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Test: Infernal

Hier springt man dem Teufel nicht von der Schippe, sondern arbeitet für ihn.
 Infernal
Infernal ist der neueste Titel der Entwickler Metropolis Software, also der Leute, die bereits Gorky 17Weitere Infos, Gorky ZeroWeitere Infos und Aurora WatchingWeitere Infos unters Volk gebracht haben. Mit Infernal verabschiedet man sich erstmals vom Gorky-Universum. Ob mit dem Szenariowechsel auch ein spielerischer Neuanfang getan wurde?

Dank Hartz 4 direkt in die Hölle

Ryan Lennox lebt in einer alternativen Welt, in der der Kampf zwischen Himmel und Hölle nicht nur eine reine Glaubensangelegenheit ist, sondern ganz real auf der Erde ausgefochten wird. Auf der himmlischen Seite steht die Organisation „EtherLight“ und auf der bösen Seite „Abyss“ (Abgrund). Für Abyss sieht es in letzter Zeit nicht gut aus: sämtliche Topagenten der bösen Seite wurden eliminiert. Das ist vielleicht auch der Grund warum Ryan von seinem ehemaligen Arbeitgeber gefeuert wurde – es mangelt schlicht an bösen Buben.
Um seinen Frust wegzuspülen, trifft er sich Abends mit einer Ex-Kollegin in einer Nobeldisco auf ein Bierchen. Während man noch Erinnerungen austauscht und über die Vorzüge der Entlassung bei EtherLight („Sex ist nicht mehr tabu“) diskutiert, klingelt plötzlich Ryans Handy. Ein unbekannter Anrufer warnt ihn, das man ihn töten wolle. Und tatsächlich wird die Disco gleich darauf von vermummten Söldnern gestürmt. Anscheinend weiss Lennox zuviel und EtherLight will ihn loswerden. Knapp gelingt Ryan die Flucht.
Kurz danach trifft er sich mit dem unbekannten Anrufer, der sich als Lucius Black, der Chef von Abyss, entpuppt. Black bietet Ryan an für Abyss zu arbeiten. Nach einigem Für und Wider und dank Blacks Überredungskünsten willigt Lennox schließlich ein. Fortan erledigt der gefallene Engel für Abyss diverse Aufträge und, wer hätt's gedacht, am Ende läuft es mal wieder auf die Rettung der Welt hinaus.

Saugt wie Hölle

Infernal ist ein ganz klassisches Action-Shooterspiel aus der 3rd-Person Perspektive, ähnlich wie Max Payne 2Weitere Infos oder El MatadorWeitere Infos. Wie die beiden Vorbilder ist auch Infernal ein reiner Solotitel ohne Multiplayermodus. Es geht also im Prinzip darum, durch weitestgehend lineare Levelschläuche zum Ausgang zu gelangen, während einem zahlreiche Gegner mit Waffengewalt ans Leder wollen. Hin und wieder gibt es mal eine Abzweigung die zu einem Raum mit Boni führt, aber das war's dann auch. Solange dem Spieler auf seinem Weg genug Abwechslung und Action geboten wird, ist das ja auch kein Problem (siehe Max Payne). Die meiste Zeit verbringt man bei Infernal freilich mit Ballern. Die Normalogegner (Technomönche, Söldner ect.) tauchen oft im Dreier- oder Viererpack auf und lassen sich dank der durchwachsenen KI noch recht einfach mit den zahlreichen Schusswaffen um die Ecke bringen. Von der Pistole bis zum Raketenwerfer reicht das üppige Arsenal. Dank kerniger Waffensounds und halbwegs realistischem Handling machen die Ballereien auch durchaus Spaß.
Dazu bei trägt auch die implementierte Physikengine: die meisten kleineren Gegenstände lassen sich bewegen und zerstören. Dank explosiver Behälter (die natürlich meist gaaanz zufällig in der Nähe von Gegnern herumstehen) lassen sich ganze Teile der Levelarchitektur demontieren, wenn man darauf schiesst. Das Spiel unterstützt übrigens auch die PhysX-Karten von Ageia, was sich jedoch hauptsächlich durch verbesserte Flammeneffekte bemerkbar macht. Die Performance verbessert sich dabei jedoch nicht.

Der Teufel steckt im Detail (und in Lennox)

Etwas anders sieht die Sache bei den End- und Zwischenbossen aus, da diese dank eines Energieschirms immun sind gegen normale Waffen. Hier kommen dann auch die Spezialfähigkeiten ins Spiel, die Lennox von seinem neuen Arbeitgeber nach und nach spendiert bekommt. Eine davon ist die Schussverstärkung, die mittels Tastendruck kurz aufgeladen werden muss und die momentan getragene Waffe kurzzeitig verstärkt (quasi ein alternativer Feuermodus). Dies ist auch die einzige Methode, die Energieschirme der dickeren Gegner zu durchdringen. Oft muss man bei den Endgegnern noch zusätzlich irgendwelche Schutzmechanismen umgehen oder eine bestimmte Schwachstelle finden. Nur ganz selten ist da mit simpler Draufholzerei was auszurichten.
Screen 1
Bei den Feuer-...
Screen 2
... und Partikeleffekten hat man sich sichtlich Mühe gegeben.
Screen 3
Hier saugt Lennox grade einen Gegner aus.
Screen 4
Stationäre Geschütze lassen sich benutzen. Die Steuerung ist bei den Dingern aber sehr träge.

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Infernal

Packshot
3D-Shooter
von Metropolis Software, Playlogic
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCFebruar 2007
3602009

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
80 %
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Magazine
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