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Test: Evochron: Alliance

Neuerliches Game-Recycling von The Games Company, oder realistische Weltraumkampf- und -handelssimulation!?
 Evochron: Alliance
The Games Company (TGC) fiel bislang durch mehr oder minder schwaches Alt-Game Recycling auf. Bei Evochron verhält es sich da ein bisschen anders. Die Weltraumsimulation vom Independent Entwickler "Starwraith 3D Games" ist gerade mal seit einem Jahr online erhältlich und hat nun mit TGC einen Publisher gefunden, der das Spiel in den deutschen Handel bringt. Das Spiel gesellt sich zur Gattung der freien Handels- und Kampfsimulationen a la Elite, die sich hierzulande großer Beliebtheit erfreuen.

Wenig Tiefgang

Das Szenario ist so simpel, dass man kaum drüber nachdenken möchte. Die Menschheit wird von den Vonari bedroht (wer auch immer die sein mögen) und deshalb wurden nun schlagartig aus Wissenschaftlern Krieger und aus Forschungsschiffen Kampfeinheiten. Als Söldner steckt der Spieler mittendrin und das war's auch schon. Alles in allem sehr platt und ohne Identifikationspotenzial. Gut, Elitefreaks mögen behaupten, dass man auch nicht mehr braucht um glücklich zu sein, aber ich denke das Gros der Spielergemeinde wird da höhere Ansprüche haben.
Es gibt mehrere Modi, in denen man spielen kann - freies Spiel, Kampagne, und Multiplayer. Interessant dabei ist, dass man alles mit dem gleichen Profil angeht, das wiederum quasi als Highscore online gestellt werden kann. Durch das eine Profil wird alles, was man im entsprechenden Modus erreicht auch in den anderen verfügbar.

Allein gegen Alle

Im freien Spiel ist man tatsächlich völlig frei und man kann nach Belieben durch die Systeme gondeln, sofern der Treibstoff ausreicht. Da unser Raumfahrzeug schluckt wie eine Schnapsdrossel und Sprit teuer ist, benötigt man schon bald Profitquellen. Dank Tutorial bekommt man auch den einen oder anderen Tipp, wie man sich schnell ein paar Credits besorgen kann, um sich einen Traktorstrahl zu besorgen, mit dem man einer sicheren Einnahmequelle nachgehen kann – dem Bergbau. So absurd sich das anhört, so einfach gestaltet es sich auch. Einfach eins der Asteroidenfelder anfliegen, die man überall findet, mit dem Traktorstrahl draufhalten und schon füllt sich der Frachtraum mit mehr oder weniger wertvollem Abbaumaterial.
Handeln kann man auf verschiedenste Weise. Nahe Raumschiffe können den Spieler z.B. zum Handel auffordern, oder umgekehrt. Außerdem gibt es Raumstationen und Planetenbasen, an die man andocken kann. Dort hat man auch die Möglichkeit zu tanken, Reparaturen durchzuführen und neue Schiffe zu kaufen. Es gibt zwar nur eine Handvoll Schiffstypen, aber dafür darf man sich die Bordsysteme bzw. Kapazitäten selber zusammenstellen.
Weiterhin können dort Zufallsmissionen angenommen werden. Diese sind allerdings nicht sehr abwechslungsreich, beschränken sie sich doch auf "zerstöre alle Feinde" und "bringe Fracht nach XY" Szenarien.

Profilneurose

Der Kampagnenmodus unterscheidet sich stark vom freien Spiel. Dort arbeitet man einzelne Missionen nacheinander ab. Die Handelskomponente und das freie Bewegen durch die Systeme entfällt dabei. Die Kampagnenmissionen an sich geben auch nicht viel mehr her, als die Zufallsmissionen im freien Spiel. Wesentlichster Unterschied ist wohl das gesprochene Briefing, das auch die sogenannte "Story" weiterführt. Wenn man an die Grenzen seiner Waffen, Systeme, oder was auch immer stößt, kann man jederzeit die Kampagne verlassen und sein Profil im freien Spiel auf einen Stand bringen, welcher der Kampagne zuträglich ist.
Im Multiplayer kann man quasi das freie Spiel mit bis zu 24 Spielern bestreiten. Es gibt ein paar Features für die Interaktion mit anderen Spielern, aber mal abgesehen von interessanteren Duellen, oder Aktionen im Team, ist das genauso trostlos, wie der Einzelspielermodus.

Trägheitsdämpfer aus

Interessant ist die halbwegs realistische Steuerung des Spiels. Ähnlich wie bei I-War verhalten sich die Raumschiffe physikalisch relativ korrekt. Mangels Atmosphäre bewegen sich die Raumschiffe solange in die Richtung, in der sie beschleunigt wurden, bis sie genauso stark gebremst, bzw. in die Gegenrichtung beschleunigt wurden.
Screen 1
Ziel erfasst
Screen 2
So sehen wir von aussen aus!
Screen 3
Anflug auf planetare Basis

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Evochron: Alliance

Packshot
Weltraum-Simulation
von The Games Company
USK-Freigabe ab 6 Jahren
PCSeptember 2006

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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