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Test: The Hell in Vietnam
Bewirft uns City Interactive diesmal mit einer Spielspaßgranate? Oder ist das Spiel eher zum wegwerfen?„Oh nein, nicht schon wieder eins!“ Dieser Gedanke kann einem kommen, wenn man mal wieder hört, dass die polnischen Entwickler City Interactive einen neuen Shooter ankündigen. Alle paar Monate bringen die Jungs ein neues Battlestrike oder Terrorist Takedown raus. Die Produktpalette dürfte mittlerweile ähnlich unübersichtlich sein, wie die komplette Auswahl an Grafikkarten von Nvidia und ATI zusammen. Eines muss man unseren Nachbarn aus dem Osten aber lassen: vergleicht man die älteren Terrorist Takedown-Ableger mit dem jüngst erschienen Code of Honor , so kommt man nicht umhin festzustellen, dass sich City Interactive seit dem deutlich verbessern konnten – auch wenn sie noch weit davon entfernt sind wirklich gute Spiele (im Sinne des ernsthaften Zockers) zu machen. Jetzt habe ich hier The Hell in Vietnam auf dem Schreibtisch liegen. Ob die Polen diesmal erneut zulegen konnten soll der Test zeigen. Mal wieder in VietnamDer Titel verrät es schon, dies ist ein Spiel im Vietnamszenario. Der Spieler übernimmt die Rolle des Soldaten Coburn, der in insgesamt acht lose zusammenhängenden Levels Kriegseinsätze im dichten vietnamesischen Dschungel bestehen muss. Eine Story ist quasi nicht vorhanden. Das einzige was man ansatzweise so nennen kann sind die in Tagebuchmanier gehaltenen Missionsbeschreibungen in den Ladepausen.Hell in Vietnam ist ein schnörkelloser, geradliniger Egoshooter alter Schule. Man startet an Punkt A und muss sich durch ein weitestgehend schlauchartiges Leveldesign zu Punkt B vorkämpfen. Mit dabei sind bis zu drei KI-Kameraden, die gelegentlich auch mal was treffen, aber meist nur vorzüglich im Weg rumstehen. Gegner sind natürlich die allseits beliebten Vietcong (im Spiel als „Schlitzauge“ bekannt), die stets getriggert aus dem Unterholz auftauchen, zu ihrer festgelegten Position sprinten und das Feuer eröffnen. Gelegentlich taucht auch mal ein gepanzertes Fahrzeug oder ein Hubschrauber sowjetischer Bauart auf. Das Waffenarsenal (M16, AK47 und Co) ist aus ähnlichen Shootern wie Vietcong oder Men of Valor altbekannt. Auch Verwundungen werden wie gehabt mit den großzügig verteilten Medikits geflickt.Neben den Standardballereien gibt es z.B. in einem Level auch Abwechslung in Form einer gemütlichen Bootstour, während man vom Ufer aus unter Beschuss genommen wird. Dem Spieler steht zum zurückballern ein mächtiges Zwillings-MG zur Verfügung. Klingt eigentlich weniger gemütlich? Normalerweise wäre es das auch nicht, aber seltsamerweise ist das Boot unzerstörbar. Man könnte sich also genauso gut einfach zurücklehnen und sich zum Levelende schippern lassen. Trotz massenhaft Treffer aus zahlreichen Panzerwagen blieb die Schadensanzeige stets bei 100%. Nur die zwei Stellen an denen man aussteigen muss um z.B. zwei Bunker in die Luft zu sprengen, können gefährlich werden. Die Frage ist nur, ist's ein Bug oder Absicht? |
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