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Test: Two Worlds

Lang erwartet, heiß diskutiert - Ist Two Worlds die erhoffte Alternative zu Oblivion?
 Two Worlds
Mit dem Burschen hätten sie sich lieber nicht anlegen sollen… Geheimnisvolle Fremde haben die Schwester des Helden verschleppt und der berüchtigte Kopfgeldjäger ist jetzt verdienterweise ein wenig ungehalten. Kein noch so entlegener Zipfel der riesigen Fantasywelt Antaloor bleibt unerforscht, egal ob ihn der Weg in von wilden Tieren heimgesuchte Wälder, auf neblige Bergspitzen, durch karge Wüstenregionen, tief unter die Erde, oder mitten in die größeren Städte führt.
All das erlebt man für gewöhnlich aus der dreh- und zoombaren Verfolgerperspektive, denn die alternative Egoansicht funktioniert nur im unbewaffneten Zustand und wird dadurch weitgehend unbrauchbar, außer man will zwischendurch mal einfach freie Sicht auf die Landschaft genießen.

Heldenbaukasten light

Die Hintergrundgeschichte um die entführte Zwillingsschwester Kira (auch bekannt als die freizügige Dame vom Cover), ihre Sisternapper, alte Familienlegenden und die Gefahr durch ein Relikt, das einst den Gott der Orks aus Antaloor verbannte, ist sicherlich nicht Nobelpreis-verdächtig und hätte zusätzliche Wendungen und Überraschungen vertragen können. Sie bildet jedoch einen vernünftigen Rahmen für actionreiche Monstermetzeleien und die zahlreichen Nebenhandlungen der Quests.
Der Charaktergestaltung vor Spielbeginn sind durch die Story gewisse Grenzen gesetzt: Der Hauptdarsteller ist stets männlich und ein Mensch – auch wenn er bei unsachgemäßer Handhabung der verschiedenen Schieberegler vielleicht entfernte Ähnlichkeit mit einem Goblin bekommt. Aber dafür gibt´s ja zum Glück dekorative Helme, die selbst die grässlichste Visage einigermaßen verhüllen.
Die sonstigen Einstellungsmöglichkeiten können auch nicht ganz mit manch anderem Spiel mithalten, ermöglichen aber immerhin die Auswahl von Dingen wie Körpergröße, Teint, Haarfarbe, Frisur, Augenabstand oder Kieferform.
Richtig ansehnlich wird der Gute jedoch sowieso erst durch seine später angehäufte Ausrüstung, welche in ihrer ganzen Pracht am Körper des Trägers zu bestaunen ist.

Von Bringdiensten und Frühjahrsputz

Die meisten Bewohner ahnen kaum etwas von der drohenden Katastrophe und halten willige Söldner oftmals mit ganz alltäglichen Sorgen auf Trab. Da besorgt man etwa Wolfsherzen für den zurückgebliebenen Koch, organisiert Federn für Bogenpfeile, holt einem Magier-Tattergreis seinen Stab, den freche Gnome als Knüppel herumschleppen, oder klaubt sonstigen Kleinkram zusammen und erledigt verschiedene Botendienste.
Kniffliger wird es dann schon, wenn ausgedehnte Kampfhandlungen gefragt sind. Ganze Zwergenclans, Orklager und Banditencamps fallen dem übereifrigen Helden zum Opfer, Höhlen werden „gesäubert“ und man lüftet auch gleich noch das Geheimnis um das Schicksal verschollener Patrouillen – in den dunklen Schächten lauert bisweilen ein noch viel kräftigerer Unhold als die kleinwüchsigen Krieger…
Ein paar schräge Aufträge dürfen dann auch nicht fehlen. Etwa die Sache mit den geklauten Unterhosen des Hauptmanns oder die Geschichte vom geklonten Zauberer, der Probleme mit seinem Doppelgänger hat. Aber ist er auch wirklich der Echte?

