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Test: RTL Winter Games 2007
Knüpft RTL nur beim Titel an den Klassiker an, oder stimmt auch der Spielspaß?
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern eine neue Version irgendeines Winterspiels, das den Spieler endlich mit Spaß und vernünftigen Wettkampf-Modi versorgen will. Bislang sind die Versuche, den kalten Sport auf den Rechner zu transportieren, eher durchwachsen ausgefallen und ich persönlich warte noch immer darauf, dass ein Winter-Spiel den Charme und den Reiz des nun schon fast 20 Jahre alten C64-Spiels Winter Games übertrifft. Immerhin hat RTL-Games mit dem Namen gleichgezogen und präsentiert der Spielergemeinde RTL Winter Games 2007 – wird das der Durchbruch?Weißer Wettkampf in 13 Olympia-DisziplinenSatte sieben verschiedene, olympia-taugliche Sportarten warten auf uns Freunde des Wintersports: Ski Alpin. Skisprung, Eisschnelllauf, Biathlon, Bobfahren, Rodeln und Curling. Doch damit nicht genug, denn immerhin ist Ski Alpin mit Abfahrt, Super-G, Slalom und Riesenslalom noch mit vier Unterdisziplinen vertreten, der Skisprung kann von der großen oder der kleinen Schanze betrieben werden, beim Eisschnelllauf dürft ihr zwischen den 500 und 1500 Metern wählen, außerdem stehen der Zweier- und der Vierer-Bob zur Verfügung, womit dann insgesamt 13 spielbare Einzeldisziplinen dem Spieler zur Verfügung stehen.Drei verschiedene Spielmodi stehen dem virtuellen Winterathleten zur Auswahl: Die Kampagne, in der ihr auf acht Schwierigkeitsstufen Aufgaben lösen müsst, um spezielle Events frei zu schalten, die Einzelveranstaltung, in der jede der 13 Disziplinen getrennt von einander gespielt wird und schließlich das Herzstück des Spiels, der Wettkampfmodus. Dabei tretet ihr in sieben oder 13 Einzelwettbewerben gegen andere Mitspieler und die Computergegner an, sammelt Punkte für den Gesamtsieg. Ebenfalls möglich ist es, einen eigenen Wettkampf mit maximal 16 verschiedenen Einzelwettbewerben zu erstellen, wobei schon allein die Zahl klar macht, dass Disziplinen dabei auch doppelt verwendet werden dürfen. Rekorde, die ihr aufstellt, könnt ihr euch im Hauptmenü ansehen und Freunden voller Stolz zeigen – wenn ihr ganz vorn mit dabei seid, denn der Schwierigkeitsgrad ist bei einigen Disziplinen extrem happig. Launisch wie das Wetter: Spielspaß, Motivation und SchwierigkeitsgradMit drei, mitunter vier Tasten drückt ihr euch durch die Schneelandschaften und stellt Bestmarken auf. Beim Ski Alpin reichen z.B. die beiden Pfeiltasten für die Richtungswechsel, mit der Leertaste geht es in die Hocke und mit D könnt ihr die Kurven aggressiver fahren – Carving nennt sich das in der Fachsprache. Dabei ist eine genaue Kenntnis des Kurses wichtig, um sich an die Ideallinie zu halten. Mal eben schnell auf die Piste und ab ins Tal bringt euch nur Frust, denn ausgelassene Tore schlagen mit einer Zeitstrafe zu Buche. Je nach Schwierigkeitsgrad sind fünf, drei oder gar null Fehler erlaubt. Wer es hier schafft, die Top-Zeit von 1:55 zu schlagen, muss wirklich lange geübt haben, denn selbst minimale Fehler werden hart mit Zeitverlust bestraft.Die Skisprung-Variante, die es vom selben Hersteller auch als Einzelspiel gibt, präsentiert sich deutlich einfacher und grafisch ausgefeilter. Dabei geht es auch hier darum, den Anlauf mit den Richtungstasten – oder der Maus – zu optimieren, einen perfekten Leertasten-Druck – oder Mausklick – für den Absprung abzugeben, um dann die Flugphase noch einmal auszugleichen und schließlich auch noch weit unten perfekt zu landen. In die Medaillen-Ränge zu gelangen, ist dabei relativ einfach, selbst für Neulinge des Spiels. Rhythmisches, abwechselndes Richtungspfeil-Drücken ist beim Eisschnelllauf angesagt, wobei auch hier gute Zeiten ein extrem hohes Trainingsvolumen benötigen – einmal aus dem Tritt gekommen, ist die Super-Zeit schon im Bereich der Fabeln und der Treppchenplatz rückt in weite Ferne. Einfacher geht es da beim Rodeln und Bobfahren zu: Den optimalen Start erwischt ihr mit einem gut dosierten Druck auf die Leertaste, dann geht es nur noch darum den Schlitten oder den Bob in der Ideallinie zu halten. Dabei ist das Geschwindigkeitsgefühl im Eiskanal wirklich gut umgesetzt, der Schwierigkeitsgrad moderat bis leicht. |
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