Du bist nicht eingeloggt. | LOGIN / REGISTRIEREN und OHNE PopUps DUKATEN SAMMELN
CONTENT EINSENDEN

Test: Call of Juarez

Kommt nach GUN endlich wieder ein richtig guter Westernshooter?
 Call of Juarez
Während man mit SciFi-, zweiter Weltkriegs- und Spezialeinheiten-Shootern ganze Güterwaggons füllen kann, nehmen sich die (guten) Vertreter des Westerngenres eher rar aus. Spontan fallen mir da eigentlich nur GUN und mit Abstrichen Dead Mans Hand ein. Liegt es vielleicht daran, dass niemanden das Szenario interessiert? Oder ist vielleicht die etwas gewöhnungsbedürftige Waffenauswahl schuld? Es ist immerhin was anderes, mit einem vollautomatische Sturmgewehr in der Gegend rumzuballern als mit einem Revolver, der nach sechs Schuss nachgeladen werden muss. Das diese Art von Shooter allerdings durchaus Beachtung verdient hat, beweisen die Jungs von Techland die mit Call of Juarez einen Titel abliefern, den sich nicht nur Westernfans mal näher anschauen sollten.

Kill Billy vol. 1

Die Story des Spiels dreht sich um zwei ganz unterschiedliche Hauptpersonen. Da wäre zum einen der an sich herzensgute junge Abenteurer Billy (auch „die Kerze“ genannt), der allerdings immer das Pech hat, für die Vergehen anderer Leute den Kopf hinhalten zu müssen. Da Billy zudem ständig von seinem Stiefvater tyrannisiert wird (nur seine Mom hält noch zu ihm), beschließt er irgendwann von zu Hause abzuhauen und den legendären Goldschatz von Juarez zu suchen. Angeblich handelt es sich hierbei um das Lösegeld für Montezuma, der in der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan als Geisel von den Spaniern gefangengehalten wurde. Nach der Plünderung der Stadt ist der Schatz auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Man vermutet, dass er irgendwo bei der kleinen Grenzstadt Juarez begraben liegt. Die Legende besagt weiterhin, dass der Sonnengott Huitzilopochtli (beim 10. Versuch das auszusprechen hab ich entnervt aufgegeben) den Schatz mit einem Fluch belegt hat, der alle in den Wahnsinn treibt, die versuchen ihn zu finden.
Da kann man von Glück sagen, dass Billy bei der Suche nach dem Schatz erfolglos blieb. Nachdem er also lange Zeit durch die Lande gestreift ist, beschließt er einen Zwischenstopp zu Hause einzulegen um seine Mutter zu besuchen. Als er jedoch vor der Farm steht fallen plötzlich Schüsse...
Der andere spielbare Charakter ist Reverend Ray McCall. Einst ein gefürchteter Revolverheld, fristet er jetzt sein Dasein als Prediger im kleinen Kaff Hope. Das immer weniger Schäfchen den Weg zu seiner Messe finden, mag einerseits an seinem übertriebenen Fanatismus liegen. Andererseits ist Bibel-Ray aber auch so abgrundtief hässlich, dass selbst bibelfeste Christen bei seinem Anblick reihenweise vom Glauben abfallen.
Während einer seiner unheilsschwangeren Predigten stürmt eine entsetzte Frau in die Kirche. Auf der Farm seines Bruders fallen Schüsse! Der Bruder (man ahnt es bereits) ist natürlich Billys fieser Stiefvater. Als Ray bei der Farm ankommt findet er die beiden Bewohner abgeschlachtet vor der Scheune, an der mit großen roten Buchstaben „Call of Juarez“ geschrieben steht – und er sieht Billy, der erschrocken davon rennt. Für Bibel-Ray ist der Fall klar: Billy hat die beiden im Wahn ermordet. Also packt Ray seine beiden verstaubten Revolver aus um Billy zu zeigen was das Wort Selbstjustiz in der Praxis bedeutet. Von nun an hält er sich für die rechte Hand Gottes. Gesandt um all jene zu richten, die dem Bösen dienen.

