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Test: Driver: Parallel Lines

Warum erscheint die PC-Version dieses GTA-Klons eigentlich so spät? Und warum ist die Banane krumm?
 Driver: Parallel Lines
Über ein Jahr nach den Versionen für PS2 und Xbox erscheint Driver: Parallel Lines nun auch noch für den PC. Während inhaltlich überwiegend alles beim Alten geblieben ist, wurde das Spiel zumindest optisch noch ein wenig aufpoliert – dazu mehr am Ende des Artikels.
Mit Driver landete Reflections zu PlayStation-Zeiten einen Hit, an dessen Erfolg die beiden nachfolgenden Teile nicht mehr so richtig anknüpfen konnten. Der Held des neuesten Serienteils ist nicht länger Undercover-Cop Tanner, sondern ein gewisser TK (The Kid), der im Jahre 1978 gerade am Beginn einer aussichtsreichen Karriere voller Autos, Partys und Sex steht. Nichts Außergewöhnliches also, doch als er 1979 – etwa nach der Hälfte des Spiels – von bösen Buben an die Bullen verpfiffen wird, muss er für 28 Jahre in den Knast. Bei seiner Entlassung 2006 haben sich Klamottenmode, Autos und Musik der Zeit entsprechend deutlich gewandelt. TKs Geschichte nimmt von hier an eine Wendung hin zu einem bösen Rachefeldzug der Sorte Kill Bill. Der zweite Teil des Spiels ist nicht nur schwerer als der erste, sondern enthält auch schnellere Autojagden und mehr Ballereien. Der Untertitel „Parallel Lines“ erklärt sich somit aus den zwei unterschiedlichen Erzählsträngen der Handlung.

Interessant: Zweigeteiltes Fahndungssystem

Nach einem Intro über New York Ende der 70er Jahre startet das Spiel direkt mit einer Verfolgungsjagd gegen die Cops, an deren Ende TK seinen ersten Unterschlupf erreicht: Rays Autoladen. Dort könnt ihr geklaute Fahrzeuge reparieren, modifizieren und unterbringen, aber auch Medipacks aufnehmen und – falls nötig – euren Fahndungslevel neutralisieren. Da in jeder Garage mehrere Wagen untergebracht werden können (ein Exemplar pro Fahrzeugtyp, um genau zu sein), erweisen sich Rays Autoläden (er besitzt mehrere in der ganzen Stadt) als nützliche und häufige Anlaufpunkte. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in Höchstgeschwindigkeit, Handling und Beschleunigung voneinander und können gegen Bezahlung mit optischen und leistungssteigernden Upgrades wie Motoren, Bremsen und Nitros versehen werden. Darüber hinaus lassen sich auch Extras wie kugelsichere Reifen und Scheiben einbauen.
Das Fahndungssystem des Spiels besteht interessanterweise aus zwei Parametern – dem Personenfahndungslevel und dem Fahrzeugfahndungslevel. Somit gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Cops ein Schnippchen zu schlagen. Im Falle einer Fahrzeugfahndung braucht man bloß den verdächtigen Wagen unbemerkt abstellen – und schon hat man wieder eine reine Weste. Im Falle einer Personenfahndung hingegen sollte man möglichst in ein Fahrzeug mit getönten Scheiben einsteigen – da entdecken die Cops einen nicht. Das zweigeteilte Fahndungslevel macht somit etwas andere Fluchtstrategien erforderlich als in der GTA-Serie.

Ohne Controller keine Kontrolle

Driver: Parallel Lines mit Tastatur und Maus zu spielen, ist trotz frei konfigurierbarer Tastenbelegung angesichts der vielen Tastenbefehle nicht ganz einfach. Besser ist es, man verwendet einen guten Controller wie den Wireless Xbox 360. Mit dessen Schultertasten und Control Sticks funktionieren Beschleunigen, Steuern und Zielen gleich deutlich intuitiver und differenzierter als mit der Tastatur.
Wie in den Konsolenfassungen gibt es auch in der PC-Version Probleme mit der Autozielfunktion. Häufig wird zum Beispiel nicht der gefährliche Cop oder Gangster anvisiert, sondern stattdessen unsinnigerweise ein Passant oder dessen Zivilkarre. Positiv fällt aber auf, dass zwischen Fahrzeugen und Fahrern unterschieden wird. So gerät zum Beispiel ein Wagen ins Schlingern, wenn ihr dessen Fahrer ausschaltet. Mit der manuellen Zielerfassung ist in der allgemeinen Hektik nur selten was anzufangen. Beim Schießen während der Fahrt lehnt sich TK übrigens cool aus dem Fahrerfenster hervor. Die Third-Person-Perspektive gewährt meist gute Sicht, wobei zu Fuß zusätzlich noch eine Schultersicht und in Fahrzeugen neben einer Slow-Mo-Kino-Perspektive auch eine Egosicht verfügbar ist.

Badeunfall mit Folgen

Motorradrennen, Abschleppwagenmissionen, Polizeiverfolgungen – im Großen und Ganzen geht es eigentlich immer ums Fahren, Ballern oder beides in einer weitgehend altbekannten Form. Während die Nebenmissionen wie üblich dazu dienen, Kohle zu scheffeln, geht an den gelben Missionspunkten die Story voran. Die Missionen gestalten sich abwechslungsreich und oft mehrteilig, sind aber leider auch häufig wieder ziemlich schwer geraten. Fahre hierhin, besorge Auto, komm wieder und repariere es – so etwa könnte eine typische Mission aussehen. Nach einem Fehlversuch hat man immerhin acht Sekunden Zeit für einen Neuversuch, so dass man die Anfahrt nicht wiederholen muss. Kleines Detail am Rande: In der PS2-Version sind es nur fünf Sekunden – einer der wenigen kleinen Unterschiede zwischen den Versionen. Die Auto-Save-Funktion kommt für gewöhnlich nach Missionsabschluss und beim Aufsuchen von Ray´s Autoläden zum Einsatz.
Screen 1
Ein Fußgänger weniger...
Screen 2
3, 2, 1...
Screen 3
... meins!
Screen 4
Y 8828

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Packshot
Action
von Ubisoft
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCJuni 2007
PS2März 2006
XboxMärz 2006

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