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Test: BioShock

Redakteur meldet sich nach ausgiebiger Tauchfahrt wieder an Bord des Captains. War es der erwartete, grandiose Tauchgang?
 BioShock
System Shock 2Weitere Infos war und ist immer noch ein sehr gutes Spiel (US-Metascore 92%), und dennoch ein kommerzieller Fehlschlag. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Ken Levine mit seiner Idee vom inoffiziellen Nachfolger BioShock lange keinen Publisher fand, da jeder einen Misserfolg witterte. Letzten Endes sicherten sich die Jungs von Take 2 die Rechte und nahmen Levine`s Studio Irrational Games gleich mit an Bord. Mittlerweile heißt die Spieleschmiede 2K Boston und BioShock steht in den Händlerregalen. Es ist also an der Zeit, der Unterwasser-Stadt Rapture einen Besuch abzustatten und mit dem Helden auf Tauchfahrt zu gehen.

Der Urlaub hätte so schön sein können

Das Flugzeug gilt als sicherstes Verkehrsmittel, doch leider gibt es immer wieder unschöne Unfälle, wie in diesem Fall im Jahre 1960. Der Held Jack überquert gerade das große weite Meer, nur um wenige Momente später unfreiwillig darin zu baden. Mit viel Glück rettet er sich auf einen Turm, der aus dem Wasser ragt. Innerhalb dieses hohen Gebäudes befindet sich eine Taucherkugel, die umgehend betreten wird. Als sich diese schließt, ertönen die ersten Funksprüche aus einem Lautsprecher. Ein Mann namens Atlas bittet um Hilfe. Seine Familie ist in Gefahr. Da das Tauchgefährt automatisch seinem Ziel entgegenfährt, bleibt also keine Wahl. Nach einer wunderschönen und ruhigen Tauchfahrt, beginnt mit der Ankunft umgehend das Grauen. Zum Zuschauen verdammt, wird vor den Augen des Helden ein Bewohner von einem grausamen Wesen brutal hingerichtet, dabei hätte Rapture doch eigentlich ein neues Paradies werden sollen.
Erbaut wurde die Unterwasserstadt einst von Andrew Ryan, der wohlhabenden und besonders begabten Menschen eine gesonderte Unterkunft bieten wollte. Doch bekanntlich ist der Mensch nie mit sich zufrieden und will sich stets verbessern. Nach langer Forschungsarbeit kam die Droge „Adam“ ans Tageslicht. Dieses Rauschgift verändert die Gene und verleiht einer Person übermenschliche Kräfte. Leider macht dieses Zeug auch extrem abhängig und schädigt die Psyche enorm. Der größte Teil der Bewohner ist dieser Sucht und dem Wahnsinn verfallen. Die einst prächtige Stadt ist verwüstet und durch eindringendes Wasser dem Untergang geweiht. Das wird auch Jack schnell klar, doch die Flucht wird kein Zuckerschlecken, denn wie es scheint, ist Andrew Ryan noch am Leben und hat tödliche Einwände gegen diese Idee.

Lonesome Gunman

Alleine begibt man sich also auf die Suche nach dem Ausgang und dem Verbleib der Familie Atlas. Den einzigen Freund hört man ausschließlich per Funk. Wie einst die künstliche Intelligenz Shodan, tritt der Bösewicht Andrew Ryan immer wieder auf Leinwänden auf, lässt seine Stimme durch installierte Lautsprecher erschallen, sorgt somit für Unbehagen und klärt den Spieler nach und nach über seine Vorstellungen und Vorhaben in Rapture auf. Weitere Handlungslücken werden durch verstreute Tonbandgeräte gefüllt. Dennoch wird das Schicksal von Rapture bis zu einem der zwei Endsequenzen nicht völlig aufgeklärt und 15 bis 20 Spielstunden später bleiben einige Fragen offen, die der Spieler frei interpretieren darf. Problematisch an dieser Erzählweise ist, dass die Ortschaften gründlich nach Tonbandgeräten abgesucht werden müssen. Wer das nicht macht, verpasst womöglich einen wichtigen Teil der Story und stellt sich am Ende noch mehr Fragen.
Auf dem PC geht man mit der üblichen WASD-Steuerung und dem elektronischen Nager an den Start. Per Rechtsklick wechselt man zwischen Handfeuerwaffen und genetischen Fähigkeiten, Plasmiden genannt. Nähert man sich einem toten Köper oder Behältnis jeglicher Art, lässt sich dieser durchstöbern und mit einigen Klicks leeren. Nur der Wechsel zwischen Waffe und Plasmid ist etwas fummelig und es kommt vor, dass man versehentlich die falsche Taste drückt und mit der falschen Wahl dem Feind gegenüber steht.

