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Test: Flight Simulator X
Der zehnte Flight Simulator ist gelandet. Besser denn je oder doch eher eine Bruchlandung?
Lang ist die Geschichte des Flight Simulators, sie geht zurück auf eine Ära, wo Dreiecke noch Bäume darstellten und Flugzeuge fast nur erahnt werden konnten. Jetzt geht die Flugsimulation schon in die zehnte Runde und sie verspricht einiges Neues, bessere Grafik und noch mehr Realismus. Frankfurt - New York? Kein ProblemDie Überschrift sagt es bereits, Realismus wird auch im neuesten Teil der wohl bekanntesten und ältesten Spieleserie groß geschrieben. Wer möchte, kann den 11 Stunden Flug in Echtzeit nachfliegen. Oder wie wäre es mit einem Flug um die ganze Welt?Keine Kampagnen, keine Missionen, keine Geschichten, nur reines Fliegen mit lizenzierten Modellen, so kannten wir den Flight Simulator. Dieses Mal ist das aber anders, denn je nach Version - ob Standard oder die 15 EUR teurere Professional-Version – gibt es 30 oder 50 Einsätze, bei dem der Hobbypilot verschiedenste Situationen bewältigen muss. Auch die Einführungsmissionen, die die Fluggrundlagen erklären, fallen darunter. Vom Linienflug Rom - Neapel über eine Suchaktion im Bermuda Dreieck oder dem schwierigen Anflug auf den Flughafen Quito in Ecuador bis hin zu spaßigen Missionen, in denen man starre oder bewegte Ziele mit Mehlbomben bewerfen muss, findet man einiges Interessantes im Flight Simulator X. Das ist aber nicht alles, auch das Segelfliegen und das Rennfliegen - das Red Bull Air Race lässt grüßen - kommen nicht zu kurz. Für jeden erfüllten Einsatz erhält man eine Auszeichnung, die allerdings nur den eigenen Fortschritt dokumentiert. Kaufen kann man sich damit jedenfalls nichts. Wie üblich, darf man aber auch wieder frei herum fliegen, im Gegensatz zu den Einsätzen kann man hier allerdings Abflugs- und Zielflughafen, sowie Uhrzeit und Wetter wieder selbst bestimmen. Hierbei hat man die freie Wahl aus ca. 24.000 Flughäfen, wobei die meisten eher standardisiert sind und nur größere wie Paris, Berlin, New York usw. detailliert nachempfunden wurden. In der Pro-Version gibt es fünf zusätzlivche Flughäfen, die ihrem Original entsprechen. Aber nicht nur die Flughäfen dieser Städte wurden umgesetzt, auch die Städte selbst. Wie wäre es mit einem Flug über das Lichtermeer von Las Vegas in der Abenddämmerung oder ein Besuch der Pyramiden oder der Niagarafälle? Auch das Wetter bietet enorme Einstellungsmöglichkeiten, je nach Wunsch darf man bei schönem Wetter, bei Regen, Nebel oder Sturm fliegen. Wem das aber nicht reicht, der kann das Wetter dynamisch berechnen lassen und wem das immer noch nicht genug ist, der darf sogar ein statisches Wetterabbild herunterladen bzw. alle 15 min aktualisieren lassen. Realismus pur also. Natürlich darf man auch seinen Flieger wählen. Hier stehen 18 in der Standard- und 24 in der Pro-Version zur Verfügung. Von der Cessna über DC-3 und Learjet bis hin zu 737 und 747 kann man viele der bekannten zivilen Flugzeuge steuern. Dagegen ist die Auswahl an Helikoptern eher mager, nur zwei kleine Helis haben es ins Spiel geschafft. Noch viel Raum für Erweiterungen also, die es sicherlich auch diesmal in großer Menge geben wird. Das einzig schlechte im Freiflug ist allerdings der Flugverkehr. Zwar fahren auf Straßen einige Fahrzeuge umher, ein paar Tiere tummeln sich in der Savanne Afrikas und auf den Meeren kann man auch mal einen Tanker, Kreuzfahrtdampfer oder einen Flugzeugträger entdecken - eine Landung gefällig? -, in den Genuss von Warteschleifen kommt man allerdings nicht, denn andere Flugzeuge sieht man höchstens am Boden. Entsprechende Add-Ons helfen da aber schon jetzt weiter. Viele vom Flight Simulator 2004 sind nämlich auch im FSX spielbar. Hat man sich alleine ausgetobt, darf man auch über GameSpy mit Hobbypiloten auf der ganzen Welt spielen. Dabei können die Spieler allein oder mit zwei anderen Spielern ein Cockpit besetzen, „Shared Cockpit“ heißt dieses neue Konzept. Alles ist das aber auch nicht, denn im Tower können ebenfalls echte Menschen sitzen und Fluglotse spiele, allerdings nur in der Pro-Variante. Die Kommunikation läuft bequem per Voice-Over-IP oder traditionell per Chat. Der Multiplayer-Modus gehört damit auch zu den Highlights des Spiels. Und noch mehr RealismusIm Cockpit angelangt, sieht man sich als Anfänger einem großen Problem gegenüber. Wofür sind die vielen Knöpfe? In diesem Fall sollte man es nicht gleich mit einem Passagierjet probieren. Der FSX bietet extra für Anfänger ein Ultraleichtflugzeug, das mit der minimalen Instrumentenausstattung auskommt. Geschwindigkeit, Höhe, Umdrehungen des Motors, Sprit, Kompass. Damit lernt jeder in wenigen Stunden (< 2) die Grundlagen des Fliegens und kann dann schon mal mit einer Cessna oder ähnlichem fliegen. Es ist wirklich beachtlich mit welchem Detail jedes einzelne Cockpit umgesetzt worden ist. Selbst die Lichter für das „Nicht-Rauchen“-Zeichen oder das Feuerlöschsystem kann man bzw. muss man bedienen. Fast alle Knöpfe können bedient werden. Auch die restlichen Systeme, wie Autopilot, das Kommunikationssystem oder GPS wurden detailliert umgesetzt. Letzteres sogar so realistisch, dass man sich - nach Aussagen von Microsoft - die teure Ausbildung am echten GPS stecken lassen kann. Dazu gibt es im Spiel einen extra Bereich, in dem einige nützliche und informative Artikel über die Flugzeuge, das Fliegen, Navigation oder die Computersysteme zu finden sind. |
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