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Test: Heimspiel - Handballmanager 2008
Die Offenbarung für alle Handballbegeisterten ?
| Es ist ja immer so eine Sache mit diesen Managerspielen. Fast jedes Genre ist abgedeckt. Als Endverbraucher ist man in der glücklichen Lage und findet zu fast jeder Sportart das passende Pendant um mal virtuell eine Karriere als Entscheidungsträger zu durchleben. Als Programmierer hingegen hat man es da schon schwerer. Erzeugt man einen Manager für einen Breitensport, so muss dieser sich gegen mächtige Konkurrenz behaupten. Schwer damit Geld zu verdienen. Fällt die Wahl auf eine unpopuläre Sportart so hat man am Markt in der Regel wenig Mitbewerber, die Schicht der potentiellen Käufer ist aber auch um ein Vielfaches geringer. Greencode haben mit dem Heimspiel – Handballmanager 2008 einen goldenen Mittelweg beschritten. Seit dem WM-Gewinn der deutschen Mannschaft ist die Sportart populärer denn je, und die Auswahl an Handballmanagern nicht gerade vielfältig. Zeit also alle Handballfans glücklich zu machen und einen Referenztitel vorzulegen! Installation und StartDer HBM 2008 wird in einer Standard DVD Hülle mit 22seitigen Handbuch (incl. Werbung) ausgeliefert. Dieses erklärt kurz und knapp die wichtigsten Punkte im Spiel. Einige Seiten mehr und eine ausführlichere Beschreibung der Spielfunktionen hätten aber nicht geschadet.Genreüblich fragt das Programm beim Start nach der Spieleranzahl (max. 4 Spieler im Hotseat) dem Startverein und der Startliga sowie nach dem Schwierigkeitsgrad und dem Design der Trikots. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass aus 4000 Vereinen aus verschiedensten Ligen ausgewählt werden kann, wobei die Vereine der ersten und zweiten Handballbundesliga mit Originaldaten und -Bildern versehen wurden. Ein Editor ist im Lieferumfang ebenfalls enthalten. Die regelmäßigen AgendenNach Erstsichtung der Bedienoberfläche des HBM 2008 überkommt einen ein gewaltiges Dejavú. Es ist nämlich die gleiche wie beim Heimspiel – Der Eishockeymanager 2007 . Jeder der den bereits gezockt hat, findet sich auf Anhieb mit der Struktur des Programms zurecht. Am linken Bildschirmrand klappt eine Menüleiste auf, mit der man recht zügig durch die verschiedenen Bereiche des Manageralltags navigiert: Aufstellung des Teams, Training, Transfers, Werbung, Stadionausbau, Nachwuchsförderung und Fanarbeit. Der essentiellste Punkt ist die Mannschaftsaufstellung. Hier wird der Kader bestimmt und die Spieler werden auf ihren jeweiligen Positionen platziert. Gewöhnungsbedürftig: Es gibt 17 mögliche Positionen an der ein Spieler eingesetzt werden kann. Die Fähigkeiten jedes Sportlers an jeder dieser 17 Positionen wird mit „grausam“ (Stufe 0) bis „göttlich“ (Stufe 15) bewertet. Klingt komisch, macht aber Sinn, da im Handball jeder Spieler sowohl verteidigt als auch angreift, und daher auf mehreren Positionen abwechselnd spielt. Wer bei so vielen verschiedenen Werten gleich das Handtuch wirft, braucht nicht verzagen. Per Klick auf den „Auto-Aufstellung“ Button stellt die KI die Mannen nach festlegbaren Kriterien auf. Das funktioniert nicht immer perfekt, händisches nachjustieren ist oft erforderlich. Über Schieberegler lassen sich Einsatz, Fairness, Tempo, Spielaufbau und Würfe aus der Distanz einstellen. Damit unsere Mannen eine volle Saison überstehen, ist es notwendig sie dementsprechend zu trainieren. Um auch das letzte Quäntchen Leistung aus den Sportlern herauszukitzeln, stehen einem zig verschiedene Trainingseinheiten zur Wahl. So erstellt man ganze Wochenpläne, die sich wiederum aufspalten in einzelne Tagespläne. Drei wählbaren Spielern kann man jeweils ein Einzeltraining verpassen. Das hat den Vorteil, dass sich die trainierten Skills schneller entwickeln, die betroffenen Spieler sich aber auch schneller auspowern. Wem das alles zu mühsam ist, der kann sich die Trainingspläne auch per Automatik kreieren lassen. Um die die Motivation des Kaders nicht absacken zu lassen, besteht die Möglichkeit diverse Aktivitäten zu buchen. Ein Familienfest oder ein Tag im Freizeitpark haben schon so manchen suizidgefährdeten Profi aufgemuntert. Geld und ErfolgNeben den sportlichen Belangen trägt man auch die finanzielle Verantwortung seines Clubs. Sponsorenverträge müssen ausgehandelt, Eintrittspreise festgelegt und über eventuelle Zubauten am Stadiongelände sollte entschieden werden. |
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