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Filmkritik: Cars

Filmkritik: Cars
Verleih: Buena Vista Starttermin: 09.09.2006 Dauer / FSK: 116 Min/ ohne Beschränkung
Regie: John Lasseter, Joe Ranft Sprecher: Daniel Brühl, Bettina Zimmermann, Rick Kavanian, Cora Schumacher, Christian Tramitz, Oliver Kalkofe
Toy Story I und II, Das große Krabbeln, Monster AG, Findet Nemo, Die Unglaublichen. Die Liste der Kassenschlager der Pixar Animation Studios ist lang und beachtenswert. Mit Cars schicken sie ihr neuestes Zugpferd auf die Piste. Kann es ähnlichen Erfolg erwarten wie die Werke zuvor?

Ein geölter Blitz

Lightning McQueen ist der neue Star am Rennhimmel. Der feuerrote Flitzer ist auf dem neuesten Stand der Technik und fährt seinen Konkurrenten in der NASCAR-Serie ohne Mühe mit einem Lächeln davon. Von den motorisierten Fans und Groupies angehimmelt, von seinem ärgsten, hinterlistigen Widersacher Chick Hicks verachtet und von seinem Team als arroganter Egoist verlassen, ist das Leben als Rennauto ein Hin und Her zwischen scheinbarem Glanz, aber innerer Traurigkeit. Als er beim entscheidenden Rennen, dem Piston Cup, in der letzten Runde einen Reifenschaden erleidet und zeitgleich mit dem bald in Rente gehenden amtierenden Champion King (gesprochen von Niki Lauda) und Hicks ins Ziel kommt, ist klar: ein Entscheidungsrennen muss her. Siegessicher machen sich Lightning und sein Transporttruck Mack auf nach Kalifornien, dem Austragungsort. Doch soweit kommt es nicht und Lightning landet durch einen dummen Zufall plötzlich in dem veralteten Wüstenkaff Radiator Springs nahe der Route 66, wo er durch einen noch dümmeren Zufall die Hauptstraße des Städtchens demoliert. Dass er zu allem Verdruss von dem örtlichen Richter Doc Hudson zur Wiederherstellung des Straßenbelags verurteilt wird, wobei er doch längst in Kalifornien sein sollte, verbessert seine Laune nicht merklich. Nach anfänglichen gescheiterten Fluchtversuchen merkt Lightning plötzlich, dass die Bewohner von Radiator Springs, unter ihnen ein vertrottelter, rostiger Abschleppwagen namens Hook und eine attraktive Porsche-Dame namens Sally, ihm sehr viel mehr geben können als Pokale und Sponsoringverträge…

Keep rollin’, rollin’, rollin’, rollin’

Die Filme von Pixar hatten bislang immer Protagonisten, mit denen sich der Zuschauer auf Anhieb identifizieren konnte, egal, ob es eine todesmutige Cowboypuppe, ein glubschäugiges Monster oder ein übergewichtiger Superheld war. Bei Cars fällt diese Identifikation schwerer. Zwar wurde die Autofront kunstvoll zu einem Gesicht modelliert, bei dem die Windschutzscheibe als Augen und die Stoßstange als Mund dienen, aber wirklich lebendig sieht das trotzdem nicht aus. Ein weiteres Novum ist, dass man zum ersten Mal nicht hemmungslose Sympathie für die Hauptfigur entwickeln kann, da sie durch ihre anfängliche und spätere Art schlicht und ergreifend unsympathisch daherkommt. Dieses Mal retten es ganz eindeutig die Nebenfiguren wie der hysterische Abschleppwagen, der grummelige Rentner Doc Hudson oder der reifenverkaufende Ferrari-Verfechter Luigi. Ohne diese Sidekicks wäre Cars vermutlich kein so positiver Eindruck möglich gewesen. Die Geschichte kann in einem solchen Fall viel wieder wettmachen, was auch hier gelingt. Die Story des überheblichen, selbstverliebten Rennautos, das nach und nach durch Kontakt mit anderen, gutmütigen Charakteren erkennt, dass sein bisheriges Verhalten und Denken falsch war, ist gelungen. Wie für Pixar üblich, servieren sie dem Publikum nicht inhaltsloses Eye-Candy zum Vergessen, sondern zum Anregen und Nachdenken. Dass der Film dabei nicht zum cineastischen Moralzeigefinger wird, vereitelt der pointierte Humor, der wieder einmal nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene mühelos zum Lachen bringen wird. Motorsportfans werden sicher schnell erkennen, dass die deutsche Synchro-Fassung ein paar Leckerli für sie bereithält. Die Rollen des vierrädrigen Kommentatorenduos werden von den Formel 1-Experten Heiko Wasser und Christian Danner gesprochen, zudem haben Niki Lauda, Mika Häkkinen und sogar Michael Schumacher (als zweisprachiger, roter Ferrari) kleinere Sprechrollen übernommen. Dass diese jedoch besser Auto fahren können als Charaktere stimmlich gekonnt zum Leben zu erwecken, liegt dabei auf der Hand, stört jedoch nicht weiter.

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Screen 1
Screen 2
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Wertung: 8 von 10 von Roman Beele

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