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Test: Lost Planet
Endlich auch Eiszeit auf dem PC: Ist die PC-Umsetzung kristallklar oder eingefroren?
Vor knapp sechs Monaten präsentierte Capcom auf der Xbox 360 seinen Eiszeit-Shooter Lost Planet: Extreme Condition . Mittlerweile wird es Sommer und nun dürfen auch die Mädels und Jungs am PC eine Reise in die kalte Welt von EDN III machen und sich mit akridischen Monstern, Vitals Suits und unwirtlichen Bedingungen auseinandersetzen. Im Sommer an den Wintermantel zu denken, das fällt sicher den meisten schwer, aber die nächste Kälteperiode kommt bestimmt - auf dem PC läutet Capcom sie gerade ein. Was sich im Gegensatz zur Xbox-Version geändert, verbessert oder verschlechtert hat, das steht im „Mach-mal-die-Heizung-an“-Test. Eine Story so trist wie der WinterAuf meinem Bildschirm trudeln die Schneeflocken so vor sich hin, überall ist es weiß, Eiszapfen hängen an der Höhlendecke und mir ist dabei gar nicht kalt. Möglich wird das mit Lost Planet, denn auf dem unwirtlichen Planeten EDN III kämpft die Menschheit ums Überleben – ihr übernehmt dabei die Rolle von Wayne, der nach dem Tod seines Vaters auf Rache sinnt und nun gegen Schneepiraten, Regierungstruppen und gegen Massen von Außerirdischen kämpft, um den verlorenen Planeten vor dem Untergang zu bewahren. Hier steckt auch schon der große – und um es vorweg zu nehmen – einzige gravierende Schwachpunkte von Lost Planet: Die Geschichte ist holperig und birgt keine großen Überraschungen, letztlich ist sie nur ein mittelmäßiges Bindeglied zwischen den einzelnen Missionen in Eis und Schnee. Der Handlungspfad, dem der Spieler folgt, hat sich im Gegensatz zur 360-Version nicht geändert - was aber auch nicht zu erwarten war.Unser Held Wayne hat gegen die klirrende Kälte einen hervorragenden Schutz, den Harmonizer. Dieses Implantat ermöglicht es ihm, die natürliche Energieressource „T-Eng“ zu nutzen und rettet ihn vor dem Erfrierungstod. Dummerweise gibt es diese Energiequellen vornehmlich in den außerirdischen Lebensformen, die sich selbst damit gegen die Kälte schützen – um zu überleben, muss sich Wayne den Aliens stellen und deren freigewordene Energie aufnehmen. Dabei ballert ihr euch mit verschiedenen Waffen entweder zu Fuß durch die sehr großzügigen Szenarien, die mitunter auch mehrfach verwertet werden, oder ihr schlüpft in einen VS, einen „Vital Suit“, mit dem ihr besser gepanzert seid, gleiten und schweben könnt. Am besten ist das mit Mech Warrior zu vergleichen, wobei die Blechkumpane dort weitaus größer sind als in Lost Planet: Extreme Condition. Mal abgesehen von der Geschichte ist demnach auch das Spielprinzip kein Meilenstein der Spielewelt, aber es macht einen Heidenspaß, mit Wayne durch den Schnee zu stapfen und Monster zu jagen. So viel kann ich schon vor dem Fazit verraten. Wenn es dann da juckt, wo niemand hinkommtFür den Spieler stehen zwei Modi zur Verfügung: Die Kampagne – wobei abgeschlossene Missionen auch einzeln angewählt werden können – und das Online-Spiel, bei dem ihr gegen 16 andere Zocker antretet. Zum Zeitpunkt des Tests war in der Lobby aber nichts los: Da das Spiel der Xbox-Version aber nicht hinterher hinkt, sollten auch online keine bösen Überraschungen auftreten.Der Schwierigkeitsgrad der Kampagne ist in drei Stufen einstellbar – leicht, normal und schwer –, wobei es sich lohnt, auf der leichtesten Stufe mit der Steuerung warm zu werden; das passt dann auch zum Szenario. Das ist insofern ganz wichtig, weil die Steuerung nicht ganz so eingängig ist, wie viele Spieler sie vermutlich von anderen Shootern gewohnt sind. Zumal einige Funktionen bei Lost Planet eben auch etwas anders sind – wie zum Beispiel der Enterhaken, der mit der Taste „C“ ausgelöst wird und dabei hilft, dass sich Wayne auch über größere Entfernungen nach unten oder oben bewegen kann. |
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