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Test: Sam & Max: Abe Lincoln Must Die!

In der vierten Episode scheint der amerikanische Präsident vollkommen durchzudrehen und wird somit zum Fall für die Freelance Police.
 Sam & Max: Abe Lincoln Must Die!
Der Monat neigt sich dem Ende zu und somit steht eine weitere Folge der Sam & Max-Serie vor der Tür. Die vierte Episode Abe Lincoln Must Die! erfindet die Staffel nicht neu, geht jedoch spielerisch einen etwas anderen Weg als die drei vorhergehenden Folgen.

Huldigt den Hasen

Die Spielzeugmafia mit ihren hypnotisierenden Teddybären ist Geschichte. Sam & Max nutzen ihre Freizeit sinnvoll und veräppeln ahnungslose Bürger mit gestellten Telefonanrufen und der Unterstützung des Veteranen-Käfers aus dem Vorgänger. Als das Insekt gerade eine Szene aus "Der Exorzist" zitiert, bekommt das tierische Duo einen wichtigen Anruf vom Commissioner. Der amerikanische Präsident ist auf Dauersendung und beschließt sinnlose Gesetze, wie z.B. staatlich verordnete Gruppen-Umarmungen. Die beiden Haustiere werden erst hellhörig, als ein verschärftes Waffengesetz durchgesetzt werden soll, und das darf auf keinen Fall geschehen. Schnell wie der Wind rasen die tierischen Detektive zum Weißen Haus, schalten den Secret Service aus und gelangen so direkt zum Präsidenten. Wie sich herausstellt, ist dieser nur ein Marionette (als wenn wir das nicht schon geahnt hätten) und wird zügig außer Gefecht gesetzt, was ungeahnte Folgen mit sich bringt. Die USA ist nun ohne Regierungschef und somit stehen Neuwahlen an. Um ihr Ziel weiterhin zu verfolgen, erwecken die Drahtzieher den beliebtesten Präsidenten der Vereinigten Staaten wieder zum Leben und das ist keiner anderer als Abraham Lincoln höchstpersönlich. Die Opposition besteht einzig und allein aus Sam & Max, wobei der durchgeknallte Hase als Gegenkandidat antritt und so die einzige Hoffnung für die USA ist. Jetzt gilt es die Wahl zu gewinnen und/oder den scheintoten Sklavenbefreier wieder in sein Grab zu befördern.

Die Maus als Allzweckwaffe

Innerhalb von drei Stunden sollte auch dieser Fall wieder ad acta gelegt sein und reiht sich von der Länge her in die vorherigen Episoden nahtlos ein. Von der Seite betrachtet steuert man Sam ein weiteres Mal durch die bunte Comicwelt. Max agiert abermals komplett eigenständig und gibt stets sinnfreie Kommentare zum besten. Die Maus und deren linke Taste dient dabei als Allzweckwaffe und muss die üblichen Kritikpunkte hinnehmen. Schnellreisen per Doppelklick oder eine flottere Gangart wird wohl erst in die zweite Staffel integriert (falls denn jemals eine kommen sollte).
Drei neue Locations wollen durchforstet werden und dort spielt sich auch glücklicherweise der größte Teil der Handlung ab. Die alten Schauplätze werden zwar erneut recycelt, jedoch nicht mehr ganz so schlimm wie es in Episode 3 der Fall war. Außerdem hat sich dort einiges verändert und Dinge, die sonst vollkommen unscheinbar und nutzlos waren, finden jetzt eine Verwendung.

Aller guten Dinge sind drei?

Alle drei bisherigen Folgen liefen ungefähr immer nach dem selben Schema ab. Rund um die Story gab es drei Hauptprobleme, die man je nach Lust und Laune angehen konnte. In Abe Lincoln Must Die! bauen dieses Mal die Aufgaben aufeinander auf und sind nur Stück für Stück zu bewältigen. Beispielsweise gilt es zu Beginn einen Bodyguard auszuschalten und erst dann gelangt man zum mächtigsten Mann der Welt. Doch bevor es zu einem Gespräch kommt, steht wieder ein Hindernis, in Form eines Mitgliedes der Soda Poppers aus den ersten beiden Teilen, im Weg.
Die zu bewältigenden Aufgaben sind wieder herrlich abgedreht und der kultige Käfer aus dem dritten Teil feiert sein Comeback. Sein Part wurde erweitert und bringt gleich zu Beginn einige Lacher mit sich, indem Sam & Max mit ihm einige Telefonstreiche veranstalten. Auch an Wortwitzen wurde nicht gespart und so geben sich Max und Abraham Lincoln ein denkwürdiges Wortgefecht vor laufenden Kameras, das mit kranken Forderungen (Hail Max!) seitens des gestörten Hasen beginnt und mit löblichen Vorsätzen des ehemaligen Präsidenten endet. Selbstverständlich kann es nach einigen Manipulationen nur einen Gewinner geben und der ist weiß.

The same procedure as every month

Telltale Games nutzt für die komplette erste Staffel die selbe Grafik-Engine und somit hat sich optisch rein gar nichts getan. Die bunte Cartoonwelt ist wie aus einem Guss, nur fehlt es an modernen Effekten. Akustisch bekommt man wie gewohnt nur erstklassige Musik und Sprecher zu hören. Erscheinen wird Abe Lincoln Must Die! wie immer erst bei Gametap (USA only!) am 22. Februar und der Rest der Welt darf am 8. März über Telltale Games das Adventure runterladen.
Screen 1
Der Käfer aus Vietnam ist auch wieder dabei
Screen 2
Das Weiße Haus inklusive Pool mit Periskop
Screen 3
Mit dem Präsidenten stimmt was nicht
Screen 4
Man beachte den Adler am Boden

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Sam & Max: Abe Lincoln Must Die!

Packshot
Klassisches Adventure
von Telltale Games
USK-Freigabe keine Angabe
PCMärz 2007

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