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Test: El Matador

Der Stierkämpfer ist da. Top, oder doch eher ein rotes Tuch für Spieler?
 El Matador
Ach, es hätte so schön werden können. Mal wieder. Während Nicht-Gamer beim Namen El Matador erstmal an Stierkämpfer denken, haben Gamer schon ein anderes Bild im Kopf. Eines von brachialer Action im Stile von Max Payne 2Weitere Infos, gepaart mit Südsee- und Kolumbienflair. All das bietet das Neueste und zugleich auch letzte Werk von Plastic Reality (die inzwischen ihre Pforten schließen mussten) auch. Warum speziell die deutsche Version aber die Erwartungen leider nicht erfüllen kann, möchte ich im folgenden erklären. Getestet wurde die Collectors Edition mit dem neuesten Patch 1.15 der einige Script-Ungereimtheiten und Probleme mit dem Kopierschutz behebt.

Doppelagenten sind im Moment in

El Matador ist ein reinrassiges Actionspiel in der 3rd-Person Perspektive und z.B. mit Max Payne vergleichbar. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Viktor Corbet, der im Laufe des Spiels den Spitznamen „El Matador“ aufgedrückt bekommt. Viktor ist Beamter bei der DEA (amiländische Anti-Drogen-Behörde) und augenscheinlich einer von den guten Jungs. In Wahrheit ist Mr. Corbet aber auch eine üble Gangstersocke, die nebenbei noch als Doppelagent für das kolumbianische Drogenkartell arbeitet. So hat die Drogenmafia nämlich einen Mann direkt an der Quelle, der dann unter dem Deckmantel des Gesetzes ungeliebte Konkurrenz für sie aus dem Weg räumen kann.
Nun ist mal wieder ein Zeitpunkt gekommen, an dem Viktors Fähigkeiten gefragt sind. Bei einer Razzia im Nachtclub Barracuda soll Viktor den Drogendealer und Kidnapper Alberto Marica festnehmen, da dieser wichtige Informationen über ein bald stattfindendes, geheimes Treffen des La Valedora-Kartells in Kolumbien haben soll. Wie sich herausstellt, soll in Kürze der größte Koksschmuggel aller Zeiten in Richtung USA durchgezogen werden.
Mehr möchte ich von der Story nicht verraten um nicht allzu weit vorzugreifen. Allerdings hat die wohl eh nur die Alibifunktion, die einzelnen Schauplätze halbwegs sinnvoll zu verbinden. Zwar gibt es kurz vor Schluss noch eine unerwartete Wendung in der Storyline, die Erzähltiefe eines Max Payne 2 erreicht El Matador aber nie, auch wenn mich das Ende zugegebenermaßen doch etwas überrascht hat.

Spielmechanik

Das Spiel besteht aus insgesamt sieben Kapiteln und dem Tutorial, was etwa eine Spielzeit von 6-7 Stunden ergibt. Das ist nicht unbedingt umfangreich für ein Vollpreisspiel. Die Kapitel sind in je zwei bis drei Level unterteilt die zwar linear, aber auch schön abwechslungsreich aufgebaut sind. Neben dem Nachtclub ballert man sich u.a. durch ein Luxushotel, ein verfallenes Krankenhaus, einen Containerhafen, eine Kirche, eine Luxusvilla und den kolumbianischen Dschungel.
Zudem sind die Schauplätze mit allerlei Details ausgeschmückt. Überall steht mehr oder weniger nutzloses Zeug herum (Bierkästen, Fässer, Kartons usw), das sich dank der Physikengine durch die Gegend schieben oder wegschiessen lässt. Ein paar Ungereimtheiten trüben zwar diese Spielereien, wie z.B. Glasflaschen die sich selbst durch Beschuss nicht zerstören lassen oder besiegte Gegner, die dank des Ragdollsystems in aberwitzigen Stellungen liegen bleiben, aber speziell letzteres ist ein generelles Problem des Ragdoll-effekts.
Der Spieler muss nun ausnahmslos nichts anderes machen als sich in den Levels von A nach B zu bewegen und auftauchende Gegner (Mafiosi, Söldner usw) zu bekämpfen, die meistens erst beim Überschreiten unsichtbarer Wegpunkte aus ihren Verstecken stürmen. Lauernde Gegner aus sicherer Entfernung schon vorher umzunieten, klappt bei El Matador nur selten. Run & Gun ist hier die Devise.
Neben den normalen 08/15-Feinden gibt es noch ein paar stationäre Selbstschussanlagen und Endgegner wie z.B. einen Kampfhubschrauber, der vom Spieler mittels Panzerfaust verschrottet werden darf. Der ist dann aber auch das einzige Highlight in der Kategorie. Die anderen Endgegner sind ansonsten menschlicher Natur und zeichnen sich eigentlich nur dadurch aus, dass sie mehr einstecken können als die Normalos.
An Waffen haben die Entwickler fast alles ins Spiel gepackt was in eine zünftige Ballerorgie gehört: AK47, M16, Scharfschützengewehr, diverse Pistolen, Granaten, Schrotgewehre und und und. Es ist wirklich alles da. Ja, man kann sogar mittels Querschläger Gegner um Ecken treffen. Das man dieses Feature in der Praxis nie braucht ist wieder eine andere Geschichte.
Screen 1
Auf diesem Schiff steigt der große Showdown.
Screen 2
Das Tutorial
Screen 3
In El Matador ist man nur ausnahmsweise Nachts unterwegs.
Screen 4
Klarer Fall - zu viel Red Bull.
Screen 5
Ragdoll ist schon ne super Sache.

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El Matador

Packshot
3D-Shooter
von Cenega, Frogster Interactive
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCOktober 2006

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will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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