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Test: LOKI - Im Bannkreis der Götter
Vier Recken und ein Totengott auf den Spuren des Teufels.
Mit vier unterschiedlichen Klassen, über 150 zufällig generierten Gebieten, haufenweise Gegnern und Gegenständen und nicht zuletzt mit einem Multiplayer-Modus wollen Crimson Cow und Cyanide das wohlbekannte Diablo-Feeling einfangen. Gelingt die Teufelsaustreibung des Hack'n'Slay-Throns?Totgesagte leben wiederIn Loki jagt man wahlweise als muskelstrotzender Barbar, leichtbekleidete Schamanin, grimmige Amazone oder stabschwingender Kampfmagier dem Todesgott Seth hinterher. Dieser wurde nämlich von den Toten wiedererweckt und treibt sein Unwesen nicht nur in seiner eigenen Mythologie, sondern streckt seine langen Finger auch noch nach den Reichen anderer Götter wie Zeus oder Thor aus. Erzählt wird das Ganze mit Hilfe von viel Text und einigen gut aussehenden, aber seltenen Zwischensequenzen; aber auch die schaffen es nicht, die flache Story noch zu retten.Im Laufe der Geschichte fallen den Klingen und Zaubern nicht nur Abertausende von Gegnern zum Opfer, wir durchwandern auch – auf den Spuren Seths – die vier Mythologien, die uns von Entwickler Cyanide spendiert worden sind: Neben Quetzalcoatl (Aztekenreich) und Zeus (Griechenland), treffen wir unter anderem auch auf die nordische Gottheit Thor und Ägyptens Göttin Nummer Eins, Isis. Und mit treffen ist auch wirklich treffen gemeint, denn die vier Recken erhalten ihre Aufträge zur Rettung der Welt direkt von den Göttern. Warum die Götter aber der Hilfe von sterblichen Helden bedürfen, bleibt komplett im Dunkeln. Glauben ist allesDie Religion ist in Loki überhaupt keine Glaubensfrage, sondern fester Bestandteil des Gameplays: Anders als bei den meisten Genrevertretern, bekommt man keine Skillpunkte für einen Aufstieg in den nächsthöheren Level. Vielmehr wird ein Teil der durch Schnetzeln und Questen erworbenen Erfahrungspunkte auf ein spezielles Glaubenspunktekonto überwiesen, das sich allerdings langsamer füllt, als das der „normalen“ Erfahrungspunkte. Erst wenn das Glaubenskonto gefüllt ist, erhält man einen Punkt, den man für einen der etwa 200 Skills (Feuerball, Einhandbeherrschung...) verbraten kann. Diesen Punkt darf man aber nur für den Skilltree desjenigen Gottes verwenden, für die man die Punkte auch gesammelt hat: Man kann nämlich nur einen Gott gleichzeitig anbeten, auch wenn jeder Charakter über drei Fähigkeitenbäume verfügt. Wer als Amazone also Ares anbetet, aber sich dann doch lieber für Artemis oder Athene entscheidet, der kann seinen Glauben jederzeit an speziellen Altären ändern. Die Skills lassen sich bis zum Level 25 aufpowern.Wer sich übrigens mal verdrückt haben sollte, der kann seinen aktuellen Skilltree jederzeit – gegen ein Entgelt versteht sich – zurücksetzen und seine hart erkämpften Punkte nochmals verteilen. Die „normalen“ Erfahrungspunkte braucht man hingegen um seine Attribute wie z.B. Stärke oder Vitalität zu erhöhen. AngriffslustigFester Bestandteil des Gameplays ist natürlich auch das Verprügeln diverser Monster, die in allen Formen, Farben und Größen – natürlich mit alten Bekannten, wie dem dürren Skelett, dem wankenden Zombie und der oft gesehenen Riesenspinne - während des Spiels auftauchen und dem Helden ans Leder beziehungsweise ans Kettenhemd wollen. Aber auch mit Seths schrecklichsten Schergen – selbst wenn sie den Helden um ein Vielfaches überragen – wird man locker fertig - gesetzt dem Fall, die linke und die rechte Maustaste funktionieren. Mit der linken führt man den Standardangriff mit der derzeit ausgerüsteten Waffe aus, während ein Klick auf die rechte Maustaste die Spezialangriffe des Charakters aktiviert. Zu den beiden Tasten gesellt sich noch eine Reihe (konfigurierbarer) Hotkeys, um sich z.B. in einen schon absolvierten Abschnitt zu teleportieren oder einen Heil- oder Manatrank einzuwerfen.Viel Taktik ist für die meisten Kämpfe übrigens nicht nötig: Stures Klicken reicht vollkommen aus, um mit dem Standardgesocks fertig zu werden, das einem die Entwickler entgegenwerfen. Bei Bossgegnern sieht diese Sache jedoch ein klein wenig anders aus: Sie sind zwar meist ebenfalls durch wiederholtes Klicken totzukriegen, doch kann man sich unter Einbeziehung der Umgebung den ein oder anderen Vorteil gegen diese mitunter haushohen Gegner verschaffen. So muss man etwa den Riesenwolf Fenris – um ihn zu besiegen – erst mit normalen Attacken wütend machen, damit man ihn in eine Zauberfalle locken kann. BeutezugNach dem Kämpfen geht es dann zum obligatorischen Einsacken der Beute, die sich im fortgeschritteneren Spielverlauf auch mal gerne auf dem Boden stapelt. Im übersichtlichen Inventar werden die Fundstücke dann in ihre jeweiligen Kategorien einsortiert. Waffen kommen z.B. in den Waffen-Reiter und werden dann dort wiederum in ihre jeweilige Waffenart gesteckt. Zur Verbesserung der Übersicht wird zudem neben allen neu gefundenen Gegenständen ein blaues Ausrufezeichen angezeigt, so dass man leicht den Überblick zwischen Altem und Neuem behält. Neu ist auch der Kiosk, der als eine Art Zwischenlager fungiert. Dinge, die man verkaufen oder loswerden möchte, werden zunächst per Rechtsklick in den Kiosk befördert, wo man dann seine Entscheidung nochmals bestätigen muss; beim Verkauf diverser Gegenstände an einen Händler wird zudem der Gesamtertrag angezeigt. Allzu groß ist das Inventar übrigens nicht, auch wenn man als Loki-Held mehr einstecken kann als die Charaktere aus Diablo 2 . |
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