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Nachdem im letzten Jahr schon Rise & Fall mit der Antike auf dem RTS-Schlachtfeld angetreten ist, folgt jetzt Ancient Wars: Sparta, das ebenfalls Griechen, Perser und Ägypter in den Krieg zwingt. Innovative Features, beste Grafik und packende Story sind die Hauptargumente des russischen Entwicklerstudios World Forge. Wir haben uns das Sandalen-Spiel mal näher angeschaut.Macht, Gold und IntrigenAncient Wars: Sparta ist in den Jahren 500 bis 300 v. Chr. angesiedelt. Das antike Setting ist Schauplatz für die drei Kampagnen des Spiels, die sich allesamt um das persische Weltreich kümmern. Mit den namens gebenden Spartanern spielt man die Geschichte des Königs Leonidas bis zur legendären Schlacht bei den Thermopylen nach. Aufstände haben das Gebiet Spartas in Aufruhr versetzt und Leonidas muss die Ruhe wiederherstellen. Später liegt es dann bei ihm, die persischen Invasoren zurückzuschlagen, wobei ihm Intrigen den Weg erschweren.Ägypten anderseits war seinerzeit nicht so erfolgreich bei der Verteidigung des Landes gegen die Perser. Als Inaros, ein ägyptischer Feldheer unter der Knute der Perser, muss man sich vom Joch der Unterdrückung befreien, denn als Inaros zukünftige Frau von den Persern entführt wird, ist es ihm zu viel. Schlussendlich haben wir da noch die Perser, in deren Kampagne der Spieler für den Schutz des kürzlich ernannten Xerxes sorgen muss, damit dieser nicht wieder von seinem Bruder vom Thron gestoßen wird. Jeder Feldzug besteht aus ca. 10 Missionen, so dass wir insgesamt auf ungefähr 30 Einsätze kommen. Dabei bekommt man es mit recht unterschiedlichen Missionszielen zu tun, die so wenigstens etwas die sonst triste Präsentation der Geschichte auffrischen. Hier bekommt der Spieler nur viel Text zum Lesen und drittklassige Zwischensequenzen, die übrigens über die Spiel-Engine erstellt und gerendert wurden. Dadurch verliert das Spiel einiges an Reiz und will nicht so recht Atmosphäre aufkommen lassen. Wie eh und jeGrundvorausetzung für den Sieg in Ancient Wars: Sparta, ist die Förderung von Rohstoffen. Hier sind es Gold, Holz und Nahrung. Alle drei Parteien fördern diese Güter. Gold und Holz sind für den Bau von Gebäuden und das Rekrutieren von Einheiten wichtig. Lebensmittel spielen nur für die Einheiten eine Rolle, sollte man mal einen Engpass in der Nahrungsproduktion haben, muss man sich aber nicht gleich vor einem Massensterben fürchten. Die geliebten Kämpfer verlieren hierbei nur an Kampfeffizienz.Nahrung wird bei den Spartanern auf einer Getreidefarm „hergestellt“, bei den Ägyptern kommt sie aus der Oase und bei den Persern aus dem Schafstall. Das benötigte Holz schlägt man sich dann noch im nahe gelegenen Wald. Für Holz und Nahrung muss man zusätzlich noch Speicher aufstellen, um die Aufnahmekapazität zu steigern und die Wege zu verkürzen. Schwieriger wird es dann schon beim Gold, das findet man natürlich nicht überall und es muss mittels Mine oder Goldwäsche abgebaut werden. Während die Spartaner ihr Gold zum Hauptgebäude tragen, braucht man sich bei den anderen Parteien keine Sorgen, um den Transport machen, hier landet das Gold gleich auf dem Konto. Für jede Ressourcengewinnung muss man Arbeiter abstellen, je nach Anzahl bekommt man dann mehr oder weniger des gewünschten Gutes. Damit hätten wir schon fast den Großteil der Gebäude