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Test: Genesis Rising
Von Blut, Genen und organischen Raumschiffen
Lang ist es her, dass man sich als Echtzeitstratege durch die weiten des Alls kämpfen konnte. Zuletzt war das in Sword of the Stars oder Star Wars:Empire at War möglich. Jetzt geht es endlich wieder los. Der Sci-Fi-Fan darf sich, laut den Entwicklern von Metamorph, wieder auf epische Schlachten und auf innovatives Gameplay freuen. Wir haben das Weltraumspektakel genauer unter die Lupe genommen.3000 Jahre in der ZukunftGenesis Rising spielt in ferner Zukunft: Nachdem die Menschheit von Außerirdischen angegriffen und fast vernichtet worden ist, erhob sie sich gegen die Unterdrücker und jagte sie davon. In ca. 3000 Jahren hat sich die menschliche Gesellschaft völlig umgekrempelt. Die Menschen entwickelten sich zu einer militanten Rasse. Galaxie um Galaxie fiel ihnen zum Opfer. Sie breiteten ihren Einfluss auf fast das „gesamte“ Universum aus. Fast? Ja, fast, denn einen Teil haben sie noch nicht erobert, die Lichtwellen-Galaxie. Der Ursprung des Universums. Ort des Allherzens, dem Quell unglaublicher Macht. Der Spieler verkörpert Captain Iconah, der ausgesandt wird, um das Allherz zu finden, damit die Menschen endlich zu Göttern werden können. Mit einer kleinen Gruppe von organischen Schiffen wird er auf den Weg geschickt.Organische Schiffe? Während die Menschen das Universum überrannten, entwickelten sie eine Technologie, die es ihnen ermöglichte organische Raumschiffe zu produzieren. Gefüttert mit Blut, können diese Organiden ohne Raumdock geheilt und umgerüstet werden. Eine wahrlich hervorragende Sache, Blut braucht man deswegen aber trotzdem. Dazu aber später mehr. Die Geschichte um Captain Iconah, wird mit ordentlichen Rendersequenzen und Dialogen erzählt, in denen man selbst die Stimmung der Antwort bestimmt. Je nach Antwort macht man sich dann eher Freunde oder Feinde bzw. bekommt andere Informationen und der Kampagnenverlauf ändert sich. Während der Reise trifft man so z.B. auf die Cybreed, eine Rasse halb humanoid, halb Maschine, die man für den Kampf gegen die Widerständler gewinnen kann. Die Widerständler sind eine Rasse, die sich auf dem Gebiet der organischen Schiffe auskennen. Allein deshalb stellen sie eine Gefahr für die Menschen dar und müssen vernichtet werden. Die aus 30 Missionen bestehende Kampagne wird nicht Mission für Mission durchgespielt, stattdessen muss man selber entscheiden, wo es hingeht. Durch fleißiges Erfüllen der Missionsziele erhält man dann nach jedem Einsatz einen oder zwei neue Orte, zu denen man per Hypersprung fliegen kann. Am Ende muss man allerdings alle Einsätze abgeschlossen haben. An sich eine sehr abwechslungsreiche und spannende Geschichte, gerade weil man auch teilweise selbst bestimmen kann, wie es weiter geht. Einige Mankos gibt es aber trotzdem. So werden z.B. die Widerständler, gegen die man in der Lichtwellengalaxie kämpft, nur unzureichend eingeführt. Man versteht nicht, was diese Leute für eine Rolle spielen. Dazu kommen in der Kampagne auch wieder die üblichen Verdächtigen als Missionsziele in Frage. Suchen und vernichten, eskortieren, verteidigen, übernehmen und schleichen. Das kennt man schon. Der Hauptteil der Einsätze bedient sich dabei des Schema F, Blut sammeln und Gegner plätten. Für Spielspaß nach der Kampagne soll der Multiplayermodus sorgen, in dem man mit bis zu 12 Spielern um den kostbaren Lebenssaft kämpfen kann. Auch ein Gefechtsmodus ist integriert. Verschiedene Modi für Einzel- und Mehrspieler gibt es aber nicht, lediglich ein Standard Deathmatch-Modus ist vorhanden. Blut, Gene und DiplomatieGenesis Rising ist ein waschechtes Echtzeitstrategiespiel, allerdings werden hier, im Gegensatz zum typischen RTS, zwar Ressourcen abgebaut aber keine Basis errichtet. Stattdessen dient der Omnikreuzer von Captain Iconah als fliegendes Hauptgebäude. Wird es vernichtet, ist das Spiel vorbei.Die universelle Ressource in Genesis Rising ist das Blut. Das holt man sich aus herumstehenden Depots oder von feindlichen Raumschiffen, die man zuvor abgeschossen hat. Das Blut hat zwei Verwendungszwecke, zum einen dient es der Heilung der Schiffe, was der Sammler übernimmt, und zum anderen werden damit Aufwertungen erforscht und neue Waffen, Schilde und sog. Verstärker produziert, die man auf den Schiffen einsetzen, umtauschen und wieder zu Blut machen kann. Es handelt sich dabei um die Gene. Diese Gene werden im Labor, einem speziellen Raumschiff, erstellt und in den globalen Genpool übertragen. Von hier aus darf man dann seine Organiden nach Belieben mit einem neuen Genom ausstatten. Eingesetzte Gene können aber auch wieder zurückgenommen und auf anderen Schiffen eingesetzt werden. So kann man seine Flotte in kurzer Zeit auf eine neue taktische Situation einstellen. Entfernungen spielen dabei keine Rolle, Gene können überall aus den Raumkähnen genommen und auf ein anderes weit entferntes Schiff verbracht werden. Die Palette an Genen ist dabei sehr weit gefächert. Angefangen bei Puls- und Laserwaffen, über Langstreckenraketen, eine Parasitenbombe, die das feindliche Schiff auffrisst, bis hin zu Schutzschilden und Verstärkern wie zusätzliche Panzerung oder erhöhte Geschwindigkeit. Ganz wichtig ist auch das Entern-Gen, mit dem man ein feindliches Raumschiff oder eine Station übernehmen kann. Auf jedem Pott kann man eine unterschiedliche Anzahl Gene „verbauen“. Zu Beginn hat man nur leichte Jäger, auf denen man bis zu drei Gene platzieren kann. Später darf man auf Fregatten, Kreuzern und den restlichen ca. 25 Schiffstypen auch ein paar Funktionen mehr verteilen. Insgesamt können rund 50 verschiedene Gene verwendet werden. Diese werden aber nicht auf dem Laborschiff erforscht, sondern müssen von feindlichen Schiffen geborgen werden, erst dann kann man weitere davon produzieren. Da das Gen-Management bei vielen Einheiten etwas zu aufwändig wäre, hat man wohl auch beschlossen ein Schiffslimit einzuführen, so dass man es meistens mit einer recht kleinen Gruppe zu tun hat und das hantieren mit Genen nicht allzu lästig wird. |
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