Mit den Mächtigen auf du und du

Manche Zeitgenossen zeigen dem Protagonisten erst mal die kalte Schulter, tauen aber merklich auf und bringen eigene Anliegen vor, sobald man durchs Lösen von Aufträgen bei ihren weniger zugeknöpften Gildenkollegen ein paar Sympathiepunkte sammeln konnte. Sieben Gruppierungen dominieren das Geschehen, darunter die Bruderschaft (Kriegergilde), die Gemeinschaft der Magier, die Nekromanten und zwei verfeindete Sippen. Neben frischen Quests beschert einem höhere Bekanntheit unter anderem feine Rabatte auf das Sortiment der Händlergilde.
Auch bei „normalen“ NPCs macht sich das Rufsystem - etwa nach Diebstählen - bemerkbar, insgesamt aber mit kleinen Abstrichen. Einen Anführer und einen weiteren Quest-Geber konnte ich beispielsweise völlig ungestraft abmurksen, um anschließend ohne Aufwand ihre Schlüssel für wichtige Türen zu kassieren. Keiner hat´s gemerkt.
Die Sterblichkeit aller Figuren kann zu unschönen Effekten führen, falls beispielsweise Skill-Lehrer bei Angriffen marodierender Wildtiere das Zeitliche segnen. Es ist sogar möglich, gleich am Anfang einen der zentralen Charaktere zu töten und das Spiel zu einem mehr als jähen Ende zu bringen. Per Patch wird der Kerl aber zum Glück gegen solche Frechheiten immun.

Das Kampfsystem: Schnell erlernt, mit praktischen Abkürzungen

Gespräche sind ja gut und schön, aber unser Abenteurer fühlt sich eigentlich nur mitten im Schlachtgetümmel so richtig zuhause. Wie gut, dass es an den meisten Orten nur so vor menschlichen und übermenschlichen Widersachern, die übrigens nicht wie bei OblivionWeitere Infos mitleveln, wimmelt. Hungrige Wolfsrudel, Wegelagerer, bogenschießende Skelette, von Nekromanten beschworene Zombies, Riesenspinnen, ja sogar waschechte Drachen wollen dem Helden ans Leder.
Da heißt es Schwert zücken und zurückschlagen – die linke Maustaste bewirkt eine Attacke mit der aktuellen Waffe, auf der rechten liegt je nach Vorliebe zum Beispiel ein Angriffs- oder Unterstützungszauber. Gleich vier durchschaltbare Leisten stehen außerdem als Behälter für das Belegen mit Sprüchen, Fähigkeiten und Objekten zur Schnellauswahl über die Zahlentasten bereit. Gerade der Nahkampf gestaltet sich so erfreulich unkompliziert, beim Bogenschießen sollte man die Maustaste länger gedrückt halten, um größeren Schaden zu verursachen. Mit dem eventuell vorhandenen Schild wird automatisch geblockt.
Die künstliche Intelligenz reagiert ein wenig durchwachsen. Manche Kreaturen heften sich durchaus hartnäckig an die Fersen des Hauptcharakters oder greifen ihn von hinten an. Andere lassen sich aber ganz schön an der Nase herumführen und kehren, nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“ beispielsweise unverrichteter Dinge an ihren Ausgangsort zurück, wenn man ein Stück wegrennt.

Wir bauen eine Falle, das wird das beste sein, der kleine König Kalle…

Eine Besonderheit von Two Worlds sind einige coole Fallen, mit denen man übermächtige Missgeburten schwächen oder ihnen gar den Rest geben kann. Neben simplen Bärenfallen gibt es dort etwa fiese Giftspritzen oder verheerende Nadelbomben. Auch diese nützlichen Helfer sind gut in den Hotkey-Leisten aufgehoben.
Screen 1
Der Held kann manchmal recht witzig sein
Screen 2
Stimmungsvoll: Sightseeing im Regen
Screen 3
Diese Schädelansammlung verheißt nichts Gutes
Screen 4
Grün bedeutet, die Rüstung aus dem Inventar des Räubers kann mit meiner eigenen verschmolzen werden
Screen 5
Übersichtlich und überzeugend: Das Menü fürs Verbessern der Skills
Screen 6
Mach´s Maul zu, du stinkst!

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Two Worlds

Packshot
Rollenspiel
von Topware
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCMai 2007
360August 2007

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
80 %
Test lesen
Magazine
83 %
Übersicht
Unsere Leser
86 %
Übersicht
Deine
70 %

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