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Test: Take Command: 2nd Manassas
Ein Fest für Hardcorestrategen?
Während des amerikanischen Bürgerkrieges, geanuer am 9. August 1862, trafen in Virgina am Cedar Mountain zwei riesige Armeen der beiden Bürgerkriegsparteien aufeinander. Auf Seiten der Nordstaaten waren es 8.030 Soldaten unter dem Kommando von Nathaniel P. Banks. Dem hielt der Südstaatler Thomas J. Jackson 16.868 Bewaffnete entgegen. Die Schlacht wurde mit einer Niederlage für die Nordstaaten sowie mit insgesamt rund 2500 Verletzten und über 600 Toten auf beiden Seiten beendet.SchlachtfeldDer amerikanische Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten bildet den Handlungsrahmen des Echtzeitstrategiespieles Take Command – Second Manassas (TC) von Mad Minute Games. Das Bürgerkriegsszenario stellt dabei auch schon alles an Handlung dar, was in TC zu finden ist. Vielmehr liegt hier der Schwerpunkt in einer „realistischen Darstellung“ einiger der wichtigeren Schlachten des Bürgerkrieges.Im Umfang des Spieles sind drei unterschiedliche Spielmodi enthalten, als da wären historische Schlachten, Freies Spiel sowie eigene Schlachten. Der historische Spielteil wartet mit fünf Szenarien rund um die Schlacht am Cedar Mountain auf, dazu noch drei weiteren Missionen um die Schlacht von Chantilly. Das freie Spiel besteht aus vierzig hypothetischen Was-wäre-wenn-Sezenarien, die sich aber allesamt auf nur fünf – dafür aber wirklich gigantischen - Karten abspielen, welche nach historischen Aufzeichnungen erstellt wurden. Zudem können mit einem Editor noch eigene Szenarien entworfen werden. KommandoarbeitSpielelemente, wie etwa der Bau einer befestigten Basis (z.B. wie bei der C&C- Reihe), in der neue Einheiten produziert werden, sucht man bei TC vergeblich, denn der Spielschwerpunkt liegt hier in der Koordinierung einer riesengroßen Armee, die auf einem wirklich gigantischen Schlachtfeld kämpft. Teilweise unterliegen ihrem Kommando um die zehntausend Mann. Die Schwierigkeit des Spieles liegt also darin, die Übersicht zu behalten, und die an vielen Fronten zur gleichen Zeit kämpfenden Truppen in Echtzeit zu befehligen.Die große Anzahl der Truppen ließe sich alleine nur schwer bewältigen, weshalb sie nur die Kontrolle nur über Offiziere ausüben, die dann den Rest übernehmen. Es können hierbei nur wenige Vorgaben gemacht werden, wie zum Beispiel die Auswahl von Marschformation oder Angriffsbefehlen. Die große Anzahl der auf dem Schlachtfeld verstreuten Offiziere reicht hin und wieder aus, um den Spieler zu überfordern, insbesondere dürfte das bei Gelegenheitsspielern der Fall sein. Daher kann man Teile seiner Armee von der KI befehligen lassen. In Waffenreichweite erfüllt die KI ihre Aufgabe sehr zufriedenstellend. Allerdings lässt sie hin und wieder ihre Soldaten recht ziellos umherlaufen, wenn sie auf der Suche nach dem Feind sind. Als weitere taktische Finessen spielen natürlich auch Dinge wie Truppenmoral oder Munitionsvorrat eine große Rolle. Ohne die Munition beispielsweise fällt die Truppenmoral sehr schnell in Tiefen, bei denen ihre Mannen leicht die Flucht ergreifen. So muss der Nachschub ständig mittels Planwagen gesichert sein, welche auch dem Feinde gestohlen werden dürfen. MaterialqualitätIm krassen Gegensatz zu den Ausmaßen der Schlachtfelder, steht die Grafikengine. Hier fallen zunächst einmal sehr, sehr lange Ladezeiten auf, die so manches mal an die zwei Minuten dauern. Danach erblickt ihr Auge eine Landschaft, wie sie bei Computerspielen vor einigen Jahren aktuell war. Beispielsweise sind die Bodentexturen nur sehr niedrig auflösend und sehen Teils verwaschen aus. Darüber hinaus treibt auch so manches mal die Masse der Soldaten oder das riesige Spielgebiet die Framerate in den Keller, wodurch das TC oft nicht sehr flüssig läuft.Die Diätgrafik könnte ich als Hardcore-Strategie-Fan ja noch verdauen, aber die Steuerung des Spieles ist einfach nur grausam. Beispielsweise muss jeder Zug einzeln ausgewählt werden, indem sie mit der Maus auf die Fahne des Offiziers klicken. Die Möglichkeit mit der Maus einen Rahmen auf dem Bildschirm zu zeichnen, um alles drin befindliche auszuwählen gibt es nicht. Weiterhin macht die Größe der Schlachtfelder den Einsatz der Übersichtskarte zwingend notwendig. Die aber ist leider nicht skalierbar, wodurch die angezeigten Objekte nur sehr klein abgebildet sind, was wiederum zu Unübersichtlichkeit führt. Nach dem Sprung aus der Übersichtskarte zurück auf das Schlachtfeld, geht auch wieder ein wenig Orientierung verloren, da nirgendwo angezeigt wird, in welche Richtung die Bildschirmkamera blickt. Der kleine Kompass im Bild hilft da auch nicht wirklich viel weiter. Ein Mangel ist auch, dass ein Multiplayergames komplett fehlt. |
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