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Test: Alarm für Cobra 11 - Nitro
Cobra 11 meets World Racing.
Auch dieses Jahr beehrt uns RTL Playtainment mit einer Versoftung der durchaus erfolgreichen RTL-Action-Serie Alarm für Cobra 11 namens Alarm für Cobra 11 – Nitro. Und nach den Flops der Vergangenheit hat man sich diesmal mit Synetic (u.a. World Racing ) auch gleich ein kompetentes Entwicklertean in Sachen Rennspiele ins Boot geholt. Bringt das was?Alarm für World Racing 11Das erste was gleich positiv auffällt, ist die ansehnliche Grafik. Kein Wunder, stammt das technische Grundgerüst doch von World Racing 2 . So haben die Wagen schicke Glanzeffekte auf dem Lack und sehen detailliert animiert aus. Auch das gute Schadensmodell, mit klappernden Türen, herumbaumelnden Außenspiegeln oder wegfliegenden Motorhauben kann gefallen. Kommt es zu einem der häufigen kleinen Unfälle, gehen die Wagen schon bei leichten Berührungen - wie in der TV-Serie - sofort in Flammen auf. Die Effekte dafür sehen ziemlich durchschnittlich aus, was man sich auch nochmal in einer automatischen Sofortwiederholung für die spektakulärsten Crashs anschauen kann. Die Landschaften sind mit einigen, allerdings allesamt starren Details gespickt. So stehen Kühe auf den Weiden an der Autobahn oder warten 2D-Pappfußgänger darauf in der Stadt umgefahren zu werden. Trotz Weitsicht wird man durch die starren und unüberwindbaren Streckenbegrenzungen nicht nur auf der Autobahn ständig vom Gefühl begleitet, in einem Streckenschlauch zu fahren. Letzteres tut man mit einem bunten Fuhrpark von Fantasiefahrzeugen. Audi, Porsche oder BMW sind dabei aber auch ohne ihre Firmenlogos noch als solche zu erkennen. Einzig von Seat wurden zwei Fahrzeuge lizenziert, die man in zwei Boniaufgaben fahren kann. Doch auch per Krankenwagen, Bus oder mit einem Tanklaster macht man die Autobahn unsicher. Tom und Semir auf SpeedUnsicher? Stop, eigentlich besteht unsere Aufgabe in der Kampagne ja darin, die Straßen sicherer zu machen. In mehr als 20 zusammenhanglosen Missionen (plus Bonusmissionen) rast man daher auf der Autobahn, der Landstraße oder der Stadt hinter Verkehrssündern her. Im Gros der Missionen geht es meist darum, auf einer festen Strecke innerhalb eines Zeitlimits Raser einzuholen und vor ihnen ins Ziel(?) zu kommen. Weiterhin muss man Geisterfahrer stoppen oder Amokfahrer ausbremsen. Dabei darf man die Bösewichter auch gern rammen bis ihre Wagen entzwei gehen. Die jeweiligen Wagen des Spielers sind dagegen extra verstärkt und halten mehrere Crachs locker aus. Außerdem darf man noch Nitro einsetzen um die Verbrecher noch schneller zu stellen. Das rasen, rammen und blockieren wird aber leider viel zu schnell eintönig und langweilig, auch weil es auf den immer selben Autobahnabschnitten oder Stadt- und Landrouten stattfindet.Einige wenige Missionen sind allerdings auch richtig gut inszeniert. So soll man etwa einen herrenlosen Transporter während der Fahrt auf der Autobahn übernehmen. Dabei muss man eine bestimmte Zeit auf gleicher Höhe bleiben und das bei regem dreispurigen Autobahnverkehr mit plötzlich auftauchenden, engen Baustellen. Ein anderes mal steuert man einen Reisebus wie im Film Speed, der eine gewissen Geschwindigkeit auf einer gut befahrenen Autobahn halten muss. Ansonsten geht die an Bord befindliche Bombe samt Bus in die Luft. Kopf aus und VollgasVier Schwierigkeitsstufen stehen zur Auswahl. Dauer-TV-Gucker und damit meist Gelegenheitszocker werden das Spiel auf Stufe leicht innerhalb weniger Stunden bereits durch haben. Profis nutzen gleich die schwerste Stufe namens Nitro und brauchen mit der Kampagne dann allerdings auch nicht viel länger.Ein Grund dafür ist die konsequent auf Arcade ausgelegte Steuerung und Fahrphysik der Wagen. Gutmütig rast man selbst mit schweren Tanklastern über die Pisten. Dabei ist egal ob man per Tastatur oder einem anderen Eingabegerät lenkt. Egal ist auch, ob die Fahrzeuge auf Asphalt oder Rasen fahren, die Geschwindigkeit und der Grip bleiben stets gleich. Per Stoßstangen-, Motorhauben- oder Verfolgerperspektive kann man die Verfolgungsjagden durchführen. Das Wetter bleibt dabei immer schön und der Asphalt trocken. Viel zu trocken ist leider auch das Drumherum geworden. Zwischensequenzen fehlen vollkommen und Schnipsel aus der TV-Serie sieht man, wenn überhaupt, nur als Hintergrund im Menü. So bleibt es am bekannten TV-Vorspann für wenigstens etwas Serien-Atmosphäre zu sorgen. Wer Lust, Zeit und Laune hat, kann in verschiedenen Einzelrennen auch gegen weitere CPU-Gegner oder im Splitscreen an einem PC mit einem weiteren Spieler um die Wette fahren. Dabei gibt es aber nur Rennen - Polizei gegen Verbrecher kann man leider nicht fahren. |
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