. Welten bewohnt und von den Harkback kontrolliert wird. Sie sind primitiv, greifen aber in Massen und fast ohne Unterbrechung an, ziemlich anstrengend mit der Zeit. Die Revolution geht weiterDas wahrhaft Besondere an Perimeter ET ist immer noch sein Spielprinzip. Selbst zwei Jahre nach Erscheinen des Hauptspiels findet man kein Spiel mit ähnlichem Prinzip. Jetzt mal ehrlich, es ist auch etwas paradox. Während Spieler von gemeinen Strategiespielen das „Campen“, das Einbunkern und langsame Vorrücken geradezu verdammen, ist es in Perimeter absolut normal. Auch in PET sind die wesentlichen Bestandteile des Spielprinzips das Terraforming, das Einheitenmorphing und das Schutzschild.Zu Beginn einer jeden Mission stehen dem Spieler der Vice-Frame, das Hauptgebäude, und einige Fahrzeuge zur Verfügung. Diese Einheiten sind die Baufahrzeuge in Perimeter, die in zwei Typen unterschieden werden. Die Prorabs sind dabei die eigentlichen Baufahrzeuge, sie liefern die benötigten Bestandteile für den Bau. Der zweite Typ ist die Brigadier-Einheit, die zum Terraformen der rauen und unebenen Planetenoberfläche verwendet wird. Das Terraformen ist eines der wichtigen Konzepte in Perimeter, denn nur auf der eingeebneten Fläche kann man bauen und die einzige Ressource „Energie“ gewinnen. Hat man also die Fläche rund um den Vice-Frame planiert, kann man anfangen seine ersten Gebäude zu errichten. Zu allererst kommen die Rekrutierungsstätten für Soldaten, Offiziere und Techniker, die Grundeinheiten. Dies führt zum nächsten Hauptbestandteil des Spiels, dem Einheitenmorphing. Ein Strategiespiel nur mit Soldaten und Offizieren wäre auch etwas karg, darum kann man seine Kameraden jederzeit in andere Einheitentypen umwandeln. Je nach Größe der entstehenden Einheiten, müssen aber mehr Soldaten, Offiziere oder Techniker in der Einheit sein. Z.B. müssen für eine leichte Einheit nur ein paar Soldaten, für eine schwere Einheit aber mehrere Offiziere und Techniker zur Verfügung stehen. Das Einheitenmorphing bringt, wie im Vorgänger, sehr viel frischen, taktischen Wind ins Geschehen. Der Clou ist, dass man die Einheiten jederzeit wieder in einen anderen Typ umwandeln kann. Beispielsweise kann man seine Panzer schnell in Lufteinheiten verwandeln, wenn sich feindliche Flieger nähern. Im späteren Spielverlauf kann man neben seinem Anfangstrupp bis zu vier weitere Gruppen befehligen, vorausgesetzt man besitzt für jede Gruppe ein Kommandozentrum. |
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