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Test: Reprobates
Die Entwickler von Black Mirror melden sich zurück - wieder mit einem Adventure-Leckerbissen?
Wer in diesen Tagen beim Fachhändler seiner Wahl die Spielpackung von Reprobates – Insel der Verdammten in den Händen hält, dem wird sofort ein Hinweis darauf ins Auge fallen. Das neue Adventure der Macher von Black Mirror und Nibiru steht dort. Wenn mit den vergangenen Titeln eines Entwicklers geworben wird, dann muss es sich zwangsläufig um gute Spiele gehandelt haben. Tatsächlich überzeugten seinerzeit sowohl Black Mirror als auch Nibiru bei uns in den Tests und erhielten hohe Wertungen. Insbesondere Black Mirror konnte mit einer spannenden Geschichte, einem großartigen Rätseldesign, einer dichten Atmosphäre, glaubhaften Charakteren sowie einer erstklassigen Vertonung zahlreiche Adventure-Fans für sich begeistern. Mit Reprobates meldet sich das Entwicklerteam Future Games jetzt zurück. Ob es wieder zum Hit gereicht hat, verrät euch unser Test.Vor dem Weiterlesen noch ein Hinweis zur Testversion: Zeitgleich mit dem Release des Spiels wurde der Patch 1.2.2 veröffentlicht, den wir für unseren Test verwendet haben. Beim dritten GlockenschlagAdam Raichl ist im Stress. Der 23-jährige Techniker befindet sich gerade in seinem Auto - mit zu hoher Geschwindigkeit - auf dem Weg zur Arbeit. Er rast mit seinem GMC auf eine Kreuzung zu. Das Unvermeidliche geschieht. Von links nähert sich ein Tankwagen, welcher mit dem Auto des jungen Technikers kollidiert. Adam sieht ein weißes Licht...Im nächsten Moment erwacht er auf einer Pritsche in einem Wohncontainer. Neben ihm auf dem Tisch liegen Nahrung und Wasser. Schon bald darauf stellt Adam fest, dass er sich zusammen mit mehreren Menschen, die ebenfalls in Wohncontainern untergebracht sind, auf einer Insel befindet. Aber wie kam er hierher? Was hat es mit dem Glockenturm auf sich, der sich auf einer Anhöhe befindet? Wieso fallen alle Inselbewohner beim dritten Glockenschlag in einen tiefen Schlaf und leiden an Albträumen? Auf diese Fragen können ihm seine Leidensgenossen allerdings auch keine Antwort geben. Im Gegenteil verhalten sich diese sehr merkwürdig. Eine Frau erinnert sich als letztes daran, dass sie sich im World Trade Center befand und dort ein Feuer ausbrach. Ein anderer Mann spricht davon, dass sich die Präsidentschaft des US-Präsidenten Richard Nixon (1969-1974) dem Ende nähert. Zugleich glaubt er, dass er wie durch ein Wunder einen Flugzeugabsturz überlebt hat. Fiktion und RealitätUm die spannende und mysteriöse Hintergrundgeschichte zu erzählen, hat man sich bei Future Games anders als bei den eher geruhsamen Vorgängerspielen für ein wechselndes Spieltempo entschieden. Zu diesem Zweck ist das Spiel in Spielsequenzen auf der Insel, die Adams Realität darstellen, sowie Albtraumsequenzen, die Adams größte Ängste zum Inhalt haben, unterteilt.Gemächlich geht es zunächst auf der Insel zu. Aus der 3rd-Person-Sicht steuert der Spieler Adam per Linksklick über die Insel. Nach einem Doppelklick sprintet der junge Techniker. Allerdings nur begrenzt, da genreuntypisch ein Energiebalken bei anstrengenden körperlichen Aktivitäten wie Klettern, Türen aufstemmen, Rennen etc. abnimmt. Allerdings kann durch die Aufnahme von Wasser und Nahrung, was beides nur begrenzt pro Kapitel zur Verfügung steht, wieder Energie hinzugewonnen werden. Durch dieses Gameplay-Element wird zwar eine spielerische Trennlinie zwischen Adams Realität und den Traumsequenzen gezogen. Dennoch lassen es die Entwickler hier - zum Glück für den Spieler - an Konsequenz missen. Den Energierückgang kann man weitgehend dadurch umgehen, dass man per Doppelklick auf einen der Bildschirmausgänge, die nicht immer erkennbar sind und sich immerhin durch einen Tastendruck auf E anzeigen lassen, innerhalb von Sekunden und ohne Energieverlust eine neue Szene betritt. Gemütliche InselexkursionenDenn die Abschnitte auf der Insel spielen sich ohnehin schon langsam und träge genug. Zwar müssen Adventure-Fans von Natur aus geduldige Menschen sein, doch wird diese Geduld hier arg strapaziert. Die Perspektiven auf der Insel wechseln - wohl um etwas Abwechslung zu suggerieren - in jedem Kapitel und sorgen für Orientierungsschwierigkeiten. Um die überwiegend logischen Kombinationsrätsel zu lösen, müssen häufig lange Wege zurückgelegt werden. Oftmals fehlt zudem in den Inselabschnitten schlichtweg der rote Faden, so dass immer wieder das Gespräch mit den NPCs, die zudem nach bestimmten Ereignissen ihre Standorte wechseln, wortwörtlich gesucht werden muss. |
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