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Test: Harry Potter und der Orden des Phönix
Die große Freiheit in Hogwarts?
Es gibt Momente im Leben eines Mannes, da muß er sehr, sehr stark sein, darf sich nicht beirren lassen, Augen zu und durch heißt es da. Und wie sagt unserer geliebter Kapitän Jörg immer: „Nur die Harten kommen in den Garten“ und „Hör auf zu heulen Du Mädchen oder hast Du keine Cojones in der Hose??“ Ja so ist er, der Kapitän, hart aber herzlich und spricht dabei spanisch wie kein Zweiter. Okay, sei es drum, hier ist er, zum fünften Mal, der neue, verfluchte, pardon, zauberhafte Test zum Spiel, zum Buch, zum Film: Harry Potter „Der Orden des Phönix“!Wer diesen Test liest ist doof.......oder Harry Potter Fan, denn kein anderer Action-Adventure Liebhaber sollte sich sonst ernsthaft mit diesem Spiel befassen. Ohne das Buch gelesen oder zumindestens den Film gesehen zu haben, bleibt die Handlung des Spiels unverständlich und könnte mit seinen Quests, Zauberaufgaben und Minispielen auch in den früheren Versoftungen angesiedelt sein. Schon merkwürdig, dass selbst Kenner der Vorlage nur rudimentäre Ähnlichkeiten zur Handlung entdecken können, dem Spielgeschehen fehlt es klar am erzählerischem Zusammenhalt. Letztlich bleibt der „Orden des Phönix“ damit in der Tradition der Potter-Spiele, die sich alle durch mangelhafte erzählerische Klasse auszeichnen und sich darauf ausruhen, ab und an einen markanten Spot oder eine uninspirierte Zwischensequenz zu präsentieren. Wenn ich mich recht entsinne, versuchte in den früheren Potterabenteuern immerhin ein Sprecher im Off mehr schlecht als recht die Lücken zu schließen. Der fehlt diesmal, weggezaubert wahrscheinlich.Na schön, muß ich halt ran, aber nur ganz kurz, wir sind ja unter uns Potterkennern. Also: Im fünften Schuljahr wird die Luft in Hogwarts langsam dünner und zunehmend eisiger. Die sadistische Dolores Umbridge nimmt noch vor Snape den Platz des meistgehassten Pädagogen Hogwarts ein. Als neue Lehrerin der „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ dreht sie die Uhr zurück und verbietet jegliche Beschäftigung mit Verteidigungs- und Angriffssprüchen. Da gleichzeitig draußen in der Welt das Gruselmonster Voldemort seine Getreuen um sich schart, rufen die pubertären Helden um Harry die geheime „Dumbledore's Armee“ ins Leben. In der Abgeschiedenheit des Raumes der Wünsche trifft sich der Geheimbund, um unter Harrys Anleitung ein paar saftige Zaubersprüche zu inhalieren. Zum guten Schluß gibts den spannenden Showdown im Zaubereiministerium. Wenn Spiele erwachsen werdenBei der Präsentation hat das neue Potterspiel einen weiteren Sprung nach vorne gemacht. Hogwarts und seine angrenzenden Ländereien sind recht eindruckvoll in Szene gesetzt und wirkt zunehmend „realistisch“ und filmgetreu. Viele Orte, wie das Gryffindor Hauptquartier, das Treppenhaus, die überdachte Brücke oder die Haupthalle wirken mittlerweile vertraut und sind detailliert und stimmungsvoll geraten. Auch das lebende Inventar hat einen hohen Wiedererkennungswert und ist naturgetreu gestaltet. Alle Protagonisten des Buches und des Films sind gut zu erkennen, befriedigend animiert und weisen lediglich bei der Gesichts- und Sprachanimation Schwächen auf. Der Gesamteindruck ist, wie bereits beim Vorgänger, verhaltnismäßig düster und kühl, die Farbgebung ist gedeckt und hat sich von der naiven und kindlichen Darstellung der ersten drei Teile weit entfernt. Bertie Botts kunterbunte Belohnungsbohnen sind passe, die hellblau funkelnden Erfahrungspunkte schweben herbei und werden von Harry quasi aufgesaugt.Über all dem schwelgt die Originalfilmmusik und einige der Filmstimmen haben es auch in das Spiel geschafft. Dennoch ist das gesprochene Wort von unterschiedlicher Güte und erreicht bisweilen einen spürbaren Nervfaktor. Das hat in der Regel nix mit der Leistung der Sprecher zu tun, obwohl Hermines Stimmlage mir auf Dauer zu schrill ist, als vielmehr die Sprachdramaturgie langweilig ist und es bei weitem zu viele Wiederholungen gibt. Häufig wirken die Gespräche aufgesetzt und aus dem Zusammenhang gerissen, schade eigentlich. |
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