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Test: Attack on Pearl Harbor
Altbekanntes Szenario, nichts Neues beim Gameplay - aber gibt es dennoch so etwas wie luftigen Spielspaß?
Ich habe schon längst aufgehört zu zählen, wie oft ich als Spieler bereits den Zweiten Weltkrieg erlebt habe, aber ich bin mir sicher, dass ich einige Szenarien schon so gut kenne, als wäre ich dabei gewesen. Ob das nun ein Vor- oder ein Nachteil ist, muss jeder selbst entscheiden, wenn er sich mit Attack on Pearl Harbor in die Lüfte begibt. Dabei mag es für Fliegerasse egal sein, welcher Krieg gerade ausgebrochen ist, so lange sie nur endlich die Startbahn verlassen und das Fahrwerk einfahren dürfen. Ob Attack on Pearl Harbor dabei eher für eine Bruchlandung gut ist? Die Antwort gibt es im Test für virtuelle Kriegsveteranen und Arcade-Freunde. Szenario bekannt, Hintergrundgeschichte auchPearl Harbor ist für die Amerikaner ein wunder Punkt – warum sich der schwedische Entwickler „Legendo“ damit auseinandersetzt, ist mir dann wieder schleierhaft. Aber sei’s drum, ich höre mir die tragische Geschichte gern noch einmal an, erfahre, wie die Japaner überraschend die amerikanische Basis angreifen und jede Gegenwehr zu spät kommt. Klar, jetzt sinnen die US-Jungs auf Rache, der Gegenschlag beginnt. Angenehm ist allerdings, dass die Kampagne sowohl aus amerikanischer, als auch aus japanischer Sicht funktioniert. Wer also eher mit der östlichen Zivilisation zurechtkommt, kann den Amis – soweit es die Kampagne erlaubt – mal eins auswischen.Neben dem Einzelspieler-Modus gibt es auch noch den Online-Kampf, der entweder via LAN oder über das Internet ausgetragen werden darf. Da via Internet besondere Server angesprochen werden, müssen Firewall- und Router-Nutzer an den Ports herumschrauben, um auf andere Spieler treffen zu dürfen. Online gibt es dann die Möglichkeit Jeder-gegen-Jeden kämpfen zu lassen oder in zwei Teams gegeneinander anzutreten. Während des Testens gab es via Internet keine Aussetzer, das Spiel lief flüssig ab – wobei auf den Servern auch nicht all zu viel los war, doch das kann sich ja noch ändern. Ein bisschen Comic und viel ArcadeIm Einzelspieler-Modus entscheidet ihr euch zunächst für die Seite, für die ihr in den Krieg ziehen wollt und dann steht euch zunächst eine Kampagne zur Verfügung. Spielt ihr diese bis zur letzten Szene durch, gibt es eine weitere – unterm Strich gibt es demnach vier Kampagnen, wobei die Missionen wenig abwechslungsreich sind. Luftkämpfe, Torpedo-Bomber-Einsätze, Sturzflugbomber-Missionen: Das alles ist dem virtuellen Veteranen längst bekannt, für Einsteiger mag da jedoch noch einiges an Reiz in der Fliegerluft liegen. Ganz nett ist die Illustration im Comic-Stil, die dem Spiel genau die Note gibt, die es sich fliegerisch verdient: Arcade. Vergessen wir Luftakrobaten also mal alles, was wir über Avionik und Aviatik gelernt haben, vergessen wir Begriffe wie „Strömungsabriss“, die Benutzung von Seitenrudern und Landeklappen, denn in Attack on Pearl Harbor geht es nur um das Fliegen und das Kämpfen. Punkt. Wem das zu wenig ist, wer ein Flugzeug als komplexen Mechanismus betrachtet, der ins kleinste Detail simuliert werden muss, der sollte am besten gar nicht erst weiterlesen, denn für diesen Spieler-Typus steht der Flight Simulator X schon auf der Startbahn.Wer sich bei Attack on Pearl Harbor in eines der acht verschiedenen Flugzeuge setzt, darf hier keinen grenzenlosen Realismus erwarten. Im Grunde genommen ist das Spiel eine Art „Hack’n’Slay“ für Piloten. Oder ein Luftkampf-Shooter. Einfache Regeln, es geht nur um den Spaß am Fliegen und den Kampf mit den anderen Luftschiffen. In den Kampagnen gibt es nach jeder Mission eine Bewertung und je nach der gesammelten Punktzahl steigt der Pilot im Rang auf, verdient sich hier und da mal einen Orden, schaltet neue Modelle frei oder verdient sich eine neue Maschine. Wobei gerade Flugzeuge in der Kampagne besonders wichtig sind: Habt ihr keine Maschine mehr im Hangar, ist das Spiel zu Ende und ihr müsst noch einmal von vorn anfangen. |
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