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Test: Runaway 2
Kann der Nachfolger den hohen Erwartungen gerecht werden?
Nach vier Jahren und etlichen Verschiebungen, hat es Runaway 2 – The Dream of the Turtle letztendlich doch noch in den Handel geschafft. Der Vorgänger belebte seinerzeit das totgesagte Adventure-Genre wieder und wurde mit Preisen geradezu überschüttet, was auch wohl daran lag, dass es an nennenswerter Konkurrenz fehlte. Mittlerweile gibt es jedoch Größen wie Geheimakte Tunguska oder Ankh – Herz des Osiris , die in Sachen Bedienung und Humor neue Standards setzten. Kann Runaway 2 dagegen halten und den Thron zurück erobern?Endlich Urlaub!Nach ihrem ersten Abenteuer haben Brian Basco und Gina Timmins sich ihren Urlaub wahrlich verdient. Mittlerweile sind die beiden ein Paar und lassen es sich auf Hawaii so richtig gut gehen. Wie es sich für richtige Touristen gehört, müssen natürlich die Sehenswürdigkeiten abgeklappert werden. Gina würde gerne die Wasserfälle einer Nachbarinsel sehen, wovon Brian weniger begeistert ist, aber Frauen kann man halt keinen Wunsch abschlagen. So chartern die beiden Frischverliebten ein Flugzeug, dessen Pilot, dem Aussehen zufolge, schon Luftgefechte mit Manfred von Richthofen hatte. Brians Skepsis gegenüber dem alten Herren bestätigt sich, als der Flieger in Schwierigkeiten gerät. Um Gina vor dem tödlichen Aufschlag zu bewahren, wirft Mr. Brasco die üppig ausgestattete Tänzerin kurzerhand aus dem Flugzeug, mit einem Fallschirm versteht sich. Er selbst landet hart, aber unbeschadet mitten im tiefen Dschungel der Insel und begibt sich direkt auf die Suche nach seiner Freundin. Dabei trifft er auf alte Bekannte, alkoholabhängige Affen und sieht Dinge, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen.Aller Anfang ist schwerErzählt wird die Geschichte, ähnlich wie in Runaway , von Brian selber, indem er vor dem Rechner sitzt und einer guten Freundin von den Geschehnisse berichtet, die er durchleben musste. Insgesamt gibt es sechs Kapitel, die es zu bewältigen gilt, wobei die erste Episode für wenig Spannung und Unterhaltung sorgt. Ist man dem Dschungel entkommen und im zweiten Kapitel angelangt, nimmt die Story Fahrt auf und kann bis zum Schluss durchgängig begeistern und das nicht zu knapp. Mit mehr als fünfzehn Stunden Spielzeit ist das Abenteuer alles andere als nur ein Quickie a la Ankh . Anfänger oder Genreneulinge dürfen gut und gern noch fünf Stunden draufschlagen, denn der Schwierigkeitsgrad ist teils doch ziemlich gesalzen und die Lösung eines Rätsels nicht immer mit dem ersten Gedankengang zu erkennen.Warum nicht anders?Wer den Vorgänger gespielt hat, wird sich mit der Bedienung schnell zurecht finden, denn da hat sich nichts geändert. Mit der linken Maustaste bewegt man Brian durch die Spielumgebung und springt mit Hilfe eines Doppelklicks schnell von Ort zu Ort. Sieht man etwas Interessantes, verändert sich dementsprechend der Cursor in eine Lupe. Mit Druck auf die rechte Taste des Nagers gibt es weitere Handlungsmöglichkeiten, wie z. B. Benutzen oder Nehmen. Sackt man einen Gegenstand ein, wandert dieser ins Inventar, welches am oberen Bildschirmrand mit einem weiteren Klick geöffnet werden kann. Wirklich wünschenswert wäre eine Funktion gewesen, die einem lästiges Absuchen des Bildschirmes erspart und alles Wichtige anzeigt, doch auf ein solches Hilfsmittel wurde verzichtet. Deshalb ist neben einem guten Auge, auch etwas Geduld gefragt, denn nicht alle Kleinigkeiten sind mit dem ersten Blick erfasst und gerade die könnten dann für das Weiterkommen nützlich sein. Dieses Feature mag für Profis evtl. überflüssig sein, doch steigert es die Einsteigerfreundlichkeit enorm.Insgesamt scheinen die Entwickler bei der Bedienung etwas geschlafen und zu sehr auf Altbewährtes gesetzt zu haben, obwohl andere aktuelle Beispiele zeigen, wie man etwas komfortabler und mit weniger Handarbeit zum gleichen Ergebnis kommt. Alte Mängel (fast) beseitigtDer größte Kritikpunkt des Vorgängers war ganz klar, dass man Taschen oder andere Behältnisse mehrmals oder nochmals zu einem späteren Zeitpunkt durchsuchen musste, um zu einem Ergebnis zu kommen oder Gegenstände erst eine Verwendung finden, wenn man mit einer Person darüber gesprochen hatte und dessen Sinn und Zweck eindeutig klar war. Die Utensilien wandern zwar jetzt ohne Murren des Protagonisten ins Gepäck, doch hin und wieder gibt es Situationen, die dem Spieler eindeutig erscheinen, nur Brian nicht. |
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