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Test: Evil Days of Luckless John
Ein Adventure gemischt mit sämtlichen Genres. Entsteht ein wohlschmeckender Cocktail?Evil Days of Luckless John ist bereits seit zwei Jahren unter einem anderen Titel in Osteuropa erhältlich und griff dort viele gute Wertungen ab. Dass unsere Freunde aus dem Osten einen anderen Geschmack haben, wissen wir spätestens seit Pathologic , das dort zu unrecht als Kultspiel gilt. In Luckless John werden wieder einige Genres gemixt, das Knobeln steht jedoch im Vordergrund.Wie gewonnen, so zerronnenJohnny Mayer ist hauptberuflich Hausierer und zwar ein schlechter. Nach dem sein letzter Job mal wieder gründlich in die Hose ging, scheint sein Leben sich plötzlich zum Positiven zu wenden. Sein Onkel hat Besuch vom Sensenmann erhalten und Johnny sein Casino hinterlassen. Am Tag der Wiedereröffnung geht natürlich alles schief, denn die Mafia hat andere Pläne mit der Spielhölle. Nach einer wilden Verfolgungsjagd landet Johnny dank des korrupten Polizeichefs hinter Gittern. Nun gilt es dem Gefängnis zu entfliehen, sich an Sheriff Barnaby zu rächen und seinen rechtmäßigen Besitz wieder anzueignen.Ein guter Anfang ...Erzählerisch macht Luckless John nicht allzu viel falsch, zumindest nicht am Anfang. Der wird nämlich in einer spielbaren Rückblende gezeigt, bis man letztendlich im Gefängnis landet. Danach wird der Geschichte ordentlich Wind aus den Segeln genommen und das Spiel durch viele Minispiele unterbrochen, die teils sehr nervig sind, doch dazu später mehr.Das Spiel setzt auf keine feste Kameraperspektive. Mal sieht man den Hauptdarsteller von hinten wie in einem Action-Adventure, mal setzt man auf eine feste Kamera wie einst in Resident Evil oder spielt gelegentlich sogar aus der Ego-Perspektive. Diese drei Möglichkeiten, die sich je nach Situation ergeben, erfordern eine sinnvolle Bedienung und da fängt das Dilemma an. Spielen lässt sich das Abenteuer wahlweise mit der Tastatur, Maus oder Gamepad. Egal für welches Eingabegerät man sich entscheidet, mit allen steuert es sich extrem schwammig. Die Maus ist natürlich optimal für die Ego-Ansicht, aber da diese nur in wenigen Minispielen vorkommt, ist sie ansonsten unbrauchbar. Mit Druck auf die rechte Nagertaste beginnt Johnny zu laufen. Bewegt man die Maus in eine Richtung, macht es der Protagonist ebenfalls. Das klingt ungenau und ist es auch. Die alternative WASD-Steuerung ist da deutlich besser, aber in den Ego-Abschnitten nicht zu gebrauchen. Bleibt zu guter letzt noch das Gamepad, mit dem das Spiel zwar nicht perfekt funktioniert, aber die beste Alternative darstellt. ... ist nicht allesHauptsächlich wird in Luckless John gerätselt. Die wenigen wirklichen Denkaufgaben, in denen man z.B. die Kombination eines Safes herausfinden muss, wechseln sich mit vielen Rätseln ab, in denen Kisten geschoben werden müssen. Das wäre nur halb so schlimm, würden diese Schiebereien schnell vonstatten gehen, aber durch die katastrophale Bedienung dauert es teils ewig. Beispielsweise müssen in einem Abschnitt drei Kisten zu einem bestimmten Druckpunkt geschoben werden. Um das zu bewerkstelligen, müssen die Behältnisse durch ein Labyrinth von Gängen gedrückt und gezogen werden. Das erweist sich als äußert schwierig, da man ständig aufgrund der mangelhaften Kollisionsabfrage und der schon erwähnten Steuerung irgendwo hängen bleibt. |
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