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Test: The Mark
The Mark lässt die Bombe platzen. Aber lohnt es sich für Shooterfans, dies zu verhindern?
Es gibt Spiele, die tauchen ganz unvermittelt auf der Releaseliste auf und landen ebenso schnell in den Läden und auf des Testers Schreibtisch. Manche sind unerwartet gut - dann nennen wir das einen „Geheimtipp“. Andere sind oft einfach nur mittelmäßig oder schlicht Müll. The Mark ist hingegen ein ganz anderer Fall. Die Demo ist seit Monaten erschienen, das Spiel in Österreich schon seit 2006 erhältlich, aber hierzulande mangelt es an einer USK-Freigabe. Lange bemühte sich JoWood noch darum, und so verschimmelte unser längst fertiger Test beinahe in der Schublade, da wir ihn zum Release hierzulande bringen wollten. Doch nun sieht es wohl so aus, als wird keine spezielle Fassung für Deutschland mehr erscheinen, und da die Version ohne USK-Freigabe bei Fachhändlern zu beziehen ist, hier nun unser Nachtest.Das dynamische DuoDie Story des Spiels zu beschreiben fällt mir etwas schwer. Nicht etwa weil sie so komplex wäre, sondern weil sie recht wirr ist. Aber der Reihe nach: irgendwelche ultrabösen Terroristen haben eine Atomrakete in die Finger gekriegt und wollen diese auf London abfeuern. Dazu brauchen sie allerdings einen zur Abschussrampe umfunktionierten Öltanker, da die Rakete nur eine kurze Reichweite hat. Diesen mieten sie sich kurzerhand von einem steinreichen Russen, der dadurch ein hübsches Sümmchen einstreicht. Den Vater des Russen, der von der Sache Wind bekommt, plagen allerdings Gewissensbisse. Es gibt allerdings noch Hoffnung: Zwei amerikanische Soldaten, die Gebrüder Fletcher, haben die Rakete vor geraumer Zeit mal untersucht und wissen als einzige, wie sie sich entschärfen lässt. Also kontaktiert der alte Herr heimlich den ehemaligen SAS-Agenten Austin Hawke, der zumindest einen der beiden Soldaten beschützen und zur Bombe bringen soll. Hawke findet Steve Fletcher, als dieser mit einem Trupp Marines in einen Hangar eindringen will, um ein paar Flugzeuge zu sabotieren. Das Grüppchen gerät in einen Hinterhalt und wird, bis auf Fletcher, getötet. Hawke eilt Steve zu Hilfe. Der ist für die unerwartete Unterstützung dankbar und so raufen sich die beiden erstmal notgedrungen zusammen.The Murks?Vom Gameplay her ist The Mark ein Paradebeispiel für einen geradlinigen Egoshooter im Anti-Terror-Setting. Zunächst wählt man am Anfang eine der beiden Hauptfiguren aus, mit der man die jeweilige Mission bestreiten will. Das hat zur Folge das man teilweise andere Wege gehen muss, da sich die beiden öfters mal trennen und andererseits haben die Spielfiguren auch unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen. Fletch kann z.B. eine Bullettime einschalten, während Hawke mit seiner Spezialbrille Gegner durch Wände erkennen kann. Ausserdem hat Hawke stets eine starke Schrotflinte dabei, die man im Spiel auch sonst nirgends findet.Das Leveldesign ist weitestgehend tunnelartig. Dafür sind die einzelnen Levels nicht allzu lang (im Schnitt 15 Min.) und bieten recht abwechslungsreiche Locations: ein alter, verfallener Flugzeughangar im verschneiten Russland, ein herrschaftliches Schloß an der Adria, ein beschauliches Wüstenstädtchen, ein Flugzeugträger, ein Tanker und eine alte Bergbaumine. Als Gegner muss diverses Fußvolk herhalten: Soldaten in allen möglichen Varianten, schwarzgewandete Bodyguards mit Matrixbrille, ein paar Sam Fisher-Verschnitte und die allseits beliebten Pixel-Taliban springen dem Spieler gleich im Dutzendpack vor die Flinte. Besonders angetan haben es mir (der political Correctness zum Trotz) die mofafahrenden Selbstmordattentäter. Die Animation von denen sieht ja mal echt scharf aus! Leider ist das auch das einzig witzige an dem Spiel. Man könnte ja annehmen das die beiden Protagonisten sich wie im typischen Buddymovie witzige Wortgefechte liefern. Die Dialoge zwischen den beiden erschöpfen sich jedoch in pseudo-coolen Sprüchen und ziemlich belanglosen Gesprächen: “Wir sollten uns aufteilen!“ „Gute Idee!“. Potenzial verschenkt. |
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