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Test: Mage Knight Apocalypse
Nachtest: Wird das Spiel der Tabletop-Vorlage gerecht?
Manche werden als Säugling und andere als Kuh wiedergeboren. Wieder andere hingegen als 5-köpfiger Drache - klar, dass man hierüber nicht gerade erfreut ist und sogleich damit beginnt, die Welt in Schutt und Asche zu legen. So in etwa dürfte es dem Drachen der Apokalypse in Mage Knight: Apocalypse ergangen sein und unsere Aufgabe ist es natürlich in die Rolle eines Helden zu schlüpfen und diesen grimmigen Bösewicht aufzuhalten.Worum geht’s eigentlich?Wer nun noch mehr Details zur Story erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn das waren bereits alle markanten Punkte, die es zu erzählen gibt. Sicherlich gibt es haufenweise Quests, durch die man immer mehr über die Welt erfährt, jedoch rasselt der Sprecher seinen Text in einer Geschwindigkeit herunter, der einem Wasserfall alle Ehre machen würde. Im Spielverlauf verstummt dieser zwar vollkommen, wer aber denkt, dass die Untertitel langsamer über den Bildschirm huschen würden, hat sich leider getäuscht.Nun gut, eine standardmäßige Gut gegen Böse-Story und einen uninspirierten Sprecher unter Zeitdruck kann man ja noch verkraften, immerhin bietet ein Rollenspiel für gewöhnlich eine frei erkundbare Welt in der man sich regelrecht verlieren kann. Dem ist leider nicht so, vielmehr werden die Umgebungen stets von irgendwelchen Objekten beschränkt, wodurch man keine andere Wahl hat, als stur dem einen vorgegebenen Weg zu folgen. Das einzige was man hierbei verlieren kann, ist die Geduld, denn der eigene Charakter versteht es unheimlich gut, an Gegenständen hängen zu bleiben und von der verkorksten Kamerasteuerung will ich gar nicht erst anfangen (angehende Kameramänner können diesen Titel hervorragend nutzen, um das ständige nachjustieren zu üben). Die positiven SeitenDoch bevor man sich in diese „aufregende“ Welt stürzen kann, steht natürlich erst einmal die Charaktererstellung an. Hierbei hat man die Auswahl zwischen fünf eher untypischen Helden in Form einer meuchelmordenden Vampirin, einem zaubernden Drachen, einem paladinähnlichen Elf, einem Granaten werfenden Zwerg und einer wiederum eher typischen Amazone. Jedoch trügt dieser Schein, denn diese Rollen sind jeweils nur eine von drei möglichen Spielweisen pro Charakter. Jeder verfügt nämlich über drei Fertigkeitsbäume, die ihm vollkommen unterschiedliche Fähigkeiten verleihen. Eine Vampirin, die sich auf Nekromantie spezialisiert, belebt z.B. vorzugsweise Tote wieder und schickt diese in den Kampf statt ihre Feinde selbst auszusaugen. Genauso ist eine Amazone, die sich dem Geist des Bären verschrieben hat, alles andere als verwundbar im Nahkampf und versucht eine große Distanz zum Gegner nach Möglichkeit zu vermeiden. |
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