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Test: Warhammer: Mark of Chaos
Der Kriegshammer wird wieder ausgepackt, diesmal im klassischen Fantasy-Universum.
Das Warhammer-Universum streckt in letzter Zeit wieder seine Fühler nach den PC-Spielern aus. Neben dem angekündigten MMORPG Warhammer Online und dem grandiosen Warhammer 40000: Dawn Of War mit seinen AddOns gibt sich nun ein weiteres Echtzeitstrategiespiel die Ehre. Ob es etwas taugt, lest ihr auf den folgenden Seiten.SchlachtplatteStatt auf langwierigen Basenbau mit integriertem Mikromanagement setzt Warhammer: Mark of Chaos lieber auf das, was auf dem Schlachtfeld wirklich zählt: Brachiale Massenschlachten mit Hunderten von Einheiten und imposantem Kampfgeschrei, dabei wird das ganze mit atmosphärischer Musik unterlegt.Vier Fraktionen (Imperium, Chaos, Hochelfen und die rattenartigen Skaven) stehen dem Spieler zur Verfügung. Und alle haben ihre ganz eigenen Einheiten, wie sie auch aus dem Warhammer-Franchise bekannt sind. Während das Imperium mit mächtigen und fast schon klischeehaften Drachen aufwartet, kommen die Skaven mit Seuchenschleuderern daher, die ruckzuck die Reihen der Gegner lichten. Allerdings erfordert keine Seite eine besondere Taktik; meist reicht es, eine Linie von Nahkämpfern voraus zu schicken, während die Schützen von hinten feuern. Einfach auf den Gegner zu stürmen ist allerdings auch keine gute Idee, denn die Formationen spielen in den Schlachten eine große Rolle. Weite Strecken überwindet man in am besten in geschlossener Formation, während man bei Kanonenbeschuss die offene Variante wählt. Fernkämpfer, die auf einer Anhöhe stehen, haben zudem eine größere Reichweite. Dem Feind in die Flanke oder in den Rücken zu fallen, bringt ebenfalls einen enormen Vorteil, da der feindliche Trupp dort am verwundbarsten ist und die feindlichen Einheiten so schnell ihre Kampfmoral verlieren und fliehen. Wenn dann auch noch der feindliche General fällt, ist der Sieg nur noch eine Frage der Zeit. Von den vier Völkern haben allerdings nur zwei Kampagnen spendiert bekommen: Eine auf Seiten des Imperiums, in der man dem Weg des jungen Offiziers Stefan von Kessel im Kampf gegen das Chaos folgt, und eine auf Seiten des Chaos, wobei man dem besiegten Chaos-Anführer Thorgar den Blutigen wieder zu alter Macht verhilft. Die Story wird dabei mit Hilfe von Textboxen, kleineren Dialogen und einigen InGame-Zwischensequenzen erzählt. Im Gegensatz zum phänomenalen Intro, das durchaus Hollywood-würdig ist, enttäuschen diese allerdings, da sie dessen Qualität nicht einmal annähernd erreichen. Leider sind die beiden Kampagnen sehr linear und mit der Zeit auch wenig spannend – die Story wirkt im Gegensatz zu den Schlachten wie ein schlichtes Beiwerk. Auch die Hauptcharaktere Stefan und Thorgar wirken platt, ihnen fehlt die Tiefe, die gute Charaktere ausmacht. Ein weiteres Manko bei den Kampagnen ist die fehlende Speicherfunktion. Glücklicherweise sind die meisten Missionen nicht sehr lang, dennoch wäre es nett gewesen, den Spielern zumindest diesen Komfort zu gewähren, denn die Schlachten sind mitunter recht hektisch und nicht jeder hat die Lust, immer wieder von vorne anzufangen. Apropos hektisch: Das Interface von Mark of Chaos ist zwar vielfach erprobte Standardkost und besser als das Interface von Medieval II , dennoch verliert man vor allem bei großen Schlachten zu schnell den Überblick. Die Fahnen z.B. die, den Status des Trupps anzeigen, überdecken sich nur zu gerne während eines Scharmützels. Da hilft nur noch der Blick in die Statusleiste am unteren Bildschirmrand. Hin und wieder gibt es ein wenig Abwechslung von den normalen Schlachten in Form einer spannenden Belagerungsmission, diese sind allerdings viel zu selten und zu kurz. Mehr Abwechslung hätte der Kampagne bestimmt gut getan. Rar gesät sind auch die Kreuzwege: Diese Wege führen zu optionalen Missionen, wie etwa der Untersuchung eines verwunschenen Friedhofs. EinzelkämpferNeben den oben erwähnten Massenschlachten, können sich die Helden in Mark of Chaos auch noch duellieren – es gibt sogar spezielle Missionen, die nur aus einem Duell zweier Helden bestehen.Diese Duelle sind zwar schön anzusehen, aber leider spielerisch nicht besonders anspruchsvoll, da der stärkere Held nicht immer zwangsläufig gewinnt. So kann es nämlich passieren, dass der eigene Held den neun Level stärkeren Gegner umhaut, weil er einfach mehr Tränke in petto hatte. Das ist allerdings auch gut so, denn während der Zweikämpfe läuft die reguläre Schlacht einfach weiter. Da kommt die Hektik wieder ins Spiel, und man fängt an die Speicherfunktion noch mehr zu vermissen. Duelle finden in einem abgegrenzten Gebiet statt, in die keine andere Einheit eintreten kann. Auch der Spieler hat nur wenig Einfluss und kann lediglich die Spezialfähigkeiten seines Schützlings aktivieren, die dieser sich im Laufe der Zeit angeeignet hat. Derer gibt es viele: Eine Vielzahl von Kräften, aufgeteilt in die drei Kategorien Kampf, Duell und Regiment, sind erlernbar. Mit jedem Levelaufstieg erhält der Held einen Fertigkeitspunkt, den er nach Belieben in einen der erlernbaren Skills investieren kann. Doch Vorsicht: Die Maximalstufe 42 ist schneller erreicht als man denkt, deswegen sollte man sich überlegen, in welche Fähigkeiten man investiert. |
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