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Test: The Show

Kampf auf hohem Niveau oder doch nur das Durchschnittsgemetzel?
 The Show
Echtzeitstrategie, die gegenwärtige oder vergangene Kriege darstellen sind out, haben sich wohl die Entwickler des deutschen Studios Sixteen Tons Entertainment (EmergencyWeitere Infos) gedacht. Stattdessen wurden Strategie und moderne Gladiatorenkämpfe vereint, das Ergebnis erinnert dabei stark an den Actionstreifen „Running Man“. Dazu gibt es ein frisches Spielprinzip und schnelle Action. Ob The Show das Zeug zum Genrehit hat, erfahrt ihr hier.

Die Gameshow

Was machen gelangweilte, amerikanische Diktatoren, deren Land die zweitgrößte Filmindustrie der Welt gehört? Richtig, sie veranstalten eine riesige Gameshow in denen zum Tode verurteilte Häftlinge um ihr „Überleben“ kämpfen. Das ganze auf einer extra dafür errichteten Insel mit 500 km Kantenlänge und neuester Holographietechnologie. Einfaches Kämpfen bis zum Tode ist aber zu langweilig, darum dürfen die Häftlinge auch gleich in großen Schlachten ihr strategisches Können unter Beweis stellen.
Das dachte sich auch Lou Baxtor, der im 21. Jahrhundert mit eiserner Hand und ausgewachsener Propaganda sein kleines aber feines und vor allem von den restlichen USA unabhängiges Kalifornien regiert. Ein Bürgerkrieg führte zur Abspaltung des Sonnenstaates. Wie sich der ehemalige Bundesstaat der USA gegen den Rest durchsetzen konnte, bleibt allerdings völlig unklar. Wir nehmen es einfach mal so hin. Natürlich fühlen sich die USA ganz schön schlecht, weil man ihnen einen Stern von der Flagge geklaut hat und weil man schon mal eins vor den Latz bekommen hat, schickt man lieber den besten Topagenten, den man kriegen kann. Frank Harris, der ein ganz persönliches Verhältnis zum kalifornischen Regenten hat, wird eingeschleust, um ihn aus der Welt zu schaffen. Dabei wird er von einer Agentin unterstützt, die als Technikerin im Servicebereich der Insel arbeitet.
Die Story wird mittels ordentlicher Rendersequenzen transportiert, die durchaus mit Witz überzeugen können, gerade wenn einem die Sammelkarten oder die Spielfiguren zu der Show ans Herz gelegt werden. Allerdings passen die Sprachbewegungen nicht so ganz und sehen manchmal eher wie unkoordiniertes Muskelzucken aus. Im Großen und Ganzen sind die Zwischensequenzen aber sehenswert.

Endzeit vs. Antike

Nach kurzem Intro landet man auch schon im ersten Gefecht. Als Anführer des Teams Outlaws muss man sich gegen ein Team der Ancient Force durchsetzen. Outlaws? Ancient Force? Was ist das?
In Baxters perverser TV-Show gibt es verschiedene Teams. Das Outlaw Team besteht dabei meistens aus Kleinkriminellen oder Systemkritikern, die publikumswirksam niedergestreckt werden. Als professionelle Strafvollzugsbeamte treten die lateinamerikanisch anmutenden Truppen der Ancient Force und die Northlands, die aus einer germanischen Heldensage entsprungen sein könnten, an. Wer gewinnt steht eigentlich schon vorher fest. Als Außenseiter liegt es nun am Spieler das Blatt zu wenden.
Das Prinzip der Partien ist dabei denkbar einfach. Das Team, das als erstes die gegnerische Basis oder den gegnerischen Teamchef platt macht, hat gewonnen. Umgekehrt gilt das auch für den Spieler. Einziger Haken, die Schutzschilde der Feindbasis müssen erst mal geknackt werden, dass schafft man aber nicht durch einfachen Beschuss der selbigen. Stattdessen muss zunächst ein angrenzender Außenposten erobert werden. Diese sind auf der gesamten Karte verteilt, miteinander verbunden und müssen nacheinander übernommen werden. Damit das schneller geht, kann man die Verbindung der Stationen als Transportsystem verwenden um Verstärkungen schneller an den richtigen Ort zu bringen. Hat man sich dann zum letzten Außenposten durchgekämpft, kann man auch einen Großangriff auf die Basis starten. Für den entscheiden Vorteil kann sich der Spieler dann auch seinen Teamleader mitnehmen, der über verschiedene Spezialfähigkeiten verfügt. Natürlich sind diese Fähigkeiten an das Thema des Teams angepasst. Frank Harris kann deshalb auch als Endzeitkämpfer mit Radioaktivität um sich schleudern. Der Scharfrichter des Teams Northland ist dagegen ein blutrünstiger Nahkämpfer und der hohe Priester der Ancient Force kommt mit einem eingebauten Flammenwerfer daher.
Bevor man aber seinen Helden aus dem Hauptquartier holt, sollte man sich sicher sein, dass man ihn für den letzten Angriff verwendet, denn ohne ihn liegt die Produktion von Nachschub brach. Ohne ihn gibt es keine Credits und keine Energie, die man für den Bau der verschiedenen Einrichtungen und das Bestellen von Verstärkung benötigt.

Davor und dahinter

Jede Seite besitzt nur wenige Gebäude, von denen die Produktionsgebäude auch Lifts genannt werden. Einen Infanterielift für die Verstärkungen der Fußsoldaten und einen Mechlift für die großkalibrigen Kampfgeher. Daneben gibt es noch ein Waffenlabor für die Erforschung verschiedener Erweiterungen, einen Energiegenerator und einen Verteidigungsturm. Credits erhält man periodisch durch die Einnahme der verschiedenen Außenposten. Jedes Team besitzt ähnliche Gebäude und verwendet die gleichen Ressourcen. Unterschiede gibt es hier nur im Design. Während die Northlands wie eine Mischung aus nordischer Sage und Zukunftsorks wirken, bringen die Ancient Force das aztekische Flair sehr schön rüber.
Screen 1
Schlecht, wen einem ein Stern geklaut wird.
Screen 2
Das Spielfeld wird initialisiert.
Screen 3
Unspektakulär.
Screen 4
Kleine Einspieler versüßen das Spiel.

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Packshot
3D-Echtzeitstrategie
von Take 2
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCFebruar 2007

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