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Test: Requital: Revenge of a Hero

Ein Held namens Wolfshund mit einem Flughund auf der Schulter... Was hat das Budget-RPG aus Russland sonst noch zu bieten?
 Requital: Revenge of a Hero
Rache – immer wieder eine perfekte Motivation für geknechtete Nachwuchshelden. So auch für „Wolfshund“, den Protagonisten des Action-Rollenspiels Requital aus der Feder, oder besser gesagt den Tastaturen des russischen Entwicklerteams Primal Software.
Vor Jahren löschte ein fieser Fürst Wolfshunds kompletten Clan aus und nur der Junge überlebte die Strapazen der Sklavenarbeit in einer Mine. Wieder auf freiem Fuß, macht er sich auf die Jagd nach seinen Feinden. Und zu allem Übel will auch mal wieder eine dunkle Gottheit von ihren Anhängern aus den Untiefen der Verbannung zurück ans Tageslicht befördert werden. Sehr innovativ…

Die Maus, dein Freund und Helfer

Requital mag auf den ersten Blick wie ein OblivionWeitere Infos- oder Gothic 3Weitere Infos-Klon erscheinen, schlägt in mancherlei Hinsicht aber eher in die Kerbe von DiabloWeitere Infos und Konsorten. Und das Schlagen ist hier durchaus wörtlich zu nehmen: Action steht klar im Vordergrund, die Charakterentwicklung ist einfach gehalten, und auf gameplaytechnischen „Ballast“ wie Rätsel wurde komplett verzichtet. Gespielt wird, von einigen Schnellauswahltasten mal abgesehen, komplett mit der Maus. Sogar die Bewegungssteuerung erfolgt so nicht etwa mit WASD, sondern durch Anklicken des gewünschten Zielorts, beziehungsweise indem man den Cursor schlicht über den Boden zieht. Ganz Faule können sogar eine schon besuchte Stelle der kleinen Übersichtskarte markieren und sich gemütlich zurücklehnen – der Held läuft dann selbstständig dorthin…
…wenn nicht gerade ein Gegner dazwischenkommt. Das Bösewicht-Repertoire reicht von den obligatorischen Wölfen, Bären und wilden Schweinen über viele schwerbewaffnete menschliche Widersacher bis zu exotischeren Wesen wie aggressiven Sandwirbeln. Per Klick auf die linke Maustaste (oder Gedrückthalten derselben) startet Wolfshund einen Standardangriff, auf der rechten Taste liegt die aktuelle Spezialfähigkeit (auswählbar per Mausrad), Schnellauswahl-Slots der Zifferntasten bieten Platz für die üblichen Utensilien wie Waffen zum Wechseln oder leckere Heiltränke.
Der Hauptdarsteller schlägt nun so lange auf den anvisierten Übeltäter ein, bis der aus den Latschen kippt oder ein anderes Ziel gewählt wird. Der Erfolg jeder Attacke hängt, genau wie das automatisch eingesetzte Abblocken, von den jeweiligen Werten der Charaktere und ihrer Ausrüstung ab. Beachten sollte man außerdem die gelbe Ausdaueranzeige, welche durch bestimmte Aktionen besonders in Mitleidenschaft gezogen wird und sich dann erst wieder auffüllen muss.
Das ist alles schnell zu kapieren und funktioniert im Prinzip durchaus vernünftig, wird aber von der nicht ganz astreinen Steuerung etwas erschwert: Durch die Art der 3D-Darstellung in Verbindung mit der Fortbewegungsweise fällt es manchmal schwer, Gegner zu erwischen, und man läuft stattdessen zum Beispiel irgendwohin. Das wäre bei einer Vogelperspektive wahrscheinlich einfacher gewesen, zumal auch die Kamera (wahlweise automatisch, oder manuell bei gedrückter rechter Maustaste dreh- und zoombar) das Geschehen bisweilen nicht optimal in Szene setzt. Da kriegt man zwischenzeitlich schon mal nur den Himmel zu Gesicht.

Schneller Einstieg und ganz unkompliziert

Auch eine gewisse Charakter-Entwicklung ist Bestandteil dieses Rollenspiels, jedoch absichtlich übersichtlich gestaltet, um den Fokus auf die Action zu lenken. Zu Beginn darf man sich lediglich für einen der fünf Schwierigkeitsgrade entscheiden, wodurch Helden-Startwerte und Härte der Gefechte festgelegt werden, und ein paar Punkte auf die Statuswerte Verfassung, Stärke, Geschicklichkeit sowie Geschwindigkeit verteilen. Wolfshund bleibt Wolfshund – Verschiedene Charakterklassen oder Einstellungsmöglichkeiten für sein Aussehen gibt es nicht.
Screen 1
Die Fledermaus ist Wolfhunds Sidekick, hat aber nicht mal einen Namen :(
Screen 2
Diese Zombies müssen beseitigt werden
Screen 3
Manchmal sollte man lieber die Beine in die Hand nehmen
Screen 4
Der Bauer hat ein Krähenproblem – Gleich nicht mehr

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Requital: Revenge of a Hero

Packshot
Action-Rollenspiel
von Atari
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCJuli 2007

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