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Test: Sam & Max Season 1
Nach fast einem Jahr fahndet die Freelance Police endlich auch in Deutschland. Hat die Übersetzung dem Adventure geschadet?Letztes Jahr im November wurde mit Culture Shock die erste Staffel von Sam & Max eingeläutet, allerdings vorerst nur als Download und komplett in Englisch. Nachdem das Projekt ein Erfolg wurde, fand sich auch ein deutscher Publisher. JoWood war hierzulande für die Übersetzung zuständig und gab schon im Vorfeld bekannt, dass die Witze nicht 1:1 umgesetzt werden, sondern dass es auch Anspielungen auf unsere Gefilde geben wird. Was dabei rausgekommen ist, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.Alle sechs EpisodenIn Deutschland hat man alle sechs Episoden der ersten Staffel auf eine DVD gepresst. Wer mehr über die einzelnen Geschichte der jeweiligen Folge wissen will, dem sei unsere Fanseite ans Herz gelegt. Die Installation schaufelt die komplette Season auf die Festplatte, es entfällt also eine langwierige Prozedur für jede Folge. Danach lässt sich jede Episode einzeln starten.Die Steuerung ist simpel und funktioniert quasi ausschließlich mit der linken Maustaste. Damit werden Gegenstände eingesackt, verwendet und Sam durch die Gegend gescheucht. Der Hase Max ist nicht steuerbar, er bewegt sich selbstständig durch die Areale und sorgt im Hintergrund für Unruhe. Das Inventar befindet sich, in Form eines Kartons, am linken Bildschirmrand. Wer sich ein Objekt genauer anschauen will, der drückt ausnahmsweise mal die rechte Maustaste. Ansonsten fehlt eine Hotspot-Anzeige, Sam lässt sich nicht per Doppelklick beschleunigen und lange Laufwege dürfen auch nicht übersprungen werden. Solche Nettigkeiten sind hoffentlich in der nächsten Runde mit von der Partie. Inhaltlich alles gleichAm Inhalt hat sich natürlich nichts geändert. Die tierischen Detektive durchleben die haarsträubendsten Situationen, treffen viele skurrile Charaktere und müssen absolut abgefahrene Rätsel lösen. Z.B. treten die beiden in einer Sitcom auf, besuchen mit ihrem Polizeischlitten den Mond, werden vom Internet in eine zweite Realität verfrachtet oder müssen dem tot geglaubten Abraham Lincoln das Handwerk legen. Bei den Kopfnüssen haben die Entwickler ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und rausgekommen sind dabei Denksportaufgaben, die von Kreativität und Einfallsreichtum nur so sprühen. Beispielsweise ist ein Pop-up in der Realität 2.0 ein wunderbares Schild gegen sämtliche Angriffe, ein krabbliger Käfer aus dem Vietnamkrieg ein perfektes Abhörgerät und eine Ratte in einer Kanone ein wirksames Mittel gegen Hypnose.Die deutsche ÜbersetzungDie englische Fassung von Season One war voll mit hintersinnigen Anspielungen auf die amerikanische Kultur und intelligente Wortwitze reichten sich am Fließband die Hand. Besonders der außergewöhnliche Humor machte dabei einen großen Teil des Spielspaßes aus und die Witze wortwörtlich zu übersetzen, hätte wenig Sinn gemacht. Aus diesem Grund wurden einige Dinge eingedeutscht. Jimmy Two Teeth heißt mit Nachnamen nun Zweizahn, aus dem bizarren Hugh Bliss wurde Rainer Segen und aus den vier uralten Rechnern C.O.P.S. wurde S.A.C.K. (für was diese Abkürzung genau steht, wird nicht genannt). Daraus ergeben sich neue Wortspiele, wie z.B. S.A.C.K.-Gesichter usw. Aber keine Angst, nicht alle Gags sind so derb wie der eben genannte. Auch hierzulande wird nämlich mit den Wörtern jongliert, so dass das Zuhören eine Freude ist. Besonders der obligatorische, ellenlange Satz, den Sam nach jeden Erhalt ihres Auftrages von sich gibt, ist immer wieder für einen Lacher gut.Gut gewählte SprecherFür die beiden Hauptdarsteller konnten glücklicherweise die Sprecher aus dem Vorgänger Hit the Road verpflichtet werden. Sandra Schwittau als Max (alias Bart Simpson) und Hans-Gerd Kilbinger als Sam, machen ihren Job überaus gut und stehen ihren englischen Kollegen in Nichts nach. Man hört ihnen sogar merklich an, dass sie Spaß an der Arbeit hatten. Mit viel Elan sind ebenfalls die anderen Sprecher dabei und hauchen ihren Charakteren das passende Leben ein. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Sprecherriege nicht ganz die Qualität des Originals erreicht, jedoch schon sehr nah rankommt und gut ausgewählt wurde. Musikalisch bekommt man einen hervorragenden, jazzigen Soundtrack geboten.Optisch gibt es zwar keine Highlights, aber die bunte Comicwelt ist in sich stimmig und wirkt wie aus einem Guss. Als Bonus bekommen Käufer der Box-Version ein Poster, ein "Hinter den Kulissen"-Video, die Trailer zu allen Episoden und außerdem viel Hintergrundmaterial, wie beispielsweise Charakterinfos, Konzeptzeichnungen oder Desktop-Bilder. |
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