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Test: Colin McRae: DIRT
Bleibt hier auch der Spielspaß im Schlamm stecken oder schlägt das Rennfahrerherz höher?
Mit Colin McRae: DIRT meldet sich ein allseits bekanntes Traditions-Rallyespiel zurück. Doch statt der obligatorischen Jahreszahl im Namen steht diesmal in großen Buchstaben ein DIRT. Dabei ist DIRT auch wirklich Programm, denn es geht schmutziger zu als in jedem anderen Rennspiel. Ob dabei auch der Spielspaß im Schlamm stecken bleibt oder das Rennfahrerherz höher schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.Colin McRae Race Driver?Das bisherige Konzept der Colin McRae-Serie setzte immer ganz klar den Fokus auf die klassischen Rallye-Veranstaltungen, bei denen man allein auf der Strecke gegen die Zeiten der Kontrahenten fährt. Alle Rallyefans dürfen aufatmen, in den Modi Rallye und Hill Climb gibt es diese Rennen natürlich auch in DIRT wieder. Doch der Serie spendieren die Entwickler Codemasters einen ordentlichen Schuss DTM Race Driver , das bekanntlich ebenfalls aus selbigem Hause kommt. Angesichts der neuen Modi Rallye Raid, CORR (Champions Off-Road Racing), Rallycross und Crossover mausert sich DIRT vom reinen Rallyespiel zum Offroadspezialisten. Anders als in den Vorgängern gilt es dadurch nun auch, richtig harte Tür-an-Tür-Duelle gegen KI-Fahrer zu gewinnen.Für diese neuen Modi gehen natürlich auch neue lizenzierte Fahrzeuge an den Start. Im Bereich der Rallye sucht man allerdings saisonaktuelle Fahrzeuge, Fahrer, Teams und Strecken vergebens, da hier die Lizenzen (noch) bei anderen Herstellern liegen. Dennoch gibt es mit Mitsubishi Evo, Subaru Impreza oder Suzuki Swift bekannte Wagen oder mit Peugeot 205 Turbo 16, Audi Sport Quattro S1 oder Lancia Delta S4 auch Klassiker der Rallyeserie zu fahren. Neu an Bord des knapp 50 Fahrzeuge (180 Varianten) umfassenden Fuhrparks sind hingegen Buggys, Pick-Ups, Prototypen oder gar fette Brummis. Meine KarriereColintypisch müssen Fahrzeuge und Strecken erst im Karrieremodus nach und nach freigefahren werden. Satte 66 Veranstaltungen, aufgeteilt in einer Stufenpyramide gilt es vom Spieler zu meistern damit er 100% des Spiel auf der Habenseite hat. Wer genug Geld (für das Kaufen neuer Wagen) und Punkte (für das freischalten der Events) eingefahren hat, kann durchaus die eine oder andere (ungeliebte) Veranstaltung auslassen und kommt so auch zur Spitze der Pyramide. Anfangs darf man noch einfache Einzelwettbewerbe fahren, später werden daraus Mini-Events mit mehreren Rennen, bis hin zu richtig großen und umfangreichen Meisterschaften. Um so schwerer übrigens der vor jeder Karriereveranstaltung wählbare Schwierigkeitsgrad (fünf Stufen) eingestellt wird, um so höher sind die Siegprämien. Dafür werden die Gegner aber immer besser, der Schaden immer realistischer und damit sogar ein Totalausfall riskiert. Fahrhilfen können übrigens keine zugeschaltet werden, nur eine Automatikschaltung ist auswählbar.Neben der fordernden und motivierenden Karriere, besteht noch die Möglichkeit die Meisterschaft auszuwählen. Hierbei werden verschieden Rallye-Rennen in eine Europäische, eine Internationale und eine Globale Meisterschaft zusammengefasst. Letztere entspricht am ehesten einer Rallye-WM. Im Rallye-Welt-Modus darf man dann noch Einzelrennen, Einzelevents, oder Zeitfahren austragen. Für diese Veranstaltungen gilt: Man darf nur mit den Wagen fahren, die man bereits in der Karriere freigefahren hat. Die Rallye-WeltIn acht Ländern finden die Veranstaltungen statt. Darunter neben den USA, Japan, England, Spanien und Italien auch wieder in Deutschland. Gefahren wird stets auf fiktiven Strecken – das bekannte Lizenzproblem haben wir ja bei den Fahrzeugen schon angesprochen.Dabei wartet jedes Land allerdings mit seiner typischen Charakteristik auf. Schlammige Wege in England, Sand in Italien oder Geröll in Spanien. Die Entwickler haben sage und schreibe über 20 verschiedene Streckenbeläge eingebaut. Natürlich können diese während eines Rennens wechseln. Zudem sind die Kurse zum Teil noch von dichten Wäldern gesäumt (Achtung Bäume so weit das Auge reicht!), es gibt große (Stolper-)Steine am Wegesrand oder auch tieeeefe Abhänge und Schluchten in denen man sein Gefährt versenken kann. Bei solchen Hindernissen und dem Mordstempo sind Crashs eigentlich unvermeidbar. Dabei darf man dann das aufwendig gestaltete Schadensmodell bewundern. Verbeultes Blech, wegfliegende Karosserieteile bis hin zum Totalschaden warten auf unachtsame Fahrer. Je nach gewählten Schwierigkeitsgrad beeinflussen die Schäden auch immer stärker das Fahrverhalten der Wagen. Zwischen den Rennen eines Events kann man übrigens die Wagen wieder reparieren. Doch Vorsicht: Zum einen ist nicht zwischen jedem Rennen eine Reparaturpause und zudem gibt es zum Reparieren ein Zeitlimit, genau wie im echten Rallye-Alltag. Damit es erst gar nicht soweit kommt, hat man zumindest bei den Rallye-Events immer den Beifahrer mit seinem Gebetsbuch (Streckenaufzeichnungen) an seiner Seite. Leider ist das Timing der Ansagen zum Teil schlecht und hin und wieder fehlen wichtige Details, während ein andernmal zu viel geplappert wird. Schade, dass sich die Vorlaufzeit und die Länge der Ansagen nicht individuell einstellen lässt. |
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Colin McRae: DIRT

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