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Retrotest: Falcon – The F-16 Fighter Simulation
Nostalgie für Kampfpiloten: Einer der Urväter der Simulation erhob sich vor 20 Jahren in die LuftWas für ein Jahrgang. 1987, eigentlich hätte ich mein Abitur machen müssen, aber dann kam mir mein Knie dazwischen. Ein Jahr zuvor hatte ich die Reifeprüfung auch schon verpasst, aber dafür den Top Gun mit dem jungen Tom Cruise im Kino gesehen. So gab es zum Trost ein Jahr später die erste, richtige Flugsimulation für die IBM-Rechner, die damals gerade erst anfingen, sich zu Spielekisten zu mausern. Mit Falcon – The F-16 Fighter Simulation kamen bei geeigneter Hardware nicht nur tolle Grafik, sondern auch ein gut 130 Seiten starkes Handbuch ins heimische Kriegszimmer. Einer der Urväter der Flugsimulationen war geboren.Ein Flugzeug, eine Rakete, ein GegnerSo revolutionär Falcon F-16 für damalige Verhältnisse auch war, so bieder und arm liest es sich heute. Der Spieler steuerte die einzige amerikanische Maschine und musste sich gegen Flugabwehrraketen oder russische MiG-21 zur Wehr setzen. Allerdings kamen diese niemals im Plural daher: Eine Rakete oder eine MiG fanden aufgrund der damaligen Rechenpower den Weg zum Spieler – mehr war nicht drin. Dennoch machte es einen Heidenspaß mit der F-16 durch die Luft zu jagen. Voraussetzung dafür war jedoch eine umfassende Kenntnis des dicken Handbuchs, das damit klar den Fokus auf „Simulation“ legte. Etwas Realistischeres gab es damals nicht zu finden, etwas Komplexeres auch nicht – und etwas Schwierigeres ebenfalls nicht. Im Handbuch wurde alles erklärt, was mit der F-16 irgendwie in Zusammenhang stand, die Ausweichmanöver mit ihren Vor- und Nachteilen, die einzelnen Funktionen des Flugzeugs, worauf der Pilot achten muss, wie die Turbinen gestartet werden, wann der Nachbrenner eingesetzt werden soll, der Treibstoffverbrauch und noch eine Vielzahl mehr. Und noch viel mehr. Falcon – The F-16 Fighter Simulation war kein Spiel, das mal eben zwischendurch geladen wurde, sondern schon etwas wie eine Religion, mit der sich der Spieler befassen musste.Im Netzwerk – aber nur miteinanderZwölf Missionen gab es für den Einzelspieler zu bewältigen und dabei galt es sowohl Luft- als auch Bodenziele anzugreifen oder auch zu verteidigen. Einsteigerfreundlich bis happig durfte der Schwierigkeitsgrad gewählt werden, der in fünf Stufen eingeteilt war und für jeden genau die richtige Herausforderung bot. Dabei wurden die unterschiedlichen Stufen praktischerweise nach Dienstgrad benannt: 1st Lieutenant, Captain, Major, Lieutenant Colonel und Colonel. Wer als Colonel alle zwölf Missionen absolviert hatte, durfte sich zu recht als Flieger-Ass bezeichnen. Um diesen Status schneller zu erlangen, konnten die Gefechte in einer 3D-Darstellung ausgewertet werden, was eine genau Analyse und Verbesserung der eigenen Fähigkeiten möglich machte. Eine Funktion, die damals ihresgleichen suchte und heute in vielen Simulationen fehlt.Dass mehrere Spieler an einem Rechner in die virtuelle Luft gingen, war schon aufgrund der komplexen Steuerung nicht möglich. Eine Mischung aus Flightstick und Tastatur bot die perfekte Lösung für alle Hobby-Kampfpiloten, eine Schablone für die Tastatur lag bei oder wurde in den verschiedenen Printmedien und Spielemagazinen angeboten. |
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Falcon – The F-16 Fighter Simulation

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