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Test: Sam & Max: Reality 2.0

In dieser Episode ist das Internet im Visier der tierischen Fahnder. Kann wieder ein humoristischer Fall mit einer hohen Wertung ad acta gelegt werden?
 Sam & Max: Reality 2.0
Mit der fünften Episode nähert sich die erste und insgesamt sechsteilige Staffel langsam aber sicher dem Ende und das mit großem Erfolg. Entwickler Telltale Games ist in finanzieller Hinsicht sehr zufrieden und eine weitere Staffel des animalischen Duos ist so gut wie sicher. Kann die vorletzte Folge das hohe Niveau der Serie halten oder geht es langsam bergab?

Zur Hölle mit dem Internet

Nachdem Abraham Lincoln in sein kaltes Grab zurückgeschickt und Max zum mächtigsten Hasen der Welt gewählt wurde, hätte sich die Freelance Police normalerweise etwas Urlaub verdient, doch dafür ist keine Zeit. Gerade als der verrückte Hase weitere sinnlose Gesetze erlassen will, klingelt das Telefon und der Commissioner berichtet von einer neuen Gefahr. Ein Programm mit dem Namen Reality 2.0 zieht jeden in seinen Bann und User verlieren innerhalb weniger Sekunden den kompletten Kontakt zur Außenwelt. Diesem Treiben muss ein Ende gesetzt werden und ein Besuch bei Sybil steht an. Sam & Max müssen leider schnell feststellen, dass ihre Freundin (mittlerweile hauptberuflich Beta-Testerin) bereits in der virtuellen Realität gefangen ist. Mit ein wenig Gewalt kann Sybil gerettet werden und berichtet von einer Organisation, die Nebenan eingezogen ist und Reality 2.0 dort vertreibt. Nach einem Gastspiel in der Nachbarschaft, hat auch das ungleiche Paar Zugriff auf die virtuelle Realität und findet dort heraus, dass eine künstliche Intelligenz sämtliche Erdenbürger in ihre Knechtschaft zwingen will. Das scheint sogar sehr wahrscheinlich, denn das Programm ist E-Rated und das E steht für Everyone!

Gespiegelte Realität

Mehr als drei Stunden Spielzeit sollte man für diese Episode nicht einplanen, doch das ist man ja mittlerweile gewohnt. Kritik gab es die letzten Male für das ständige Recyceln alter Schauplätze. Telltale Games hat sich dieser Beanstandung angenommen und lässt die Handlung größtenteils in der virtuellen Realität stattfinden. Die neuen Schauplätze, die mit dem elektronischen Nager durchforstet werden wollen, spiegeln die Welt wieder, in der Sam & Max leben, nur sehen sie aus, als wären sie dem Film Tron entsprungen. Z.B. ist Sybils Büro oder Boscos Laden nicht wiederzuerkennen. Gegen Ende der Folge wird es dann noch mal richtig abgefahren und wer damals die alten Textadventures gespielt hat, wird Nostalgie pur erleben, versprochen. ;-)

Eine Steigerung möglich?

Eigentlich sollte man meinen, dass die vorherige Folge in Sachen Gagdichte und einfallsreicher Rätsel nicht mehr zu toppen sei, doch Reality 2.0 setzt da noch einen drauf. Dieses Mal wird das Internet auf die Schippe genommen und alles was mit dem World Wide Web in Verbindung gebracht werden kann. So ist z.B. eine Firewall eine echte Wand aus Feuer oder ein +2 Schwert eine mächtige Waffe gegen Virenschutzprogramme. Gegenstände die man aus der Realität mitbringt, verändern sich auf unterhaltsame und meist sinnvolle Weise. Aus einem Fernglas wird beispielsweise eine Cursorlupe, die bis auf einen Pixel genau alles vergrößert und aus dem kultigen Käfer der vorherigen Teile, wird ein hinterhältiger Computerbug, der auf seinen nächsten Einsatz wartet.
Die Kopfnüsse, die es zu knacken gilt, sind nicht mehr ganz so simpel wie zu Beginn der Staffel, jedoch immer noch zu anspruchslos für wahre Profis. Dafür sind die Rätsel witzig und sehr kreativ. Z. B. kontrollieren mehrere Computer die Parallelwelt, wovon jeder eine bestimmte Aufgabe hat. Ein Spielautomat aus den 80ern, der nebenbei größenwahnsinnig ist und nur die Zerstörung der Erde im Speicher hat, kontrolliert die Schwerkraft, die mit Hilfe des Computerbugs aufgehoben werden kann. Sprünge von mehreren Metern Höhe sind so kein Problem mehr und Dinge, die vorher unerreichbar waren, sind nun zum Greifen nah.

Strahlende Aussichten

Optisch hat sich in dieser Runde sogar etwas getan, auch wenn es nur geringfügig ist. In der Welt der Bits und Bytes strahlen viele Objekte, als würden sie mit Schwarzlicht beleuchtet werden. Dieser Effekt ist zwar nicht gerade atemberaubend, sieht aber ganz nett aus. Musikalisch bekommt man die bekannten Titel zu hören, mit dem Unterschied, dass diese sich in der zweiten Version der Realität anhören, als stammen sie von einem C64 und das hört sich umwerfend komisch an.
Screen 1
Jimmy verkauft jetzt Waffen
Screen 2
Diese Vereinigung alter Computer vertreibt Reality 2.0
Screen 3
Super Mario bekommt auch sein Fett weg
Screen 4
Ich hab mir Halbelfen immer anders vorgestellt

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Sam & Max: Reality 2.0

Packshot
Klassisches Adventure
von Telltale Games
USK-Freigabe keine Angabe
PCApril 2007

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