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Test: Hitman: Blood Money
Betäuben Sie ihren Softwaredealer mit der Giftspritze, nehmen Sie die Spielverpackung und verlassen Sie unauffällig die Ladenzone. Der neue Hitman ist da!
Etwa zwei Jahre sind ins Land gegangen ehe IO Interactive den nunmehr vierten Teil der traditionsreichen Hitman-Reihe veröffentlicht hat. Nachdem der Vorgänger Contracts (wenn auch auf hoher Ebene) etwas enttäuschte, u.a. wegen des Recyclings einiger alter Missionen, macht der neueste Ableger um den charismatischen Antihelden mit dem kreativen Haarschnitt jetzt wieder alles richtig und bringt sogar ein paar kleine aber feine Neuerungen mit ein.Auch wenn der Begriff Killerspiel unbeliebt ist, hier passt erFür alle, die noch nie einen der Hitman-Teile gespielt haben, hier worum es geht: Der Spieler schlüpft in die Rolle eines geheimnisvollen, glatzköpfigen Auftragskillers, der selbst der mysteriösen Agentur, für die er arbeitet, nur als „Nummer 47“ bekannt ist. Wahlweise in der Ego- oder Verfolgerperspektive geht es darum, in einem eingegrenzten Spielgebiet eine oder auch mehrere Zielpersonen zu eliminieren. Im Grunde kann man Hitman auf zwei Arten spielen. Einmal auf die Methode „stiller Attentäter“ oder in „Rambo“-Manier.Das eigentliche Spielprinzip beruht jedoch auf ersterer Methode und das funktioniert im Groben so: zuerst beobachtet man die Umgebung und kundschaftet Routen und Wege der Wachleute sowie die Aufenthaltsorte der Zielperson/en aus. Dann denkt man sich einen Plan aus, wie man möglichst unbemerkt an seine Opfer herankommt, um sie dann möglichst leise und unbeobachtet um die Ecke zu bringen. Oft kann man z.B. Inventar wie einen Kronleuchter für seine Zwecke benutzen: diesen lässt man einfach mittels einer kleinen Sprengladung am Seil auf das Opfer plumpsen, so dass es wie ein Unfall aussieht und keiner merkt, dass Nummer 47 wieder seine Finger im Spiel hatte. Das wäre quasi die Idealsituation. Danach muss man dann „nur noch“ unbemerkt wieder abhauen. Tarnung ist allesWie in den Vorgängern kann man z.B. umgehauenen Wachleuten die Kleidung abnehmen und selbst anziehen. So kann man fortan unbehelligt am Ort des Geschehens herumspazieren ohne gleich aufzufliegen (worauf man sofort die versammelte Mannschaft am Hals hat). Natürlich sollte man auch hier darauf Acht geben, keine Leiche einfach so rumliegen zu lassen. Die werden nämlich nach einiger Zeit gefunden und dann wird es gefährlich. Also werden die Leichen nach Möglichkeit versteckt, etwa in einer Tiefkühltruhe.Doch auch mit perfekter Verkleidung sollte Nr. 47 den Ball stets schön flach halten: wer z.B. dabei erwischt wird, wie er gerade ein Schloss knackt, erregt trotz Verkleidung die Aufmerksamkeit der Wachen. Um das abschätzen zu können, haben die Entwickler einen Balken eingebaut, der die Auffälligkeit des Hitman anzeigt. Fliegt die Tarnung trotz allem auf, kommt die „Rambo“-Methode ins Spiel. Sprich, man zieht seine Knarre und ballert jeden über den Haufen, der eine Waffe trägt. So kann man Hitman nämlich auch spielen: als Egoshooter - auch wenn es dem eigentlichen Spielprinzip widerspricht. Zumindest muss man sich bei dieser Spielweise kaum Gedanken um Planung und Tarnung machen. Denn eines ist auch klar: um die höchste Wertung „stiller Attentäter“ zu bekommen, bedarf es viel Beobachtung, Planungsarbeit und vor allem muss man die Aufträge fast immer mehr als einmal ausprobieren, bis man einen guten Lösungsweg gefunden hat. Die Patentlösung schlechthin gibt es dabei nicht. Es gibt immer mehrere Lösungswege. Leider genügt schon ein Fehler und schon kann man die Topbewertung vergessen. |
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