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Test: Simon the Sorcerer 4 - Chaos ist das halbe Leben

Simon ist nach fünf Jahren aus seinem Urlaub zurück. Hat er genug Sonne getankt um einen Hit zu landen?
 Simon the Sorcerer 4 - Chaos ist das halbe Leben
Die ersten beiden Teile der Simon the Sorcerer-Reihe der Spieleschmiede Adventure Soft galten Anfang bis Mitte der Neunziger, zusammen mit Baphomets Fluch, als einzig wahre Alternative zu den legendären Adventures aus dem Hause LucasArts. Der Erfolg war auch nicht gerade verwunderlich, da man die Engine frech vom großen Konkurrenten übernahm, einen ähnlichen Helden wie Guybrush erschuf und dem ganzen eine ordentliche Prise tiefschwarzen Humor verpasste. Der dritte Teil erschien nach vielen Verschiebungen im Jahre 2002 und hatte mit einer veralteten Grafik, katastrophalen Steuerung und vielen Bugs zu kämpfen und so konnte Simon the Sorcerer 3DWeitere Infos bei uns gerade mal 52 % abgreifen. Die Erfinder Simon und Mike Woodroffe gaben daraufhin einen Imagewechsel bekannt und brachten 2005 unter dem Label Headfirst Productions Call of CthulhuWeitere Infos auf den Markt, das mittlerweile aus Geldmangel nicht mehr existiert. Im gleichen Jahr sicherte sich der deutsche Entwickler Silver Style Entertainment die Rechte an Simon the Sorcerer und jetzt, nach fünf Jahren Abstinenz, ist der freche Zauberer wieder zurück. Die geistigen Väter waren dabei leider nur im Hintergrund als Berater tätig, was dem Adventure deutlich anzumerken ist, doch lest selber.

Doppelt hält besser?

In der realen Welt hat Simon nicht viel zu melden. Ein Streit mit seinem kleinen Bruder um das Fernsehprogramm endet mit argen Kopfschmerzen und einer fliegenden Fernbedienung, die den jungen Zauberer ins Land der Träume schickt. Dort erscheint ihm Alix, seine Angebetete aus der Zauberwelt, die ihm von schrecklicher Gefahr und drohendem Unheil berichtet und um Hilfe bittet. Solch einer holden Weiblichkeit kann Simon natürlich keinen Wunsch abschlagen und ohne Umschweife macht er sich mit seinem Wandschrank auf den Weg in die andere Dimension. Dort angekommen muss er schnell feststellen, dass sich einiges geändert hat. Alle kennen ihn als hilfsbereiten, ordnungsliebenden und freundlichen jungen Mann, obwohl er schon lange Zeit nicht mehr im Land der Magie zu Besuch war und sich damals sicherlich nicht nur Freunde gemacht hat. Schnell wird klar, dass ein Doppelgänger sein Unwesen treibt und für den guten Ruf des Möchtegernzauberers verantwortlich ist. Ein so guter Mensch kann nur etwas Böses im Schilde führen, denkt sich der echte Simon und macht sich an die Arbeit seinem dubiosen Zwilling das Handwerk zu legen.

Spannung bis zum Schluss?

Die Story rund um den Doppelgänger und seine Machenschaften ist witzig und hat die ein oder andere überraschende Wendung zu bieten. Dennoch ist das Ende sehr unspektakulär, was jedoch nicht an der Geschichte liegt, sondern an der Inszenierung. Es fehlt an gut gemachten Cutscences, die Spannung aufbauen würden und einem charismatischen Gegenspieler. Veteranen dürfen sich allerdings auf ein Wiedersehen mit einigen Bekannten freuen, darunter der Sumpfling mit seiner unappetitlichen Suppe oder die beiden teuflischen Dämonen, die Simon wieder das Leben schwer machen wollen.

So soll es sein

Bei der Bedienung scheinen sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht zu haben. Die Steuerung vereint fast alle positiven Aspekte, die ein Spiel in diesem Genre haben sollte und geht somit flott von der Hand. Mit der Maus dirigiert man Simon durch die Märchenwelt und die linke Nagertaste wird zur Allzweckwaffe. Erspäht man einen interessanten Gegenstand und fährt mit dem Cursor über ihn, verändert sich dieser entweder in ein Fragezeichen oder ein Werkzeug. Geschieht letzteres, wandert das Objekt in den (fast) alles aufnehmenden Zauberhut und ins Inventar. Andernfalls bekommt man mehr oder weniger interessante Informationen über das Utensil. Sehr praktisch ist die Hilfefunktion, die alles Brauchbare per Knopfdruck anzeigt, im zweiten Teil der Serie ihre Einführung feierte und seit Geheimakte TunguskaWeitere Infos löblicherweise wieder in Mode ist. Fersengeld spart man mit Hilfe der Karte, die stets aufrufbar ist und auf der alle wichtigen Orte eingezeichnet sind. Außerdem kann man per Doppelklick schnell von Location zu Location wechseln und nebenbei dem Teenager ein wenig mehr Tempo verleihen.
Ein wenig zu bemängeln ist lediglich das Inventar, das am unteren Bildschirmrand erscheint, wenn man sich mit dem Mauszeiger nähert. Schnell sind viele Gegenstände eingesackt und da man nie alles auf einen Blick sehen kann, sondern sich statt dessen durch mehrere Untermenüs klicken muss, geht leicht die Übersicht verloren. Trotz dieses kleinen Schönheitsfehlers ist die Bedienung ein Vorzeigemodell für moderne Adventures und wird bald hoffentlich von jedem Entwickler kopiert.
Screen 1
In der Unterwelt kämpft Simon gegen Cerberus
Screen 2
Mit einem Seil schwingt man sich am fiesen Brückentroll vorbei
Screen 3
Die Übersichtskarte ist sehr praktisch
Screen 4
Per Knopfdruck lassen sich alle wichtigen Gegenstände anzeigen

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Simon the Sorcerer 4 - Chaos ist das halbe Leben

Packshot
Klassisches Adventure
von Silver Style, RTL Interactive
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
PCFebruar 2007

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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