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Test: Rise & Fall: Civilizations at War

Stagnation im Echtzeitstrategie-Genre - bei Rise & Fall nicht der Fall?
 Rise & Fall: Civilizations at War
Rise & Fall will mit neuen taktischen Möglichkeiten frischen Wind in das stagnierende Echtzeitstrategie-Genre bringen. Den Spieler erwartet aber mehr als ein „gepimpter“ Age of Empires-Klon, denn hier kann er in den Schlachten selbst Hand anlegen.

Alexander & Kleopatra

Was haben diese beiden wohl gemeinsam? Sie waren wichtige Persönlichkeiten der Antike, allerdings war Kleopatra erst viele Jahre später dran. In Rise & Fall steht für beide Charaktere jeweils eine Kampagne zur Verfügung. Alexanders Geschichte handelt von der Einigung Griechenlands unter seiner Knute und der Eroberung der damals bekannten Welt. Hauptkonkurrent sind dabei die Perser. Kleopatra muss sich indessen gegen die nimmersatten Römer verteidigen. Für Römer und Perser gibt es keine eigenen Kampagnen, diese Völker können aber im Gefecht oder im Multiplayermodus gespielt werden.
Insgesamt darf man sich über 22 Missionen freuen, die recht abwechslungsreich gestaltet sind. Es gilt Städte zu verteidigen und zu erobern, Seegefechte zu überstehen und in teils kniffligen „Hero-Only-Missionen“ nur mit seinem Helden Aufgaben zu lösen. Letztere werden oft für Frustration bei den Strategen sorgen, da sie nicht ganz so einfach sind. Nach den beiden Kampagnen kann man sich noch im Gefechtsmodus auf unterschiedlichen Karten gegen die KI oder Online bzw. im LAN gegen andere Spieler behaupten. Zusätzlich hat Midway auch einen Karten- bzw. Feldzugeditor beigelegt, so dass einer gepflegten Community erstmal nichts im Wege steht.

Krieg und Wirtschaft

Auf der taktischen Ebene bietet Rise & Fall alles, was man sich von einem waschechten Echtzeitstrategiespiel erhofft. Basenbau, Ressourcenabbau, Forschung, Aufwertung und Einheitenproduktion. Dabei werden hier nur zwei Ressourcen von den heimischen Arbeitern abgebaut. Gold und Holz dienen anschließend zum Bau von neuen Gebäuden und dem Ausheben von frischen Truppen. Die Arbeiter, die Bürger der Stadt, spülen nicht nur durch ihre Tätigkeit Geld in die Kasse, sondern bezahlen auch fleißig Steuern an den Spieler. Man sollte auch ab und zu auf die Zufriedenheit achten und einen Altar errichten bzw. den Kornspeicher ausbauen, um wichtige Boni auf seine Truppen oder den Ressourcenabbau zu sichern.
Neben den beiden Grundrohstoffen muss man aber auch eine dritte Ressource berücksichtigen: Der Ruhm dient dem Erforschen neuer Einheiten bzw. Gebäude, dem Aufwerten des Helden und dem Benennen von Beratern. Diese Berater haben allerdings nur eine passive Rolle und sagen nicht, wie man z.B. etwas bauen muss. Stattdessen geben sie einfach nur verschiedene Boni. Das sind Vergünstigungen beim Ressourcenabbau, der Stärke der Truppe oder der Verteidigungsstärke der eigenen Gebäude. Ruhm erhält man durch Kampf, Bau oder das Aufdecken der Karte.
Jede Partei in Rise & Fall bietet verschiedene Infanterie-, Kavallerie- und Belagerungseinheiten. Speerträger, Bogenschützen, Schwertkämpfer, Rammböcke, Katapulte und Leiterträger sind nur einige Beispiele. Neben den Standardkämpfern haben alle Seiten auch Spezialeinheiten. Die Griechen schicken den Feuerwerfer ins Gefecht, Ägypten trumpft mit Kriegselefanten auf, Rom kann sich auf die steinschleudernden Palintonos berufen und Persien setzt auf den Sensen-Streitwagen. Richtig Spaß machen die Belagerungen, denn als Verteidiger kann man seine Truppen auf die Mauern schicken und mit Katapulten und Bogenschützen den feindlichen Vormarsch stoppen. Außerdem werden mit Hakenschleudern die gegnerischen Rammböcke an die Angel genommen, um die Zerstörung von Toren zu verhindern.

Antike Seeschlachten

Auf See kommen drei Schiffstypen zum Einsatz, die sich im Wesentlichen nur durch ihre Größe unterscheiden. Die Trireme kann zusätzlich mit einem Onager ausgestattet werden, um feindliche Schiffe zu zerstören. Außerdem besteht die Möglichkeit andere Kähne zu rammen und so zu versenken. Für Landungen an entfernten Ufern kann man sie auch als mobile Kasernen einsetzen. Lästiges hin- und herschippern von Einheiten entfällt somit. Ein schönes Feature ist auch das Besetzen der Schiffe, eigene Truppen schickt man nämlich ganz einfach auf das gewünschte Boot. So kann man z.B. ein ganzes Schiff mit Bogenschützen bemannen, die dann aus der Ferne die gegnerischen Besatzungen dezimieren. Allerdings sollte man aufpassen, denn Schiffe können in Rise & Fall auch geentert werden.

Konzentration nötig!

Rise & Fall hat die gängigen Steuerungselemente des Genres. Ein typisches HUD mit Minimap und Baumenüs sowie die Standard-Maussteuerung mit Auswahl per Linksklick und Aktion per Rechtsklick gehören ebenso dazu wie die für 3D-Echtzeitstrategiespiele übliche Kamerasteuerung. Allerdings ist die Drehung der Kamera nur durch das gleichzeitige Drücken beider Maustaste möglich. Insgesamt können sich Navigation und Handhabung aber sehen lassen. Viel schwieriger wird es bei der eigentlichen Steuerung der Truppe, denn die Wegfindung ist leider kein Leckerbissen.
Screen 1
Die Zwischensequenzen hätten besser sein können.
Screen 2
Wir rudern zum Gegner,...
Screen 3
...um ihn mit Pfeil und Bogen zu erlegen.

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Rise & Fall: Civilizations at War

Packshot
3D-Echtzeitstrategie
von Midway
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCJuni 2006

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