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Retrotest: Fallout
Alles freut sich auf Fallout 3, warum eigentlich? Wir blicken zurück.1997 schickte uns Interplay das erste Mal in die USA einer postapokalyptischen Zukunft. Fallout war damals mit seinem ungewöhnlichen Setting einer der sehr wenigen Alternativen zu den vielen Rollenspielen, die ausschließlich eine 08/15 Fantasywelt mit Trollen und Orks zu bieten hatten. In den Staaten kassierte das Spiel viele Höchstwertungen (Metascore 89 %) und avancierte schnell zum Kult. Selbst heute noch gibt es etliche Fansites, die sich mit Fallout und dessen Nachfolger beschäftigen. Außerdem steht bald ein weiterer Teil aus dem Hause Bethesda Softworks an. Grund genug also, um den ersten Ausflug ins verstrahlte Ödland noch einmal aufleben zu lassen.War, War never changesDie uns bekannte Zivilisation endet im Jahre 2077. Im Kampf um die letzten Ressourcen werden Atomraketen gezündet, die fast alles Leben auf der Erde vernichten. Die wenigen Überlebenden fristen ihr Dasein in verstrahlten Landstrichen und versuchen sich in der neu erschaffenden Welt aus Chaos und Anarchie zurechtzufinden. Einige kluge Köpfe hatten dieses Ende vorausgesehen und bauten Bunker, die sogenannten Vaults, die komplett von der Außenwelt abgeschottet sind. Kurz bevor es mit der Menschheit bergab ging, retteten sich eine Handvoll Menschen in diese Vaults. Ganze 80 Jahre ließen es sich die Leute darin gut gehen, doch bekanntlich hält nichts ewig und die Technik lässt die Überlebenden im Stich. Der Wasseraufbereitungschip des Vault 13 fällt aus. Ohne diesen kleinen Chip ist ein Überleben nur noch wenige Tage möglich und ein Ersatz muss her. Aus diesem Grund wird der Spieler ins Ödland geschickt. Mit dem Trip in die Wüste wird klar, dass die Besorgung des Chips nur das kleinste Problem der Menschheit ist.Mann oder Frau?Bevor es überhaupt losgeht, hat man bei der Charaktergenerierung die Qual der Wahl. Grundsätzlich kann man zwischen männlich und weiblich wählen. Der Unterschied ist nicht nur rein optischer Natur, sondern hat im Spiel auch eine Bedeutung. So gibt es zum Teil völlig andere Dialogoptionen und Quests lassen sich dadurch auf unterschiedliche Weise lösen. Hat man sich für ein Geschlecht entschieden, verteilt man ganz klassisch Punkte auf sieben Eigenschaften, darunter Charisma, Intelligenz usw. Je nach eigener Spielweise sollte man die Punkte mit Bedacht verteilen. Um viel mit sich tragen zu können, lohnt es sich in Stärke zu investieren. Wer stattdessen in den Kämpfen mehr Aktionspunkte haben will, setzt auf den Wert Beweglichkeit. Nun gilt es noch Punkte auf die vielen Talente zu verteilen, darunter gibt es Werte wie Stehlen oder Schlösserknacken. Zu guter Letzt darf man sich noch zwei Spezialisierungen aussuchen und der Charakter darf die lebensfeindliche Welt betreten.Wie man merkt, gibt es etliche Möglichkeiten, sein Alter Ego zu erstellen und das ist durchaus spielentscheidend. Es ist sogar möglich, das komplette Spiel ohne einen Kampf durchzuspielen. Dafür muss man seine Talente ausschließlich aufs Reden ausrichten. Gut gezielt ist halb getötetAus einer festen isometrischen Kameraperspektive beginnt also die Odyssee durch das Wüstenland. Drehbar ist die Kamera nicht. Aus diesem Grund werden Hindernisse durchsichtig, wenn sie im Weg sein sollten. Mit der Maus klickt man sich in Echtzeit durch die ersten Höhlen außerhalb des Bunkers. Es dauert nicht lange, bis man auf den ersten Gegner trifft und das Spiel in den rundenbasierenden Kampfmodus wechselt. Man hat nun eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten zur Verfügung, die man entweder in Fortbewegung oder in Handlungen, wie z.B. Schießen oder Heilen, investiert. Besonders wirkungsvoll sind dabei die gezielten Schüssen. Mit einem Klick auf die ausgewählte Waffe am unteren Bildschirmrand wird dieser ausgewählt. Darauf öffnet sich ein neuer Bildschirm, auf dem man diverse Körperteile anwählen kann. Ein Schuss in die Augen hat beispielsweise die Folge, dass der Feind den ganzen Kampf über blind um sich schießt und den Helden immer verfehlt. Ob solch ein Schuss sitzt, hängt natürlich von der Entfernung und dem Talentwert der jeweiligen Waffengattung ab. Hat man seinen Vorrat an Aktionspunkten verbraucht, endet die Runde und der Gegner ist am Zug.Für jeden erlegten Feind, erhält man Erfahrungspunkte, die ab einer gewissen Höhe genretypisch zur Steigerung des Levels führen. Bei jedem Stufenanstieg dürfen dann Punkte auf die Talente verteilt werden. Nach jedem dritten Anstieg steht die Wahl einer speziellen Eigenschaft an, darunter beispielsweise Boni auf Heilung oder auf Treffsicherheit. Wer will mit?Alleine ist man in Fallout nur am Anfang unterwegs. Bereits in der ersten Ortschaft lässt sich ein Mitstreiter anheuern oder (falls es die Werte zu lassen) überreden. Dieser folgt einem dann automatisch auf Schritt und Tritt. Auch in Kämpfen reagieren die KI-Kameraden selbstständig und lassen sich nicht befehligen. Leider reagieren die Jungs nicht allzu schlau und schießen einen schon mal über den Haufen, sollte man ihnen im Weg stehen. Um den Kollegen zumindest bessere Waffen zu geben, kann man mit ihnen über ein umständliches Inventarmenü Gegenstände tauschen. |
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