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Test: Sam & Max: Bright Side of the Moon
In der letzten Episode der ersten Staffel geht es ab auf den Mond. Können die tierischen Detektive dort eine astronomische Wertung einfahren?
Als Telltale Games im November 2006 mit der ersten Folge Culture Shock den Startschuss für die sechsteilige Staffel gaben, waren sich selbst die Entwickler unsicher, ob das Prinzip der monatlichen Folgen überhaupt hinhaut. All die Skepsis war unnötig und Season One ein voller Erfolg. Mit Bright Side of the Moon geht das Adventure in die vorerst letzte Runde. Kann die geniale Folge Reality 2.0 noch einmal getoppt werden?Einmal Mond und zurückNach dem Zusammenbruch des Internets hat sich die Welt für die Freelance Police nicht sonderlich geändert. Max ist immer noch Präsident und Sam wird den Verdacht nicht los, dass das World Wide Web nicht allein an all dem Chaos Schuld war. Diese Befürchtung bestätigt sich mit einem Anruf des Commissioners. Der Übeltäter ist ein alter Bekannter und Begründer einer neuen Sekte, die ihre Zelte auf dem Mond aufgeschlagen hat. Mit Hilfe des Trabanten sollen alle Menschen gefügig gemacht und das Böse aus der Welt geschafft werden. Das darf auf keinen Fall geschehen und das tierische Duo macht sich auf den Weg zum Mond, um dort für Recht und Ordnung zu sorgen, wenn nötig auch mit sinnloser Gewalt.Der Schuldige ist gefundenDie letzte Episode beantwortet alle offenen Fragen der anderen Folgen und schließt sämtliche Handlungsstränge lückenlos ab. Nach drei Stunden sollte somit der Adventure-Freund zufrieden gestellt sein und Nachts nun endlich wieder ruhig schlafen können. Die Auflösung ist zwar nicht sonderlich spannend, dafür aber gewohnt abgedreht.Der größte Teil der Handlung findet dieses Mal auf dem Mond statt, wobei natürlich alles veralbert wird, was im entferntesten Sinn mit der Raumfahrt zu tun hat. Wie üblich werden wieder die alten Schauplätze recycelt, doch bei weitem nicht mehr so schlimm, wie es am Anfang der Fall war. Der Ort an dem die Sekte ihren Stützpunkt gegründet hat, ähnelt sehr einem Freizeitpark inklusive Achterbahn und Merchandising-Stand. Dort trifft man auf alte Bekannte und erfährt von ihnen, was sie in der Zwischenzeit so angestellt haben, nachdem sie vom animalischen Duo terrorisiert worden sind. Max³Die alten Kameraden haben eins gemeinsam: alle sind durch ihren Eintritt in die Sekte mit einer Besonderheit belohnt worden. So kann z.B. der berühmte Fernsehhahn aus Situation Comedy Ratten aus einem Hut zaubern und Abraham Lincoln problemlos Leute zum Übergeben bringen. Diese skurrilen Fähigkeiten werden selbstverständlich im Laufe des Spieles benötigt und durch einige Hinterlistigkeiten von der Freelance Police erworben.Äußerst einfallsreich sind wieder die Rätsel geraten. Da wird beispielsweise eine Mondlandefähre als Allzwecköffner missbraucht oder ein Taschendiebstahl umgangen, indem man den erbeuteten Gegenstand einfach jemanden gibt, der keine Taschen hat. Als dann all die schlechten Eigenschaften von Max im Laufe der Handlung ein Eigenleben entwickeln, bleibt kein Ort mehr sicher und kein Auge mehr trocken. Das Wiedersehen mit den vielen Bekannten, wie z.B. den C.O.P.S., ist ein weiteres Highlight. Die Oldies unter den Computern entwickeln auf dem riesigen Käsestück das ultimative Spiel. Was es ist, wird hier natürlich nicht verraten, es ist aber auf jeden Fall kultverdächtig und wird vom total durchgedrehten Automaten beeindruckend präsentiert. Den Abspann abwartenOptisch hat sich in all den Folgen so gut wie gar nichts getan, was nicht verwunderlich ist, da alle Episoden mit demselben Tool gebastelt worden sind. So bekommt man wieder den charmanten Comic-Look zu sehen, dem es jedoch an modernen Effekten fehlt.Die englischen Sprecher machen ihre Arbeit, zum vorerst letzten Mal, unüberraschend perfekt. Der Wortwitz sitzt wie eh und je und lässt nur hoffen, dass die angekündigte deutschen Fassung ähnlich gut sein wird. Eine kleine Besonderheit gibt es beim Abspann zu hören. Ein klasse gesungener Song untermalt die letzten Taten des tierischen Duos. Allein für diese selbstablaufende Sequenz mit der hervorragenden Musikuntermalung ist der Download, für alle die was für die beiden freischaffenden Polizisten übrig haben, eine Verpflichtung. |
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