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Test: ALFA: Antiterror
Antiterrorkampf auf russisch.
Man sieht häufig, dass das, was Menschen beschäftigt, sich oft in der Kunst und der Literatur widerspiegelt. Computerspiele machen da natürlich keine Ausnahme. So hält derzeit auch der „Terrorismus“ verstärkt Einzug auf den heimischen Festplatten. Dieses mal steigt Mist Land mit ALFA Antiterror im Rundenstrategiesektor ein. Es steht allerdings nicht der amerikanische Antiterrorkrieg auf dem Programm, sondern der russische.Der NeulingEin junger Leutnant der russischen Armee steht am „Anfang“ einer sehr viel versprechenden militärischen Laufbahn, denn ihm wird die Möglichkeit gegeben, sich zu einem Elitekämpfer der ALFA- Truppen fortzubilden. Das bedeutet eine extrem gute Ausbildung, noch bessere Waffen plus Ausrüstung... Einsätze in extrem bleihaltiger Luft sind garantiert!Anfangs muss er einige Einsätze alleine bestehen, später kämpft er aber auch mit bis zu sechzehn Genossen Seite an Seite. Seine Einsatzorte liegen unter anderem im Balkan, Georgien, Tschetschenien... oder Afghanistan. Manchmal in brütender Sommerhitze aber auch im eiskalten Winter. Bei den meisten Einsätzen sind die Missionsziele Variationen der folgenden fünf Punkte: Vernichtung des Feindes, befreien und evakuieren, Stellung halten, bestimmte Positionen mit möglichst wenigen Verlusten erreichen sowie Hilfestellung. Das ist zwar schnell auf das Papier geschrieben, aber die Umsetzung in der „Realität“ alles andere als einfach. Natürlich braucht man nicht nur alleine gegen den Computer zu spielen, sondern kann dies auch mit insgesamt sechs Leuten über das Internet, Netzwerk, an einem PC mit HotSeat oder via E-Mail. Missionsziele im Multiplayer sind (Team-)Deathmatch, Assault, Domination sowie “Team vs PC”. Bei Assault heißt das Motto alle auf einen. Im Domination-Modus geht es darum, bestimmte Punkte zu erobern und diese gegen die anderen Spieler zu verteidigen. “Team vs PC” ermöglicht es, die Kampagnen-Missionen gemeinsam zu erleben. Im Anschluss an eine Mission bekommt man eine bestimmte Menge Kommandopunkte, mit denen die Fertigkeiten der Soldaten verbessert werden können, beispielsweise besser schießen oder sich Tarnen. Der Betrag auf dem Punktekonto am Ende einer Mission ist davon abhängig, wie man sich während des Auftrages verhalten hat. Positiv wirken sich getötete Feinde aus, negativ hingegen häufiges Speichern oder eigene Verluste. Combat MissionDer Spielablauf von ALFA Antiterror erinnert sehr stark an den der Combat Mission- Reihe, was zumindest eingefleischten Rundenstrategiefans etwas sagen sollte. Beide Spiele haben den zweigeteilten Rundenablauf gemeinsam.Vor dem Missionsstart muss man allerdings durch die Planungsphase. Hier wird das Team aus verschiedenen Soldaten zusammengestellt und anschließend mit allem bepackt, was die russischen Waffenkammern hergeben. Im ersten Teil der Runde hat der Spieler beliebig viel Zeit, um bei seinen Soldaten Befehle beziehungsweise Befehlsfolgen zu erteilen. Unter anderem wären da laufen, kriechen, beobachten... Im zweiten Teil der Runde kann man sich gemütlich zurücklehnen und sich einen „Actionfilm“ anschauen. Hier bewegen sich die Truppen zwanzig Sekunden in Echtzeit und erledigen nach Möglichkeit die ihnen aufgetragenen Befehle nach bestem Wissen und Gewissen. Unter Beschuss führen die Soldaten aber schon mal „Plan B“ aus. Diese zwanzig Sekunden können beliebig oft und aus jedem Blickwinkel betrachtet werden. Erst danach geht es in die nächste Runde. Damit der Spielfluss bei den Netzwerkspielen an Geschwindigkeit gewinnt, ist die Befehlsphase auf maximal dreißig Sekunden begrenzt und der „Film“ kann auch nur einmal angeschaut werden. Die Kamera schwenkt während des Filmes automatisch auf die wichtigsten Ereignisse. WerkstattDie Grafikengine von ALFA Antiterror ist leider nicht auf dem neuesten Stand, aber dennoch noch weit davon entfernt, als schlecht bezeichnet werden zu können. Neue Vertex- oder Pixelshadereffekte sind - wenn überhaupt - nur sehr selten zu finden. Dafür unterstützt aber das, was die Grafikengine bietet, vorzüglich das Spiel. Hier sind beispielsweise Soldaten, die einen Tarnanzug tragen und in hohem Gras liegen nur schwer auszumachen.Aber nicht die Grafik ist das eigentliche Highlight, sondern das, was die Spiellogik ermöglicht. Alle Hindernisse (wie Holzwände, Mauern, Bäume usw.) weisen eine unterschiedliche Festigkeit auf und können eventuell durchschossen werden um einen dahinter befindlichen Feind zu treffen. Auch können Querschläger ein fester Bestandteil der jeweiligen Taktik sein. Darüber hinaus kann ich den Computergegner auch nur loben. Computersoldaten kreisen zum Beispiel die eigene Truppe gut ein, oder Scharfschützen postieren sich an gemeinen Positionen. Einige der Wehrmutstropfen sind ein extrem hoher Schwierigkeitsgrad (der manches mal sehr demotivierend ist) und ein durch die Spielregeln aufgestelltes Verbot, die Ausrüstung von Feinden zu benutzen. |
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