Ich komme wieder

Die Flucht aus Rapture und die Rettung der Familie von Atlas sind während des ganzen Spiel das eigentliche Hauptziel. Um dieses zu erreichen, gesellen sich schnell weitere Aufgaben hinzu, die es zu erledigen gilt. Man muss z.B. einem verrückten Arzt das Handwerk legen oder eine Kamera für einen Wachmann besorgen, denn sonst lässt er einen nicht durch eine versperrte Tür, die zum nächsten Abschnitt führt. Um sich nicht in der riesigen Unterwasserstadt zu verirren, zeigt ein nützlicher gelber Pfeil stets die Richtung an, in die man sich begeben sollte. Wer trotzdem nicht mehr wissen sollte, wo es gerade lang geht, der darf jederzeit eine hilfreiche Karte aufrufen, auf der alles Wissenswerte verzeichnet ist. Neben der Hauptroute gibt es sehr oft alternative Pfade, um z.B. einen Feind zu umgehen oder den Unholden einen Hinterhalt zu stellen. Zu Beginn ist BioShock noch linear. Nach den ersten Spielstunden bleibt es einem jedoch selbst überlassen, wo man hingehen möchte. Die vielen Ebenen von Rapture sind durch Tauchkugeln und Fahrstühle verbunden, so dass ein erneuter Besuch immer möglich ist und das ist gut so, denn man ist nicht immer in der Lage einen Big Daddy zu erledigen und das Adam der Little Sister an sich zu nehmen.

Eine Frage des Gewissens

Die beiden eben genannten Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein und bilden doch eine perfekte Gemeinschaft. Der Big Daddy ist eine riesige Kreatur in einem Taucheranzug. Sein Gang wirkt gemächlich und entspannt. Die Little Sister war einmal ein kleines Mädchen und wurde durch genetische Experimente mit einer Seeschnecke zur ständigen Suche nach Adam verdammt. Auf dieser ewigen Jagd nach frischem Genmaterial beschützt sie der riesige Koloss und das bis zum letzten Atemzug. Wer sich der Little Sister nähert, wird unsanft vom großen Bodyguard beiseite geschoben, aber nicht angegriffen. Wer aber das Feuer eröffnet, darf sich auf einen knallharten Kampf gefasst machen. Die monströsen Kerle stecken einiges ein und können ebenso gut austeilen. Hat man diesen dicken Brocken erledigt, steht man vor einer echten Gewissensfrage. Tötet man die Little Sister oder versucht man sie zu retten?
Ersteres führt dazu, dass man besonders viel Adam erhält, mit dem es sich leichter Leben lässt, da man damit kostenpflichtige Plasmide bezahlen kann. Durch zweiteres erhält man weniger Genmaterial, das Gewissen bleibt rein und vielleicht bekommt man ein Geschenk von der reumütigen Wissenschaftlerin, die für die Greueltaten verantwortlich war. Selten war in der Spielgeschichte eine Entscheidung schwieriger zu treffen. Obwohl die kleinen Mädchen laut Atlas nur noch willenlose Kreaturen sind, hat man sehr viel Mitleid mit den Kindern. Hat man einen ihrer Beschützer erledigt, fangen sie an zu weinen und trauern um das Monstrum als wäre es ihr bester Freund gewesen. Solche Szenen sind einfach herzerweichend und gehen an die Substanz. Wer danach eine Little Sister gnadenlos niederstreckt, kennt wirklich kein Mitgefühlt. Übrigens findet dieser Mord im Off statt, so dass man vor allzu grausamen Sequenzen verschont bleibt. Um erst einmal in so eine Situation zu kommen, sind Plasmide, Tonika und das schon oft erwähnte Adam extrem wichtig.

Die Qual der Wahl

Plasmide sind die Effekte, die durch Adam hervorgerufen werden und davon gibt es einige. Mit dem Electricbolt lassen sich Blitze aus den Fingern schießen, was überaus nützlich ist wenn Gegner im Wasser stehen, denn bekanntlich leitet das feuchte Nass den Strom. Im späteren Spielverlauf kommen immer weitere Plasmide hinzu, darunter Telekinese oder eine flammende Hand, mit der sich komplette Areale in Brand stecken lassen. Neben diesen „normalen“ Fähigkeiten gibt es sogar die Möglichkeit die Big Daddys für sich kämpfen zu lassen oder die Feinde gegeneinander aufzuhetzen. Leider ist es nicht möglich alle Plasmide mit sich zu führen. Zu Beginn hat man nur zwei freie Slots, die ausgerüstet werden können. Wer mehr Spielraum haben will, geht zu einem Automaten und tauscht dort das wertvolle Adam gegen weitere Slots, Plasmiden oder Tonika ein.
Screen 1
Ist das nicht ein traumhaftes Paar?
Screen 2
Diese Mutter behütet in ihrem Wagen kein Kind
Screen 3
Mit der Pistole gegen einen Big Daddy anzutreten ist keine gute Idee ...
Screen 4
... mit dieser Wumme schon eher
Screen 5
Rapture ist eine beeindruckende Konstruktion
Screen 6
Die umprogrammierte Drohne kümmert sich gerade um einen Splicer

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BioShock

Packshot
3D-Shooter
von Take 2, Irrational Games
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCAugust 2007
PS3Oktober 2008
360August 2007
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Gutes Ende dt. (SPOILER!) (4:20)

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