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Test: Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 - Aufstieg des Hexenkönigs

Ein Pflichtkauf oder eher entbehrlich?
 Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 - Aufstieg des Hexenkönigs
Mit dem Addon Der Aufstieg des Hexenkönigs bietet EA allen Spielern des Hauptspiels Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2Weitere Infos (SuM 2) einen kostenpflichtigen Nachschlag an. Ein Pflichtkauf oder eher entbehrlich?

Der Aufstieg des Hexenkönigs

Die mehrfach ausgezeichnete Filmtrilogie von „Der Herr der Ringe“ beginnt damit, dass Sauron den Einen Ring an Isildur verliert. Dann Cut - und weiter geht es auf der Leinwand mit den Vorbereitungen zu Bilbos Geburtstagsparty. Dass dazwischen eine riesige Zeitspanne von mehreren tausend Jahren liegt, bekommt der Zuschauer in den Kinosesseln vorerst kaum mit. Maximal die Kenner der tolkinschen Werke können dies nachvollziehen. Was in dieser Zeitspanne u.a. geschah, lässt uns EA nun mit dem Addon Der Aufstieg des Hexenkönigs nachspielen.
In der mageren, acht Missionen umfassenden Singelplayer-Kampagne (plus einen Bonus-Epilog) darf man den Feldzug des „jungen“ Hexenkönigs mit der neuen Fraktion Angmar gegen Arnor befehligen. Klingt spannend, ist es aber nicht wirklich. Leider hat EA die Missionen lieblos zusammengeschustert und die Story sichtlich flach gehalten. Viel zu oft kämpft man gegen eine Übermacht an Gegnern und muss alles auf den zum Teil eintönigen Maps platt machen. Etwas Abwechslung bietet da eine Mission, in der man u.a. im Wettstreit mit dem Gegner Artefakte eines zerstörten Palantirs aufsammelt. Auch die Mission in der man 1000 Seelen aus den Hügelgräbern verderben muss, klingt für den ersten Moment spannend. Spielerisch kann aber auch diese Mission nicht überzeugen, da auch hier der Verlauf geradlinig vorgegeben ist und man – wie in der gesamten Kampagne - keine Überraschungen, keine Wendungen, keine Höhepunkte zu erwarten hat.

Der Hexenkönig und seine Truppe

Im Grunde darf man der versiebten Kampagne um so mehr hinterher trauern, da die neue spielbare Fraktion Angmar (Arnor ist nicht spielbar) durchaus schicke neue Einheiten in ihren Reihen hat. Der junge Hexenkönig etwa tritt, im Gegensatz zum seinem älteren Ich aus dem Hauptspiel, zu Pferd auf, da die Fellbestien zu jener Zeit noch nicht in Erscheinung getreten waren. Als neuer Held ist u.a. der riesige Troll Rogash an seiner Seite. Er zertrampelt oder – ähnlich, aber zerstörerischer als Gimli – zerschmettert seine Gegner mit einem großen Sprung.
Ganz neu auf den Schlachtfeldern ist auch der Zuchtmeister, der besonders zu Beginn eines Matches seine Trümpfe ausspielt. Im direkten Kampf kaum zu gebrauchen, glänzt er mit seiner Fähigkeit verschiedene Einheiten herbei zurufen. Je nachdem welche Taktik der Gegner einschlägt, kann man so mit der entsprechenden Kontereinheit aufwarten. Schickt der Gegner Reiter kontert man schnell mit herbeigerufenen Rhudaur-Speerschleuderern, usw.
Vom Papier her interessant ist der Hexenmeister. Auch er ist im Nahkampf eine absolute Niete, kann aber mit dunkler Zauberei, wie Vereisung u.ä., glänzen. Um diese anzuwenden, opfert er je nach Stärke des Zaubers, mehr oder weniger von seinen acht mitreisenden Akolythen. Ähnlich wie bei Bataillonen mit Bannerträger kehren diese dann nach und nach wieder zurück. In den zum Teil hektischen Gemetzeln ist diese langsame und anfällige Einheit allerdings etwas umständlich zu bedienen. Schneetrolle, Hügeltrolle, Troll-Steinschleuder, die Schwarzen Waldläufer mit ihren bald etwas zu starken Bögen und weitere runden das Spektrum ab.

Der neue Bautrend des Hexenkönig

Angmar hat natürlich auch neue Gebäude zur Rohstoffgewinnung und zur Truppenrekrutierung. So erhöht man mit Mühlen das Kommandeurspunkte-Limit und scheffelt Ressourcen, während man in der Dunkelstahlschmiede Upgrades erforscht oder in der Halle des Königs die Zuchtmeister und Schwarzen Waldläufer rekrutiert, usw. Angmar darf Mauern bauen und hat eine starke Festung. Der Baustil verkörpert in seiner Struktur eine Mischung der Bauten von Rohan und Gondor. Durch Upgrades werden die Angmar-Festung und die Gebäude zunehmend mit scharfkantigen Zacken und Türmen versehen und ähneln dann immer mehr Barad-Dur.
Screen 1
Die Zwischensequenzen können nicht mit dem Vorspann (Bild) mithalten
Screen 2
Schicke Festung von Angmar
Screen 3
Wildes Durcheinander wie eh und je
Screen 4
Mächtiger Flächenschaden dank neuem Zauber

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Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 - Aufstieg des Hexenkönigs

Packshot
3D-Echtzeitstrategie
von EA
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCNovember 2006

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