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Test: Temple of Tangram
Was steckt hinter dem Esoterik-Gewäsch auf der Packung?Tangram ist ein uraltes Legespiel aus China. Es besteht aus einem Set von sieben Teilen (Drei- und Vierecke), aus denen man bestimmte Formen zusammenpuzzeln muss. Fantastic.tv hat mit Temple of Tangram nun eine Umsetzung als Computerspiel gebracht.Nette IdeeDabei wurde keine schnöde 1:1 Umsetzung gemacht, sondern man hat konsequent die Möglichkeiten des PCs genutzt, um das Spiel abwechslungsreicher und spannender zu gestalten. So tickt gnadenlos eine Uhr herunter, während man das Rätsel bewältigen muss, und es gibt diverse Hindernisse, die das Lösen erschweren. Mal klaut ein Kobold (oder was auch immer das sein sollte) ein bereits abgelegtes Teil und man muss es nochmal hinlegen, mal tappt man buchstäblich im Dunkeln und sieht nur einen kleinen Bereich rund um den Mauspfeil, mal verschwinden alle abgelegten Teile, so dass man sich merken muss, wo man sie hingelegt hat usw. Im späteren Verlauf treten diese Hindernisse oft auch zeitgleich auf, was dann schon zu einem happigen Schwierigkeitsgrad führen würde, wenn da nicht die Hilfe-Funktion wäre.Denn diese gibt nicht etwa nur einen Tipp, nein, sie zeigt genau, wie alle Steine angeordnet sein müssen - zwar nur kurz, aber da man oft nur die Idee braucht, reicht das völlig aus. Und weil man immer wieder bei dem Level anfangen darf, in dem man zuletzt war, ist die Versuchung groß, die Hilfe zu aktivieren und dann einfach neu zu starten, falls die Zeit nicht mehr reicht. Insgesamt führen fünf Pfade a 50 Puzzles zum Tempel. Hat man den ersten geschafft, sind die anderen vier freigespielt, bieten aber auch nichts Neues mehr und fangen wieder relativ leicht an, was einem nach den doch ziemlich knackigen letzten Levels dann recht öde vorkommt. Nette BeigabenWobei die Tangram-Levels eigentlich nie so richtig schwer sind. Viel happiger ist da das ab und an auftretende Zwischenspiel, bei dem man die Puzzleteile freispielen muss. Dieses funktioniert ähnlich wie Tetris: Man hat einige Symbole auf dem Bildschirm und muss neue so anlegen, dass drei Symbole in einer Reihe (horizontal, vertikal oder diagonal) angeordnet sind. Schafft man es nicht vor Ablauf der Zeit alle YingYang-Symbole auf diese Weise abzuräumen, oder erreichen die Symbole den unteren Bildschirmrand, muss man von vorn beginnen.Dem Spiel liegt übrigens auch ein kleines Holz-Tangram-Spiel bei. Nette UmsetzungBei einem simplen Puzzlespiel sollte man optisch keine Wunderdinge erwarten, und von denen ist Temple of Tangram auch weit entfernt. Keine Ahnung, welches Spiel der Autor der Packungsrückseite gespielt hat, von den „lebendigen“ Landschaften jedenfalls keine Spur. Ein wenig mehr Abwechslung hätte hier gut getan.Das ganze Spiel ist leicht esoterisch angehaucht, zum Glück lassen sich die (Binsen-)Weisheiten aber abstellen. Die Musik passt sich dem an und ist ganz nett anzuhören, die Spiel-CD enthält auch den Soundtrack. Die Steuerung ist in Ordnung, man zieht die Teile mit Drag&Drop auf den Bildschirm und dreht sie dann mit dem Mausrad bzw. der rechten Maustaste bis sie die gewünschte Position einnehmen können. Auch der mitgelieferte Editor ist einfach zu bedienen und ermöglicht es, weitere Figuren über die 250 mitgelieferten hinaus zu bauen. |
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86%
Temple of Tangram

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