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Test: Dreamfall - The Longest Journey
Die längste Reise geht weiter. Doch diesmal seit ihr nicht allein. Kann der Nachfolger zu The Longest Journey den Vorgänger toppen?
Das von Fans langersehnte Adventure Dreamfall – The Longest Journey steht jetzt im deutschen Handel. Im April gab bereits eine Preview-Fassung, die zwar schon sehr vielversprechend, aber noch etwas verbesserungswürdig war. Haben die Entwickler zum Release sämtliche Kritikpunkte ausmerzen können und ist es ein würdiger Nachfolger des Klassikers The Longest Journey? Der folgende Test wird euch nicht nur das lehren. Drei Charaktere, zwei Welten und ein schwarzhaariges MädchenZoë Castillo sieht gut aus, ist arbeitslos, hat trotzdem Geld, jede Menge Freizeit und ist dennoch nicht glücklich. Sie lebt zusammen mit ihrem Vater in einem schicken Appartement in der traumhaft schönen Zukunftsmetropole Casablanca im Jahre 2219. Eines Tages passiert aber etwas Seltsames. Zoë sitzt wie üblich vor dem Fernseher und schaut die Nachrichten. Dort wird von seltsamen elektrostatischen Störungen berichtet, die weltweit viele Geräte beeinträchtigen. Doch plötzlich wird das Fernsehbild unterbrochen und ein schwarzhaariges junges Mädchen erscheint auf dem Bildschirm. „Finde sie! Rette sie!“ ruft sie und ist kurz darauf wieder von der Mattscheibe verschwunden. Ms. Castillo hält dieses nur für eine weitere elektrostatische Störung und denkt sich nichts weiter dabei. Doch im Verlaufe des Tages erscheint dieser kurze Clip immer wieder, bis ein Name fällt: April Ryan.Verwirrt und zerstreut trifft sie später auf einen alten Freund mit Namen Reza. Dieser bittet sie um einen kleinen Gefallen, der ihr ganzes Leben verändern soll. Reza ist ein Sensationsreporter und an einer ganz heißen Story dran, deren Ausgang nicht nur eine Welt bedroht. Nach einigen Geschehnissen landet Zoë in der Parallelwelt Arcadia, die voller Magie und seltsamer Geschöpfen steckt. Die Welt Stark – aus der Zoë stammt – ist das genaue Gegenteil, birgt jede Menge Technik und ähnelt unserer heutigen Welt, nur viel moderner. In Arcadia trifft sie dann zum ersten Mal auf April Ryan. Der Name April Ryan dürfte Kennern des Vorgängers bereits vertraut sein, doch ihr Charakter hat sich grundlegend geändert. Aus dem jungen naiven Mädchen ist eine starke Anführerin geworden, die nun gegen eine Besatzungsmacht zu kämpfen hat. Nachdem sie vor zehn Jahren ihre Aufgabe in Arcadia erledigt hatte, besetzten die ehemaligen Verbündeten ihre neue Heimat und sie verlor die Gabe des Reisens. Als Zoë in ihr Leben tritt, passt ihr das gar nicht, doch die junge Frau ist nicht ihr einziges Problem. Der dritte spielbare Charakter ist Kian Alvane. Er ist ein berühmter Kämpfer und Attentäter in seinem Reich, welches ebenfalls in Arcadia liegt. Während einer Trainingseinheit wird er unerwartet zu seinen Gebietern beordert. Von ihnen bekommt er den Auftrag, den Skorpion zu beseitigen, der für das Reich eine sehr große Bedrohung darstellt. Doch der Skorpion gilt nur als Mythos und kein Mensch hat ihn jemals gesehen. Mit dieser Anweisung begibt Kian sich ohne zu zögern auf den Weg. Er ist zu allem bereit und hinterfragt nie seine Aufgaben, doch diesmal wird sich einiges ändern ... Spannend, herzzerreißend und einfach motivierendSo kann man die Story von Dreamfall beschreiben. Die Geschichte hat etliche Wendungen, wirkliche Charaktertiefe, ist facettenreich und wurde nur selten in anderen Spielen so gut erzählt. Veteranen dürfen sich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen. So erfährt man was aus der Besitzerin des Journeyman Inn geworden ist oder wie es Roper Klacks ergangen ist, nachdem man ihn im Vorgänger in einen Kasten gesteckt hatte. Vorkenntnisse sind für das Spielen von Dreamfall jedoch nicht zwingend notwendig. Die Handlung des ersten Teils wird grob im guten Handbuch angerissen, doch wer wirklich alles verstehen will, dem sei The Longest Journey ans Herz gelegt, welches vor kurzem noch als Special Edition erschienen ist, denn es gilt nicht umsonst als Klassiker. Die meiste Zeit spielt man aus der Sicht von Zoë. Gemeinerweise wechselt das Spiel in den spannendsten Momenten zu den anderen Charakteren und erzeugt so Motivation pur. Trotz einiger Auswahlmöglichkeiten wie man sich in bestimmten Situationen verhält, ist das Spieldesign linear, denn alle Möglichkeiten führen letztendlich zum selben Ergebnis. |
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