Der Zusammenstoß der Spielprinzipien

Wie Call of Juarez sich spielt, hängt davon ab welchen der beiden Charaktere man grade verkörpert. Das wechselt sich immer ab. In der Rolle von Ray ist Call of Juarez ein (fast) konventioneller Egoshooter. Man ballert mit Revolvern (Ray kann sogar zwei gleichzeitig in Akimbomanier abfeuern), Schrotflinten und Gewehren ganze Banditenarmeen über den Haufen oder verwirrt sie alternativ mit apokalyptischen Zitaten aus der Bibel. Als Ersatz für Handgranaten müssen die altbekannten Dynamitstangen herhalten. Nett sind auch die öfters herumstehenden Ölfunzeln. An die richtige Stelle geworfen, lassen sich damit Brände entfachen, die die Gegner ganz schön in die Bredouille bringen können. Löschen lassen sich die Brände auch wieder indem man einen Eimer Wasser darüber auskippt - sofern man in der Nähe einen findet. Wenn alle Stricke reissen, kann man sich sogar einen Stuhl greifen und dem Gegner über den Kopf ziehen.
Die jeweiligen Missionsziele werden stets als Punkt auf einem Kompass angezeigt. Wirklich verlaufen kann man sich jedoch kaum: die Landschaften wirken zwar auf den ersten Blick weitläufig, sind aber in Wahrheit linear aufgebaut. Flüsse und Abgründe verhindern stets allzu weite Ausflüge abseits der vorgegebenen Wege. Hin und wieder muss Ray auch simpelste Physikrätsel lösen, die ein wenig an Half Life 2 erinnern. So muss z.B. eine Wippe auf einer Seite schwer genug beladen werden, damit man auf die andere Hälfte laufen kann ohne dass sie zurückwippt. Die Ähnlichkeit zu HL2 in der Beziehung geht sogar so weit, daß ein aufgehobener Gegenstand wie von Geisterhand getragen vor einem in der Luft rumschwebt. Wann werden es die Entwickler wohl hinkriegen, dass die Spielfigur Objekte oder auch Leitern mit ihren eigenen Händen greift?
Hin und wieder werden auch kleine gescriptete Geschicklichkeitstest eingestreut: in einer Szene z.B. wird Ray von mehreren Gangstern der Weg verstellt: Nun fangen von Links und Rechts zwei Fadenkreuze an über den Bildschirm zu wandern. Befindet sich ein Kreuz über einem Gegner, sollte man tunlichst abdrücken. Ballert man daneben, muss man danach die Feinde in herkömmlicher Manier erledigen. Diese Art von Zeitlupe wird Konzentrationsmodus genannt und lässt sich auch manuell auslösen. Nachdem der Konzentrationsmodus aktiv war, muss einige Zeit verstreichen, ehe man ihn wieder einsetzen kann.
Screen 1
Bei der Predigt eingepennt.
Screen 2
Nicht nur per Pedes geht es durch die hübschen Aussenareale.
Screen 3
Hardcoretrinker verteidigt sein Fass mit allen Mitteln.
Screen 4
Die Chromeengine zaubert tolle Landschaften wenn die Hardware stimmt.
Screen 5
Bevor Ray aus dem brennenden Knast flieht, gibt er den Banditen unten noch saures.

Ähnliche Tests


Child of Eden
81%

Red Orchestra 2
78%

Warhammer 40.000: Space Marine
73%

Resistance 3
86%

Call of Juarez: The Cartel
63%

Gears of War 3
90%

Werbung

Call of Juarez

Packshot
3D-Shooter
von Ubisoft, Techland
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCSeptember 2006
360Juni 2007

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
83 %
Test lesen
Magazine
82 %
Übersicht
Unsere Leser
85 %
Übersicht
Deine
70 %

Du bist nicht registriert/eingeloggt!

News zum Spiel

13.01.09
Alle
Call of Juarez: Bound in Blood angekündigt
12.10.07
PC
DirectX10-EnhancementPack für Call of Juarez
08.12.06
PC
Neue Multiplayer-Maps für Call of Juarez
13.10.06
PC
Mappack für Call of Juarez angekündigt - Offener Betatest
29.08.06
PC
Multiplayer-Demo zu Call of Juarez

Letzte Screens zum Spiel



 
Partner: 3DCenter
DVD-Spiel-Film.de
GamePilot
Konsolendealz
MMORPG
McMedia IE-Shop
PCGamesDatabase
PlayMore.de
Speedmaniacs
SpieleRadar.de
trickz.de
TweakPC
Xchar Games News


Die Verantwortung für die Inhalte der gelinkten Seiten liegt bei den jeweiligen Seitenbetreibern und wird nicht von GameCaptain übernommen!
Names, trademarks and copyrights are the property of the originating companies.

copyright 1999-2011 Maiwald & Benne GbR, Jörg Benne

182 1