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Test: Undercover – Operation Wintersonne

Ein Wissenschaftler ist auserkoren die Welt zu retten. Ist dieser Einsatz lohnenswert?
 Undercover – Operation Wintersonne
Im August gab es bereits eine sehr vielversprechende Preview-Version von Undercover – Operation Wintersonne aus dem Hause dtp. Trotz vieler positiver Aspekte, gab es einige Kleinigkeiten zu bemängeln. Laut Entwickler wurden sämtliche Unstimmigkeiten des Adventures beseitigt und vieles verbessert. Schaun mer mal...

Ein Professor an der Front

Die Geschichte beginnt mit einer Übergabe geheimer Dokumente an die Briten in einer Bar mitten in Berlin und zwar im Jahre 1943. Der britische Geheimdienst MI6 fordert einen Wissenschaftler an, um die Akten zu sichten und auszuwerten. Dieser Professor ist kein geringerer als John Russell, ein Experte auf dem Gebiet der Physik und zufällig der Hauptdarsteller des Spiels. Ihm ist sofort klar, dass es sich bei den Schriftstücken um Pläne zum Bau einer Massenvernichtungswaffe handelt und diese nicht vollständig sind. Das Terrorregime der Nazis will damit den Krieg zu seinen Gunsten beenden und das gilt es zu verhindern. Widerwillig stimmt John zu, mit einem Agenten direkt nach Berlin zu reisen, um dort die kompletten Pläne zu finden. Mit ein wenig Denkarbeit sind diese schnell gefunden und die Welt atmet für einen kurzen Moment auf. Die Waffe ist nicht einsatzfähig, was Dr. Russell sofort erkennt.
Leider weiß das auch ein hochdekorierter General der Wehrmacht und der handelt ohne Befehl des Führers. Russell wird von ihm in eine Falle gelockt und gezwungen, die Pläne zu bearbeiten und sämtliche Fehler auszubügeln. Kurz nachdem seine Arbeiten beendet sind, entkommt John durch eine Prise Zufall, gemischt mit jeder Menge Glück. Die Bombe ist fast einsatzbereit, die Welt steht kurz vor dem Abgrund und der schusselige Professor ist ganz auf sich allein gestellt. Ohne die Hilfe der Agenten des MI6 macht er sich also an die Arbeit die Menschheit zu retten und ist von der Idee alles andere als begeistert, doch es gibt Dinge die einfach getan werden müssen, egal von wem.

Ein Mann wächst über sich hinaus

John Russell ist kein Held und will es auch gar nicht sein bzw. werden. Zu Beginn wird er mehr oder weniger gezwungen bei der Sache mitzumachen. Im weiteren Spielverlauf ändern sich sein Ansichten jedoch und er traut sich selber immer mehr zu. Das macht den Charakter äußerst sympathisch und durch seine schusselige Art, wird die ansonsten ernste Thematik regelmäßig aufgelockert. Für gute Unterhaltung sorgen auch die Diskussionen mit der weiblichen Agentin Anne Taylor, die im Verlaufe des Spiels in Russels Leben tritt. Dabei kommt die eigentliche Handlung schnell in Fahrt und ein hoher Spannungsbogen wird bis zum Ende konstant gehalten. Normalsterbliche sollten mindestens für fünfzehn Stunden unterhalten werden, was für ein Adventure durchaus in Ordnung geht.
Von der Spielweise her, gibt sich Undercover absolut klassisch. Man sieht die Spielfigur aus verschiedenen, festen Kamerawinkeln, die sich je nach Location verändern. Die Ansichten sind dabei sehr gut gewählt, so dass nie etwas Wichtiges übersehen werden kann oder einfach mal ausgeblendet wird, wie es vor kurzem noch beim Eulemberg Experiment der Fall war. Per Tastendruck kann man sich nicht nur die Ausgänge eines Bildschirmes anzeigen lassen, sondern auch sämtliche Utensilien, die man entweder betrachten, nutzen oder einstecken kann. Ein ähnliches Feature gab es bereits in der Geheimakte Tunguska und hat dort schon gezeigt, wie sinnvoll solch eine Funktion ist. Lästiges, millimetergenaues Absuchen eines Raumes wird damit im Keim erstickt und erfreut das Herz eines jeden Genre-Anhängers.

Problem erkannt und behoben

Das eben genannte Feature gab es in der Preview-Fassung noch nicht und somit haben die Entwickler zumindest einen Teil ihres Versprechens eingehalten, was aber noch nicht alles ist. In der Vorabversion musste man an einigen Stellen Kisten oder ähnliches mehrmals durchwühlen, bevor man alle Gegenstände sein Eigen nennen durfte. Das gehört nun glücklicherweise auch der Vergangenheit an. Ein Mausklick genügt und alles Brauchbare wandert in die Taschen des Professors.
Die restliche Steuerung geht ebenfalls leicht von der Hand und gibt sich so klassisch wie das eigentliche Spiel. Mit der linken Taste des elektronischen Nagers kann man Gegenstände untersuchen, mit der rechten wandert alles Wichtige ins Inventar. Dieses befindet sich am unteren Bildschirmrand und öffnet sich, wenn man sich mit dem Cursor nähert. Per Doppelklick legt der kluge Kopf einen Zahn zu und sprintet durch die Umgebung. Eine weitere zweifache Betätigung in Richtung Ausgang und schon ist man einen Raum weiter.
Screen 1
Säure öffnet jedes Türschloss
Screen 2
Die Hilfefunktion im Einsatz
Screen 3
Es darf auch mal gepuzzelt werden
Screen 4
Anne Taylor bringt Johns Leben gehörig durcheinander

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Undercover – Operation Wintersonne

Packshot
Klassisches Adventure
von dtp
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCSeptember 2006

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