abgehandelt. Fehlt nur noch das Hauptgebäude, in dem die Arbeiter ausgebildet werden, die Kaserne, der Schießplatz und die Belagerungswerkstatt. Daneben darf man aber noch zwei Forschungseinrichtungen und Ausbildungsstätten für Unterstützungseinheiten aufbauen. Jede der Parteien hat diese Gebäude, sie sehen nur anders aus und haben einen anderen Namen. Für den nötigen Schutz sorgt man dann noch mittels Mauern, die erst aus Holz und später dann auch aus Stein aufgebaut sein können. Eingangsmöglichkeiten schafft man dann noch mit Toren. Wachtürme gibt es allerdings nicht, stattdessen müssen die Mauern mit eigenen Truppen besetzt werden. Ein paar Unterschiede gibt es dann aber doch. Während man mit den Spartanern die Flotte im Dock baut, machen die Perser das ganze mit ihren Arbeitern direkt irgendwo am Strand. Axt, Speer oder doch lieber das gute alte Schwert?In Sachen Einheitenvielfalt gibt es da schon mehr zu berichten. Jede Seite hat ihren eigenen Vorteil. Spartaner haben bessere Fernkampfeinheiten, Ägypter die besseren Nahkämpfer und die Perser sind gut mit dem Pferd. Von Nahkämpfern mit Schwert oder Axt über Fernkämpfer mit Schleuder oder Bogen bis hin zu Kriegselefanten und –galeeren, hat man fast alles dabei, was damals so Rang und Namen hatte. Die Reiterei holt man sich zusätzlich durch Pferde, die man sich vom Gegner klaut bzw. selbst „produziert“. Einfach die Infanterie aufsetzen lassen und schon hat man seine Kavallerie. Der wirkliche Clou in Ancient Wars: Sparta ist aber, dass es keine vordefinierten Einheitentypen gibt. Klickt man das erste Mal auf die Kaserne wird man sich erstmal wundern, denn da ist nix drin.Bevor der erste spartanische, ägyptische oder persische Krieger die Kaserne verlässt, muss man zunächst einmal einen Einheitentyp erschaffen. Mit ein paar Klicks wird dem Krieger Primär- und Sekundärwaffe zugeteilt, optional ein Schild zugewiesen und ein Name für die Kreation vergeben. Für jede Seite stehen mehrere Waffen, wie Speer, Schwert, Bogen, Schleuder oder Keule, zur Verfügung. Zusätzlich darf man auch verschiedene Schilder verteilen. Man sollte darauf achten, wo man seine Krieger ausbildet. Gibt man einem Nahkämpfer aus der Kaserne ein Schwert und einen Bogen ist dieser nicht so effizient mit der Fernkampfwaffe und sollte deshalb im Kampf auch besser direkt im Gemetzel eingesetzt werden. An dieser Stelle kommen auch noch mal die Arbeiter ins Spiel. Die können nämlich das Equipment gefallener Gegner aufsammeln, wodurch die eigene Einheitenproduktion billiger wird. Wie in vielen RTS bereits üblich, sammeln die Einheiten auch an Erfahrung und werden somit sehr viel effizienter. Eine erfahrene Truppe wird dann nicht so schnell aufgerieben. Ähnlich ist es bei den Helden, diese mächtigen Einheiten stehen zwar nur einmalig zur Verfügung, können aber immensen Schaden verursachen und sammeln in jedem Einsatz Erfahrung, die sie auch in die nächsten Missionen mitnehmen. Man sollte sie aber trotzdem nicht zu sehr der Gefahr aussetzen, in der Kampagne ist das Spiel bei Tod des Helden nämlich sehr schnell vorbei. Mit zusätzlichen Spezialfähigkeiten, wie Heilung oder Erhöhung der Kampfeffizienz in der Nähe befindlicher Soldaten, bringen diese Einheiten auch brauchbare Nebeneffekte. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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