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Test: NSR - Nitro Stunt Racing
Günstig und gut? NSR geht im Budgetsegment auf Funracer-Kundenfang.
Rennspiele müssen heute schon etwas besonderes bieten: Entweder man bringt eine nahezu perfekte Simulation einer Rennserie an den Start wie etwa GTR 2 . Man kann aber auch mit einem sagenhaften Umfang wie DTM Race Driver 3 auftrumpfen. Das beliebte TrackMania United bindet hingegen die Community quasi direkt ins Spiel ein und hat daher zahlreiche Fans. Bei unserem Testtitel NSR - Nitro Stunt Racing (NSR) versucht man über den Kampfpreis von nicht einmal 15 Euro an den Käufer zu kommen. Was so ein Rennspiel light dann wirklich taugt, zeigt euch unser Test. Low Budget = Low ContentUm es gleich einmal schonungslos darzulegen: Drei Strecken und vier Autos, mehr bietet das Spiel vom Umfang her nicht. Na gut, die drei Rennstrecken werden auch noch invertiert gefahren und unterscheiden sich in ihrer Charakteristik voneinander. Kurs 1 kommt mit Loopings daher und ist vollkommen asphaltiert. Auf Kurs 2 kommt es auf die Sprungkünste des Fahrers an, da es hier von Buckeln nur so wimmelt. Und Kurs 3 entpuppt sich als Cross-Strecke auf der hauptsächlich ein gutes Drifthandling gefragt ist.Die nur vier Wagen kann man immerhin noch mit zig Skins, die freigefahren werden müssen, von der Lackierung her verändert werden. Die Dinger nennen sich übrigens F-Jets - dies bedeutet soviel wie Formel Jet. Diese Open-Wheel-Autos können sowohl dank V10-Motor auf der Rennstrecke entlang düsen, als auch mit ihren beweglichen Flügeln und Spoilern bei Sprüngen in der Luft gesteuert werden. Zusätzlich sind sie mit einem Boost, in diesem Fall mit Turbojets ausgerüstet. Jeder der vier F-Jets hat seine Vor – und Nachteile. Während der eine mit einer hohen Maximalgeschwindigkeit glänzt, kann der andere besser Beschleunigen, der nächste hat die bessere Straßenlage und der vierte steuert sich besser in der Luft. Der eine hat gnadenloses Übersteuern, der andere Untersteuern, der nächste liegt neutral, usw. Übrigens müssen auch drei der vier Wagen erst freigeschaltet werden. Selbst das Training zählt als SpielmodusFünf Spielmodi verspricht die Verpackung und zählt sie auch gleich auf: Training, Arcade, Rennen, Duell und Meisterschaft. Während Training wohl selbsterklärend ist, liegt der Unterschied zwischen Arcade und Rennen nur darin, das man bei Arcade immer als Letzter startet und bei Rennen erst eine Qualifikation fahren darf. In der Meisterschaft düst man dann mehrere Runden auf jedem Kurs herum und versucht Punkte einzufahren. Ein etwas undurchsichtiges Punkteberechnungssystem (braucht 2 ½ Seite im kurzen Handbuch zur Erklärung?) mit Bonuspunkten für schnelle Runden, Qualiplatzierung, etc. liegt der Meisterschaft zu Grunde. Am Ende geht es aber wie in jedem Rennspiel nur darum einfach Sieger zu werden. Wer nun erwartet, das sich hinter Duell ein Mehrspielermodus versteckt wird enttäuscht – den gibt es in NSR nämlich überhaupt nicht. Im Duell versucht man einfach über mehrere Runden einen KI-Gegner in der Anzahl der Führungsrunden zu schlagen. Immerhin – so man sich anfangs online registriert hat – kann man seine Rundenrekorde mit anderen Spielern online vergleichen.Rennspaß in seiner billigen DimensionFahrerisch macht NSR sogar Spaß - zumindest die erste halbe Stunde, dann wird es nur noch öde und langweilig. Solange kann einem die durchaus fordernde bis knackige KI (drei Schwierigkeitsstufen) und die, für einen Arcade-Racer, ganz passable Fahrphysik bei der Stange halten. Letztere ist sogar relativ anspruchsvoll und so müssen die F-Jets mit geschicktem Gegenlenken und gefühlvollem Gas- und Bremsfuß um die Kurven gejagt werden. Dazu kommt noch zusätzlich die Steuerung in der Luft. Mit etwas Übung und einem Lenkrad oder Gamepad lassen Siege nicht lange auf sich warten. Wer die F-Jets mit einer Tastatur um die Pisten jagt, hat da schon eher Probleme.Von Stoßstangen- über Cockpit-, bis Verfolgerkamera ist alles dabei. Das HUD ist aufgeräumt und zeigt visuell (auch akustisch) an, wenn der Motor durch übermäßigen Turbojet Gebrauch zu überhitzen droht. Ignoriert man dies (und hat Schaden auf AN gestellt) gibt der F-Jet auch schnell mal den Geist auf. Genauso verträgt er nur wenige Crashs, die bei den sehr aggressiven KI-Gegnern schneller passiert sind, als einem lieb ist. Letzteres nervt auf Dauer. Optisch sehen die F-Jets ganz schick animiert aus. Auch die Streckengrafik zeigt mehr als es der Preis erwarten lässt. Beides kann aber nicht mit der Präsentation aktueller Genre-Größen mithalten. Peinlich wird es dann leider beim Sound. Die Motorengeräusche sind viel zu schwach und von der nervigen Hintergrundmusik wollen wir erst gar nicht sprechen. |
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