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Test: Europa Universalis 3
Hardcore-Strategen aufgepasst, hier geht es wieder zur Sache.
Wem Schlacht um Mittelerde zu wenig strategisch ist und die strategischen Möglichkeiten von Medieval 2: Total War auch nicht mehr reizen, sollte man einen Blick auf Europa Universalis 3 werfen. Wo Medieval: Total War 2 aufhört, fängt EU3 erst an. Unzählige Optionen und Einstellungsmöglichkeiten, um sein Land durch die rauen Zeiten des Spätmittelalters und der Renaissance zu führen. Neben bewährten Spielkonzepten legt Paradox noch einiges oben drauf, dazu zählt auch der Schritt zur 3D-Grafik.Der ThronflüstererIn Europa Universalis 3 darf man sich wieder als unsichtbare Macht um die Geschicke des eigenen Reichs kümmern. Das Spiel setzt, genau wie seine Vorgänger, im 15 Jhd. während des Übergangs vom Mittelalter zur Renaissance ein und endet gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Eine vordefinierte Geschichte oder Story gibt es nicht, stattdessen darf man die Weltgeschichte neu schreiben. Wie wäre es also, wenn man mit Preußen die führende Nation bei der Kolonisierung der Neuen Welt wird? Fast alles ist möglich. Es bleibt dem Spieler offen, dass zu tun, was er machen möchte. Deshalb gibt es auch kein vordefiniertes Spielziel. Einzig die Mehrung von Ruhm, Reichtum und Provinzen sind hier die Ziele des Spiels. Entweder als Supermacht möglichst viel von der Welt erobern oder mit einem Kleinstaat einfach „nur“ überleben.Für einen historisch korrekten Einstieg in das Spiel sorgen lediglich verschiedene Zeitpunkte, zu denen man sozusagen die Macht über ein Land übernimmt. Zur Auswahl stehen so z.B. der Dreißigjährige Krieg, der Siebenjährige Krieg oder der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Der Einstiegspunkt kann aber auch frei festgelegt werden. Wie es ab da weitergeht, entscheidet der Spieler bzw. die KI, die nicht mehr so sehr auf ein historisches Ziel zusteuert. Jedes Spiel wird damit anders. Neben der „Kampagne“ darf man sich auch im Multiplayer bekriegen oder in Eintracht die Welt erobern. Wichtigste Neuerung ist hier, dass man zu zweit ein Land steuern darf. Mit etwas Geschick bei der Verteilung der Kompetenzen und genügend Übung, macht das sogar richtig Spaß. Noch mehr ZahlenWie auch schon in den Vorgängern darf man in Europa Universalis 3 wieder eine von ca. 300 Nationen steuern. Von der Supermacht bis hin zum kleinen Stadtstaat darf man aus verschiedensten Sichten ein und dasselbe Szenario spielen. Die Fülle an Optionen und Handlungsmöglichkeiten erschlägt auch hier wieder den Neuling, Veteranen aus dem Genre, die vorher schon Europa Universalis 2 oder Hearts of Iron gespielt haben, werden sich aber schnell eingewöhnen. Wie die Vorgänger läuft EU3 ebenfalls in Echtzeit ab, kann aber auch schneller, langsamer und pausiert werden. Befehle kann man dabei zu jeder Zeit geben. Das Spielfeld ist eine in Provinzen aufgeteilte Weltkarte, auf der man seine Truppen und Flotten verschiebt. Jede der unzähligen Ländereien besitzt dabei eine Hauptstadt, die man ausbauen und mit verschiedenen Verbesserungen aufwerten kann. Zum Einsatz kommen verschieden Produktionsgebäude zum Bau stärkerer Truppen, Handelsgebäude zum Aufbessern der Staatskasse und verschiedene Schutzeinrichtungen, wie Stadtmauern. Für den gewissen Unterschied auf dem Schlachtfeld sorgen ca. 200 verschiedene Einheiten. Bei Musketenschützen angefangen, bis hin zum Linienregiment. Auch verschiedenste Kavallerie- und Artillerietypen der Zeit kommen zum Einsatz. Auf den Weltmeeren darf man dann am Anfang noch mit Holk und Kogge und später mit großen Linienschiffen für das eigene Recht sorgen. Schwach ist allerdings, dass man von diesen unterschiedlichen Einheiten nichts sieht. Lediglich ein paar unterschiedliche Modelle lassen erahnen, welcher Zeit die Truppe angehört. Wie auch in den Vorgängern, darf man seine Regimenter nach Herzenslust organisieren und Generäle bzw. Admiräle an die Spitze setzen. Mal abgesehen vom Anfang eines jeden Szenarios gibt es nur zufällig erzeugte Truppführer, die aber wieder Erfahrung sammeln können und so bestimmte Boni erlangen. Neu ist allerdings, dass man sich Anführer kaufen muss, falls man einen benötigt. Dafür braucht man sog. militärische Traditionspunkte, die man durch viele kriegerische Auseinandersetzungen gewinnt. Dieser Wert spiegelt die Erfahrung der Nation im Umgang mit Krieg wieder. Kriegerische Nationen bringen so erfahrene Generäle hervor, während friedliche Nationen eher unfähige Anführer rekrutieren. Gleiches gilt auch für die Marine und deren Admiräle. |
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