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Test: World Poker Championship 2
Poker ist hipp, dieses Spiel auch?
| Poker ist ein Phänomen. Die Internet-Portale rund um das beliebte Texas Hold'em sprießen wie Pilze im Netz, Turniere werden im Fernsehen gezeigt und sogar Stefan Raab hat sich schon des Spiels angenommen. Auch auf dem PC gibt es bereits einige Pokerspiele. Zuletzt nahmen wir Telltale Games' Telltale Texas Hold´em Poker unter die Lupe, dass sich stark auf die Ausarbeitung der Gegner konzentrierte, und darüber Spielmodi, Schwierigkeitsgrade oder Multiplayer vernachlässigte.Mit World Poker Championship 2 legt nun Frogster einen weiteren Versuch vor. Auch hier bestimmen Glück, Pokerface und Mathematik die Regeln. MatschbirneBevor es hier losgeht, kann man sich erstmal einen Spielcharakter erstellen. Mann oder Frau, Spargel-Bizeps oder Atombusen, Waigel-Augenbrauen oder Genscher-Ohren, allein schon das Erstellen des Charakters macht ein paar Minuten Vergnügen, denn es lassen sich wahre Zombis erschaffen. Leider sind die Variationsmöglichkeiten nicht ganz so groß wie sie auf den ersten Blick scheinen, oft sitzen einem zwei beinahe identisch aussehende Gegner am Tisch gegenüber.Mehr als nur Texas Hold'emZwar ist Texas Hold'em die derzeit alles beherrschende Variante, dennoch wurden einige weitere Varianten ins Spiel integriert, z.B. Omaha, Pineapple, Billabong und das Ur-Poker 5 Card Draw. Sie unterscheiden sich u.a. darin, wieviele Karten man selbst bekommt und wieviele Gemeinschaftskarten es sind.An Spielmodi mangelt es auch nicht. Man kann entweder sofort an einen Tisch gehen, sich Spielart, Gegner-Stärke und sogar die Umgebung vorher einstellen, oder man startet eine Liga, in der man mit seinem echten Geld den Eintritt zu Turnieren erkauft, in dem dann um Preisgeld gespielt wird. Dann geht es los, die Kamera zoomt zum Tisch, die Gegner werden kurz vorgestellt und dann werden die Karten ausgeteilt. Zwei Spieler zahlen die Blinds (Zwangseinsatz), die anderen können „kostenlos“ ihre Karten abwerfen oder mitgehen/erhöhen. Steigt der Spieler selbst aus, kann er die Runde auch komplett abbrechen und muß nicht weiter zusehen, wie die anderen spielen. Da man nicht eben selten seine Hand abwirft, ein nettes Feature. Die komplette Steuerung geschieht dabei über die Tastatur. Die Gegner spielen recht intelligent und nachvollziehbar, versuchen selbst mal einen Bluff oder fallen auf einen des Spielers rein. Gerade wenn einer von zwei Kontrahenten All-in geht (alles einsetzt) und die Wahrscheinlichkeitsprozente angezeigt werden, wächst bei jeder ausgelegten Gemeinschaftskarte die Spannung. Leider kann man sich zu Lernzwecken nicht immer die eigenen Wahrscheinlichkeiten anzeigen lassen, was als Training für die eigene Internet-Karriere sicher sinnvoll wäre. Der Sprecher bietet nur ein paar Standardsprüche a la „Manchmal ist Abwerfen das Schlaueste“, alles Gesprochene ist allerdings englisch. Dafür bietet WPC2 aber eine Reihe von Statistiken. Wieviele Partien wurden insgesamt gespielt, wie oft hat man abgeworfen, wie oft ist man mitgegangen oder hat erhöht usw. Schwachpunkte: Präsentation und MultiplayerGrafisch kann das Spiel leider nicht überzeugen, gerade die so wichtige Mimik, die die KI-Spieler menschlich gemacht hätte, versagt kläglich. Auch Sprüche und Gesten wiederholen sich sehr schnell, da es nur wenige zur Auswahl gibt. So kommt leider keine richtige Poker-Atmosphäre auf.Und im Multiplayer leidet das Spiel nicht nur darunter, dass auf den Servern nicht viel los ist, die wenigen Spiele die man findet sind auch meist schon gestartet und man wird nicht mehr zum Beitritt zugelassen. |
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