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Test: Red Ocean
Spätestens seit den Filmen Abyss und Deep Star Six wissen wir, dass es in Unterwasserlabors heiss hergehen kann. Trifft das auch für Red Ocean zu?
Es gibt Shooter im Weltraum, im Urwald, im zweiten Weltkrieg (und davon weiss Gott genug), in Vietnam oder in der nächsten Dimension um die Ecke. Warum nicht mal einen in einer Unterwasserstation machen? Das dachten sich wohl auch die Hannoveraner Entwickler Collision Studios und schicken den Spieler in Red Ocean auf Tauchstation. Ob der Spielspaß dabei baden geht, versuchen wir hier zu klären.Bist du auch schon feucht?Der Spieler schlüpft in den Neoprenanzug von Tauchlehrer Jack Hard, der mit einem seiner Schüler auf dem offenen Meer unterwegs ist, um nach einem Bootswrack zu tauchen. Dabei stoßen die beiden Männer unerwartet auf den Eingang einer enorm großen Unterwasserstation, die von den Russen heimlich im kalten Krieg erbaut und dann aufgegeben wurde. Nun hat sich hier jedoch eine üble Terroristengruppe häuslich eingerichtet, um die Anlage für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Jack wird von seinem Schüler getrennt, den er wenig später nur noch tot in einer Blutlache liegend findet. Zu allem Übel versenken die Terroristen auch noch sein Boot.Jetzt gilt es, in der riesigen Anlage eine Fluchtmöglichkeit zu finden, ohne dabei den Terroristen in die Hände zu fallen. Zum Glück meldet sich alsbald über Funk ein unbekannnter Insider, der Jack durch den Komplex lotst und sich öfters mit hilfreichen Tipps zu Wort meldet. Der Charakter Doyle aus Far Cry stand hier offensichtlich Pate.Shooter bleiben auch unter Wasser was sie sindRed Ocean ist trotz des unverbrauchten Settings eigentlich ein höchst konventioneller und geradliniger Shooter. Der Spieler steuert Jack mit der gewohnten WASD-Maus-Kombination durch sehr düstere Tunnelsysteme, Labors und Höhlen und erwehrt sich mittels Waffengewalt zahlreicher, fast ausschließlich menschlicher Gegner. Zwar gibt es in dem weitläufigen Komplex jede Menge Abzweigungen und Türen – diese sind jedoch immer mit grünen Kraftfeldern versperrt, die nur die Terroristen durchqueren können. Für Jack gibt es hingegen grundsätzlich immer nur einen Weg, und den muss man halt gehen. Wird es ihm in den engen Tunnels mal zu dunkel, zückt Jack einfach eine Taschenlampe, die wie in Half-Life eine gewisse Zeit leuchten kann und sich danach wieder einen Moment aufladen muss.Das Spiel lebt einzig von seiner effektvoll inszenierten Balleraction. Rätsel, tiefgründige Story oder anderen Schnick-Schnack sucht man vergeblich. Leider wähnt man sich gerade bei der Gegnervielfalt in einer Star Wars'schen Klonfabrik. Es gibt im Grunde nur zwei Gegnertypen: normale Wachleute (die irgendwie aussehen wie die Far Cry-Söldner) und Elitetruppen in Spezialanzügen. Unterscheiden tun sie sich dabei nur in Bewaffnung und wie viele Treffer sie einstecken können. Ihre KI ist dabei eher durchwachsen und auf Masse statt Klasse ausgelegt, weswegen man trotzdem ganz gut beschäftigt ist. Einzig die Bosse bringen etwas Abwechslung in den grauen Shooteralltag: mal will ein U-Boot versenkt oder eine riesige Laserkanone demontiert werden. |
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81%
Red Ocean
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