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Test: Heimspiel 2006 – Der Fußballmanager
Zur Fussball-WM gibt es Manager-Nachwuchs. Hier wurde aber nicht gezeugt sondern geklont...
Die WM im eigenen Lande ist DAS Fußballereigniss 2006. Kein Wunder das mit Heimspiel 2006 - Der Fußballmanager ausgerechnet im WM-Jahr ein Quasi-Nachfolger zum Fußballmanager Fun veröffentlicht wird. Vom Cover jubelt uns auch gleich noch Klaus Augenthaler entgegen. Also alles klar für den Titel oder scheitert das Spiel doch schon in der Vorrunde?Da war doch mal was...?Kenner werden es gleich auf den ersten Blick erkennen: Das Spiel sieht optisch wie eine minimal modifizierte Kopie des Fußballmanager Fun aus dem Jahre 2002(!) aus und spielt sich auch so. Nun muss dies ja nichts schlechtes sein, da die beiden Oldschool-Spieleentwickler Werner Krahe und Jens Onnen schon in den 1980er-Jahren mit einfachen und dennoch spieltiefen Managern (u.a. Bundesliga Manager) Erfolg hatten. Gerade Einsteiger und Gelegenheitsspieler fühlen sich oft von dem großen Umfang regelrecht erschlagen, den die aktuellen Fußballmanager aus dem Hause EA und Ascaron bieten.Aufgrund der Wurzeln, kommt das Spiel allerdings mit einer inzwischen doch sehr stark angestaubten 3D-Grafik daher. Das pixelige Gekicke kann von mehreren Kamereaperspektiven aus beobachtet werden. Wer die veraltete Grafik satt hat, kann in den Textmodus umschalten. Doch auch hier wirkt vieles, nicht zuletzt Dank einer festen Auflösung von 800x600 Punkten, ziemlich Altbacken. Fast alle Menüseiten ähneln denen des Quasi-Vorgängers wie ein Ei dem anderen, nur eben mit leicht veränderten Buttons oder Hintergrundgrafiken. Selbst auf die gleichen Fantasiespielernamen greift man wegen fehlender Lizenzen zurück. Immerhin können wir eine Mannschaft aus neun Nationen innerhalb 12 Ligen auswählen. Kurios: Dabei ist es auch möglich ausländische Mannschaften etwa in der deutschen Regionalliga zu managen. Zusätzlich gibt es natürlich auch noch die WM nachzuspielen. Auch hier gibt es nur Fantasienamen, außerdem stimmen die teilnehmenden Nationen und Gruppenpaarungen nicht. Nur für den HobbymanagerDie Bedienung des Spiels entpuppt sich als kinderleicht und ist auch ohne großes Studium des Handbuchs fast selbsterklärend. Vom Startbildschirm kommen wir komfortabel mit nur einem Mausklick zu (fast) allen wichtigen Funktionen des Spiels. Kein Wunder, denn die Funktionsvielfalt wurde ja bewusst einsteigerfreundlich gering gehalten. Die klassischen Möglichkeiten eines Managers sind allerdings alle größtenteils vorhanden. So können wir unsere Spieler trainieren, Transfers tätigen, Formationen und Taktiken vorgegeben, Werbeverträge abschließen, Kredite aufnehmen, Eintrittspreise festlegen, Trainingslager planen und den Stadionzustand, sowie die Stadiongröße verändern. Das wars dann auch schon. Wer gern noch das Merchandising oder die Jugendarbeit unter seine Fittiche haben möchte wird enttäuscht. Auch Zahlenjongleure, die u.a. gestaffelte Eintrittspreise für verschiedene Tribünen festlegen wollen oder genaue Finanzbilanzen sehen möchten, finden keine entsprechende Menüpunkte im Spiel.Freunde von Statistiken kommen ebenso zu kurz. Lediglich eine Auflistung der Paarungen (kein Terminplan), Tabellen und Stärken oder eine Torjägerliste der Liga wird geführt. Eine Torjäger- oder Scorerliste innerhalb der Mannschaft finden wir hingegen nicht. Vom Stinkstiefel zum FußballgottDer geringe Umfang hat im Endeffekt den Vorteil, das eine Saison ruck zuck durchgespielt ist. Per Drag&Drop lässt sich die Mannschaft im Handumdrehen aufstellen. Wer sich davor scheut kann die Automatikfunktion nutzen. Einzig das Training erfordert etwas mehr Zeit. Genau wie beim indirekten Vorgänger wird nämlich nicht die ganze Mannschaft, sondern jeder einzelne Spieler trainiert. Ähnlich einem Rollenspiel lassen sich dabei auch individuelle Talente, wie Wendigkeit, Fußballgott u.ä. in einer Baumstruktur herausarbeiten. Bei einigen Spielern können diese allerdings auch negativer Natur, wie Genusssucht, Stinkstiefel oder dergleichen sein. Doch auch das Training kann auf automatisch gestellt werden.Finanziell steht der Verein meist auf sicheren Füßen. Sinken die Einnahmen einmal bedrohlich, greift das Spiel mit ominösen und nicht nachvollziehbaren Finanzspritzen unter die Arme. Entlassungen wegen Finanzmiseren gibt es daher nicht. Ist dann erst einmal der Anpfiff ertönt, kann der Hobbytrainer nur noch hoffen, das die taktischen Vorgaben umgesetzt werden. Leider hatten wir nicht immer das Gefühl das dies wirklich der Fall ist. Vielmehr gewinnen meist die vom Papier her stärkeren Mannschaften gegen die Schwächeren. Auch die Änderungen während des Spiels für Angriff oder das Passspiel werden scheinbar nur widerwillig von den Pixelfußballern auf dem Rasen umgesetzt. Immerhin können bis zu vier Manager gleichzeitig per LAN (mit nur einer CD) oder an einem PC gegeneinander antreten. Vorteil: Dadurch, dass das Spiel so simpel und einsteigerfreundlich ist, können auch unerfahrene Fußballfans mit in die Runde aufgenommen werden. |
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