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Test: Dark Messiah of Might&Magic
Might & Magic als Actionspiel. Der letzte Versuch war mies, klappt es diesmal dank Source-Engine?
Computerspiele, die unter der Marke „Might and Magic“ veröffentlicht werden, erwecken bei allen Fantasy- und Rollenspielliebhabern zumindest dezente Neugier. Schließlich begleiteten uns die strategischen Heroes of Might and Magic und die altehrwürdige Rollenspielserie Might and Magic durch die ganze Homecomputergeschichte, ergänzt durch einige halbgare Experimente im Ego-Shooterbereich a la Crusaders of Might and Magic . Die Ergebnisse waren durchaus nicht immer zufriedenstellend, besonders das langsame Ausbluten der Rollenspielserie hat schon sehr wehgetan. Dark Messiah of Might and Magic kümmert sich nun nicht um diese Altlasten, sondern tritt an - unterstützt von der potenten Half-Life 2 -Engine, um dem Fantasy Genre endlich einen Action-Klopper mit Format zu spendieren. Also schlüpfen wir in unsere strahlende Rüstung, greifen uns das Schwert mit der extrabreiten Blutrinne und lassen die Fingerknöchel knacken. Auf dem laut scheppernden Weg nach draußen treten wir noch einmal frohgemut nach dem Hund, dem Mistvieh, und schreiten Testosteron versprühend der blutigen Abendsonne entgegen.Alte Geschichten und olle KamellenMoooment! Vor dem Drauflosprügeln haben die Fantasy-Götter die geheimnisvolle, abenteuerliche und spannende Hintergrundgeschichte gesetzt. So die Art von Erzählung, bei der uns wohlige Schauer über den Rücken laufen, die uns heiß macht und mit den Hufen scharren lässt, zu der wir frohlockend rufen: „Jaaahhhaahhaaa- ich komm Euch holen, ihr Mißgeburten, wartet nur, Raaaaaahhh....“. Oder so ähnlich. Nun, ähm, also diese Art von Geschichte bietet DM (DM?, DM? Dungeon Master?, Drogeriemarkt?, Euro? Hihihi) nun nicht wirklich. Man bewegt sich zwar im Universum des letzten Heroes of Might and Magic, dennoch vermag die Saga um die x-ten Kriege zwischen - ich zitiere - Männern, Elfen, Zwergen und ihren Verbündeten.... gegen die Horden der Dämonen mir bestenfalls ein müdes Lächeln abzuringen. Die Frauen waren übrigens gerade beschäftigt, mit Kochen wahrscheinlich, Orksuppe womöglich.Was auch immer, heute steht der gute Sareth, wohlbekannt aus HoMM 5 auf dem Prüfstand. Sein Ziehvater und Lehrer Phenrig schickt ihn in die weite Welt hinaus, genauer gesagt nach Steinheim, um einem befreundeten Zauberer bei der Suche nach dem legendären Schädel des siebten Drachen zu unterstützen. Dieser Schädel, der einst die Schultern des Erzzauberers Sar-Elam zierte, ist der Schlüssel für das von ihm errichtete magische Gefängnis, in dem die rachsüchtigen Dämonen megaböse Pläne schmieden. Phenrig, ganz fürsorglicher Pädagoge, gibt uns noch die teuflisch verführerische Sukkubi Xana mit auf die Reise, die einmal in Sareths Körper geschlüpft, ihn fortan mit mehr oder weniger hilfreichen Kommentaren begleitet. Nachdem Sareth das etwas müde Tutorial überstanden hat, geht's klipperdiklapp auf dem Pferd durchs Land vor die Tore Steinheims und JETZT beginnt die Handlung richtig. Hier steppt der ZyklopKaum hat Sareth sein Empfehlungsschreiben der Torwache übergeben, erklingt ein Signalhorn, lautes Gebrüll, die Stadt wird von einem Amok laufenden Zyklopen angegriffen. Ein herabstürzendes Mauerstück wirft uns vom Pferd und ohne die hilfreiche Hand eines Wachsoldaten wäre das Abenteuer hier sicherlich schon zu Ende. In diesen ersten Minuten fliehen wir vor dem Riesenvieh, klettern durch eine zusammenfallende Scheune, schwingen uns über den Burggraben und klemmen uns schließlich nach Anweisung durch einen Wachsoldaten hinter eine Ballista und nehmen den Riesen unter Beschuss. Mr. Einauge geht in die Knie und bekommt von einer herbeigeeilten Stadtwache den Rest. Jubel, Trubel, Heiterkeit - die ersten Erfahrungspunkte gehören uns und werden sofort im Talentbaum investiert. Im Solospiel stehen mit Krieger, Magier und Assassine drei levelbare Grundcharaktere zur Verfügung, wobei die Grenzen durchlässig sind. Es ist zwar sinnvoll sich zu spezialisieren, aber die ein oder andere Fertigkeit aus den anderen Disziplinen ist schon nützlich (Heilzauber, Heilzauber, Heilzauber...). Sareth hält sich nicht weiter mit Feiern auf, verlässt die Festungsmauern und betritt die Straßen Steinheims um sein Ziel, den Zauberer Menelag zu finden.Natürlich bleibt so ein Provinztrottel in der großen Stadt nicht lang allein und Fass mich an!!Und zu sehen und staunen gibt es reichlich. Neben der zumeist beeindruckend schönen und detaillierten Grafik mit ihren großartigen athmosphäreschaffenden Lichtspielereien, ist es die grandiose physikalische „Realität“, die die Szenen und Level erst wirklich zum Leben erweckt. Alles mögliche Inventar kann manipuliert und benutzt werden. Fässer, Steine, Kisten nimmt Sareth auf und pfeffert oder tritt das Zeugs durch die Gegend, vorzugsweise in angreifende Gegnerscharen. Viele Aufbauten haben „Sollbruchstellen“, da reicht ein Schwertstreich zur rechten Zeit um Gegner unter dem zusammenbrechenden Gerümpel zu begraben oder ihnen den morschen Boden unter den Füßen wegzuziehen. Durchtrennte Seile und Ketten lösen Fallen aus oder bringen die Handlung ins rollen bzw. schwingen... Sehr nett auch die Möglichkeit des Schwertschmiedens. |
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